Dienstag , Februar 18 2020

Ace Combat Assault Horizon: Das Review

Ace Combat geht in die nächste Runde. Mit Ace Combat Assault Horizon möchte Namco Bandai einmal mehr dem Genre seinen Stempel aufdrücken. Wir haben das Spiel auf Herz und Nieren geprüft und fanden uns in einer actiongeladenen Luftschlacht wieder.

Wer ist der Feind?

Zur Story wollen wir an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Was wir sagen können und wollen ist, dass es einmal mehr einen Konflikt zwischen den USA bzw. der Nato und Russland gibt – nun zumindest einem russischen Bündnis. Letztere haben eine neue Waffe in ihrem Besitz, genannt Trinity. Letztlich läuft es auf einige wenige, bekannte Faktoren einer Story hinaus. Verrat, Rivalität, Action und Spannung. Um Spoiler an dieser Stelle zu vermeiden, widmen wir uns nun der Erzählweise der Geschichte.

Ace Combat Assault Horizon setzt verstärkt auf Zwischensequenzen, in Ingame-Grafik. Zwar stammt das Spiel aus Japan, doch ist der US-Pilot Bishop der Dreh- und Angelpunkt des Spiels. Viele Wendungen darf man nicht erwarten. Es ist nicht so als würde Namco Bandai versuchen euch in die Irre zu führen. Es gibt einen klar sichtbaren Faden und so manches Mal wird die eigene Vorahnung, der kommenden Ereignisse, auch bestätigt. Ist Ace Combat Assault Horizon deswegen weniger unterhaltsam? Nein, es war ein durchgehend packendes Spielerlebnis.

Hoch ziehen!

Erstmals in der Ace Combat-Reihe ist es dem Spieler gestattet auch außerhalb eines Jet-Cockpits platz zu nehmen. Ob mit Mach 3 im Hochleistungsjet, hinter dem Steuerknüppel eines Kampfhubschraubers oder aber aus großer Höhe am Geschütz einer verheerenden Waffe – dem Fliegerherz wird fast alles geboten.

Die Steuerung selbst hat sich im Grunde kaum verändert, zumindest was die überschallschnellen Jets betrifft. Die Lenkung eines Apache ist hingehend sehr gewöhnungsbedürftig. Eine Simulation sollte man wie immer nicht erwarten. Es scheint als habe man versucht den Mittelweg zwischen Arcade und Simulation zu gehen. Was die Hubschrauber-Missionen betrifft, hätte man noch etwas weiter feilen können. Blindlings sollte man sich aber weder mit Hubschrauber oder Jet in den Luftkampf werfen. Schon auf der mittleren Schwierigkeitsstufe bedarf es nur einiger schwerer Treffer bis man das Zeitliche segnet.

Verwundert hat uns hingegen die Selbstheilungskraft der Vehikel. Hat man gerade eben noch darum gekämpft allem auszuweichen was in der Luft umherfliegt, erfreut man sich einige Minuten später wieder bester Gesundheit.

Neu hinzugekommen sind die Dogfights in Assault Horizon. Hat man einen feindlichen Jet im Visier, drückt man die beiden Schultertasten zugleich und findet sich in einem Luftkampf par Excellence wieder. Zwischen Hochhäusern, unter fallenden Schornsteinen hindurch oder im Tiefflug durch eine Schlucht – pures Adrenalin wartet auf euch. Dennoch ist auch der neuste Ableger der Reihe eher im Arcade-Bereich anzusiedeln als bei dem Simulationen, was dem Spielspaß aber nicht schadet.

Wer ist mein Flügelmann?

Wer ungern alleine fliegt, muss dies in Ace Combat neustem Ableger nicht tun. Im KoOp-Modus oder aber im Mehrspielermodus kann man sich mit anderen Himmelsstürmern messen. Während man im KoOp-Modus einige Missionen auch zu zweit abschließen kann, gilt es im Multiplayer, ähnlich wie in Battlefield, bestimmte Abschnitte gegen Angreifer zu verteidigen und zu halten. Neu sind diese Ideen nicht und man wird sehen ob dies auf lange Zeit tatsächlich unterhaltsam bleibt.

Fox Two!

Grafisch gibt es wieder eine typische Ace Combat-Krankheit. Flugzeuge und auch Charaktere in den einzelnen Sequenzen sind sehr schön animiert, nur für den Boden hat es nicht mehr ganz gereicht. Zwar gibt es schon eine deutliche Verbesserung, doch einige Details hätten sicher nicht geschadet. Einmal mehr gilt, je höher man fliegt, desto schöner sieht die Erde aus. Schöner anzuschauen sind da schon die Städte, vor allem aber die Skylines – hier wurde wirklich viel Zeit investiert.

Beim Sound wurden wir dieses Mal positiv überrascht. Ace Combat Assault Horizon ist multilingual – bedeutet: Ihr habt die Wahl zwischen verschiedenen Sprachen. Praktisch für Sprachmuffel, die dennoch nicht auf gute Atmosphäre verzichten wollen. Es kann ein separater Untertitel, in der gewünschten Sprache ausgewählt werden. Musik und Umgebungsgeräusche sind Ace Combat-typisch. Hier gibt es keine großen Neuentdeckungen.

Fazit:

Ich hatte wirklich meinen Spaß mit Ace Combat: Assault Horizon. Egal ob allein, im KoOp oder im Mehrspielermodus. Die neuen Verbesserungen sind tatsächlich gelungen. Grafisch hat man auch noch eine Schippe nachlegen können, doch für die Bodentexturen schien es nicht mehr gereicht zu haben.

Nur die Hubschraubermissionen haben sich nicht ganz in das sonst so stimmige Bild einfügen wollen. Mit etwas mehr Feinschliff hätte man hier sicher mehr bieten können. Ansonsten bleibt zu sagen, dass Assault Horizon in keiner Fan-Sammlung fehlen sollte und ein würdiger Nachfolger der Serie ist. Neulingen hingegen raten wir zunächst die Demo anzuspielen, bevor sie sich für einen Kauf entscheiden.

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