Montag , Mai 20 2013
Birds of Steel: Im Test

Birds of Steel: Im Test

Konami erhebt euch mit Birds of Steel einmal mehr in den Luftraum des Zweiten Weltkrieges. Als ein Flugkampf (Dogfight) noch wahres Können erforderte und Raketen Mangelware waren, galt es die Deutschen und Japaner zu besiegen. Ob wir dabei einen spannenden Rückblick in die Geschichte erleben oder nur einen weiteren, uninteressanten WWII-Titel im Laufwerk unserer Konsole haben, erfahrt ihr in diesem Review.

Entwickler Gaijin Entertainment hatte mit IL-2 Sturmovik: Birds of Prey für viele einen unglaublich guten Flugsimulator für die Konsolen veröffentlicht, der uns ebenfalls in die Zeit des Zweiten Weltkrieges brachte. Mit Birds of Steel hat man nun den offiziellen Nachfolger veröffentlicht, der nur für die Konsolen erscheint.

Von der Story darf man nicht zu viel Erwarten. Es gilt wie immer einige Aufträge zu erfüllen und seinen Feinden das Fürchten zu lehren bzw. sie einfach vom Himmel zu holen. Anders als Birds of Prey schickt man euch mit Birds of Steel nicht über das Festland, sondern über den Luftraum einiger Pazifikinseln. Um euer Können zu beweisen warten zwei Kampagnen auf euch, die mit zehn Missionen und rund vier bis fünf Stunden Unterhaltung. Anhand dieser Kampagnen könnt ihr euch auf eine der beiden Seiten schlagen. Gaijin Entertainment wollte damit nicht nur unterhalten, sondern auch geschichtliche Hintergründe aufzeigen. Schon wenige Minuten nach dem Tutorial sieht man bekannte Orte wie Pearl Habor oder aber Midway.

Vorsicht mit den Maschinen

Schon nach den ersten Minuten, selbst schon im Tutorial, fällt schnell auf, dass man sich bei der Entwicklung nicht auf einen Titel konzentriert hat der nur Spaß machen sollte – viel mehr wollte man ein Spiel erschaffen, dass auf für Fans von Flugsimulationen interessant ist.

Jedes Flugzeug reagiert etwas anders, bricht schneller aus, der Nachbrenner lässt das Öl im Motor schneller kochen oder die Bewaffnung ist komplett anders. All das spiegelt sich auch im Flugverhalten wieder. Schnell sollte jedem klar sein, dass man mit einem Bomber keine Flugkämpfe gewinnen kann. Zwar gelingt es sicher einen oder zwei Feinde zu eliminieren, doch auf lange Sicht ist man aufgrund des Geschwindigkeitsmangels klar unterlegen.

Wem das alles etwas zu realistisch ist, der kann auch auf eine vereinfachte Steuerung zurückgreifen. Wo wir auch schon beim Thema wären. Birds of Steel ist ein Spiel, dass nur für die Konsolen erscheint was das Spielen mit einem Kontroller unabdingbar macht. Leider wirkt die Steuerung auf einem Gamepad zu überladen und drückt somit auf das Simulationsgefühl. Sicher hätte ein spezieller Kontroller die Kosten sichtlich nach oben gedrückt aber irgendwie bleibt dieser Nachgeschmack erhalten, dass man mit einem Flugsimulationskontroller auf dem PC besser bedient wäre. Neulinge werden also nicht umher kommen das Tutorial zu spielen. Da man sonst schon nach wenigen Minuten das Zeitliche segnet.

Zusammen ist man stärker

Damals wie heute galt die Divise: Zusammen schafft man mehr. Auch in Birds of Steel könnt ihr mit Coop-Modus oder aber im Multiplayer-Modus zusammen und gegeneinander antreten. Hier kommt sichtlich mehr Spaß auf, da man sich mit den Fähigkeiten realer Personen messen kann und muss. Die k.I. von Birds of Steel leistet zwar solide Arbeit, ist aber alles andere als wirklich herausfordernd. Der Multiplayer-Modus bleibt die Geheimwaffe von Birds of Steel.

Der Boden sieht so komisch aus…

Als zum ersten Mal Birds of Steel über den Bildschirm unseres Fernsehers geflimmert ist kam schon das erste Stirnrunzeln. Grafisch befindet sich das Spiel längst nicht auf einen modernen Stand. Während des Tutorials kommt man einfach nicht drum rum zu denken, dass man einen ferngesteuerten Flieger starten und landen soll. Erst in einer anderen Ansicht, in der Luft, wird dieser Eindruck hinfällig. Die Bodentexturen haben sich im Vergleich zum Vorgänger nicht weiterentwickelt. Noch immer gibt es matschige Texturen und anstatt schöner Häuser, sieht man merkwürdige Blockhütten. Auch hier gilt die altbekannte Regel: Je weiter man sich davon entfernt, desto schöner wird es. Die Flugzeuge sehen zumindest in der Luft schön aus. Alle beweglichen Teile sind dem Originalen nachempfunden und dienen tatsächlich einem Zweck. Eine Schönheit ist Birds of Steel allerdings nicht.

Selbst beim Ton spiegelt sich wieder was bei der Grafik begonnen hat. Die Sprecher der einzelnen Missionen liefern einen leider schlechte Job ab. Viel zu oft entsteht der Eindruck als lese man eine Gebrauchsanweisung –vor allem bei den Tutorialmissionen wird dies ersichtlich. Nur bei den Motorengeräuschen gibt es Pluspunkte. Hier hat man deutlich versucht die unterschiedlichen Modelle klangrichtig zu erfassen.

Fazit:

Birds of Steel ist eine Flugsimulation die uns in den Zweiten Weltkrieg führt. Technisch ist es nicht mehr auf der Höhe der Zeit und dennoch gibt es eine positive Wertung für das Spiel. Wieso? Birds of Steel ist ein Lowbudget Spiel. Es kostet nur 25 Euro und bietet dafür jede Menge: realistisches Flugverhalten, interessante Kampagnen und einen sehr guten Multiplayer-Modus.

Für diese 25 Euro hat Konami einen wirklich guten Titel abgeliefert. Freunde des Genres sollten dem Spiel definitiv eine Chance geben.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Required fields are marked *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>