Freitag , Juli 3 2015
amy

Amy: Review – Hast du etwa Angst?

AMY ist der neue das neue Survival-Horror Spiel von Lexis Numérique, das jetzt im PlayStation Store und via Xbox Live zum Download bereit steht. Die Welt, im Jahre 2034 ist von den Folgen der Globalen Erwärmung gezeichnet und ist kurz nach dem Einschlag eines Meteoriten von Mutanten verseucht. Die Kontamination ist nicht aufzuhalten, oder ist sie es doch?

„Eine Zugfahrt die ist Lustig“

Das Spiel beginnt mit einer Zugfahrt in der wir gleich die beiden Hauptcharaktere Lana und Amy kennenlernen. Lana ist die gut gekleidete Frau, an der Seite von Amy – ein kleines Mädchen – das nicht sprechen, dafür aber umso besser malen kann.

Diese ruhige Zugfahrt ist nicht von Dauer, denn ein Meteorit ist nicht weit entfernt auf die Erde geschlagen und verwüstete dabei das ganze Land. Der Zug wird durch die Druckwelle in Mitleidenschaft gezogen und Entgleist in einem nahegelegenen Bahnhof.

Dort Angekommen rappelt sich die gestürzte Lana auf und bemerkt dass Amy verschwunden ist und beginnt sie verzweifelt im Zug zu suchen.  Amy ist aber nirgends im Zug zu finden worauf Lana den Zug verlässt und dort auf ihren ersten Gegner trifft.

„Düstere Stimmung in der U-Bahn“

Ist man erst einmal in den U-Bahn-Bereichen der Stadt unterwegs fällt gleich die gut gestaltete düstere Stimmung des Spiels auf, die leider durch Clipping-Fehler und eine zum Teil schlechte K.I. getrübt wird. Dennoch sorgen die Lichteffekte und die schaurige Hintergrundmusik für einen Gänsehautfaktor. Die düstere und beklemmende Atmosphäre wird euch so schnell nicht aus ihren Bann lassen, da man für längere Zeit in den U-Bahnschächten der Stadt umherirrt.

Hier begegnet ihr auch Marcello, einen ehemaligen Taxifahrer, der euch zu Beginn der Reise ein wenig begleitet. Ab diesem Zeitpunkt des Spiels müsst ihr die ersten Rätsel bewältigen.  Dabei dürft ihr nicht vergessen euch um Amy kümmern, die zwar alleine läuft aber oft vor Angst wie angewurzelt stehen bleibt. Wenn Amy aber der Kampfgeist gepackt hat dann hilft sie euch auch und drückt Schalter oder besorgt Schlüsselkarten aus kleinen Nischen, in die Lana niemals passen würde.

Ihr begegnet auch vielen Gegnern vor denen ihr in gekonnter Amnesia-Manier in Schränken verstecken könnt.

Leider wiederholen sich einige Rätsel in etwas abgeänderter Form und wirken sich negativ auf den Spielfluss aus. Oft ist es einfach nur frustrierend, dass man sofort weiß: „Wenn ich diesen Schalter drücke geht diese Tür auf“, es fehlt den Rätseln etwas an Pepp.

„Lana ist Sexy – Das Spiel auch?“

Lana ist Lexis Numérique sehr gut gelungen, sie stellt eine Frau mit starkem Willen und Einfallsreichtum dar, die dazu auch noch bezaubernd aussieht. Das kann man von den Gegnern in „AMY“ nicht behaupten, sie stehen einfallslos in der Gegend rum und verfolgen euch nur bis zum nächsten Schrank und lassen von euch ab.

Das Spiel ist für einen Downloadtitel mit einem Preis von 9.99€ gut gelungen, schießt sich aber mit vielen Clipping-Fehlern und Bugs ins Aus. So bleibt man viel zu oft an kleinen Kanten hängen oder bleibt in Ecken stecken aus denen man sich nur mit Fingerkrämpfen befreien kann. Allerdings sind die Texturen des Spiels schön anzusehen und die Partikel- und Lichteffekte machen dem Horror alle Ehre.

Fazit:

Ich habe das Spiel gerne gespielt auch wenn es durch die technischen Mängel nicht auf dem heutigen Stand des Horror-Genres einzusiedeln ist. Zu bedenken ist allerdings, dass es sich dabei um einen Arcade-Titel handelt, die bekanntlich immer an Budget-Knappheit leiden.

AMY kann nicht mit Games wie Silent Hill oder Amnesia mithalten, oft fehlt es an Spannung oder einige Bugs stören das Spielgeschehen. Das Speichersystem des Spiels macht es dem Spieler nicht leicht, denn die Checkpoints sind unfair gesetzt und wenn man das Kapitel zeitlich nicht zu Ende spielen kann, muss man es komplett von vorne beginnen. Die Gegner im Spiel sind oft zu Stark selbst auf dem leichten Schwierigkeitsgrad tötet euch ein Soldat mit einem Schlag, was durch einen frustrierenden Neustart am letzten Checkpoint „belohnt“ wird.  

Alles in allem ist es schwer dieses Spiel zu bewerten weil es von schönen Horrormomenten zu Frustrierung wechselt. Weshalb wir auch dazu raten, die kostenlose Demo anzuspielen, bevor man enttäuscht wird.

Check Also

Star-Wars-Battlefront

Star Wars Battlefront – Neues Alpha Gameplay

Kaum ein Tag vergeht, an dem man nicht über Star Wars Battlefront berichten kann. Heute ...