Samstag , Juli 30 2016
Der Herr der Ringe- Krieg im Norden1

Der Herr der Ringe: Krieg im Norden – Das Review

Als die drei Herr der Ringe-Filme ins Kino kamen, war nicht nur die Film-Welt im Ring-Fieber. Die Lizenzen wurden auch für Videospiele verwendet. Davon waren einige recht gelungen und andere wollte man schnell wieder vergessen. Mit Der Herr der Ringe: Krieg im Norden ist nun ein weiterer Titel der Serie erschienen und wir verraten euch warum es ein wirklich gutes Spiel geworden ist.
Kampf dem Bösen

Die Idee hinter Krieg im Norden ist eine einfache und zeitgleich geniale. Man erfindet zwar eine neue Geschichte, doch bleibt diese in der Handlung von Frodo und Co. verwoben. Es geht um ein ungleiches Trio, bestehend aus Mensch, Elb und Zwerg. Diese Drei haben die Aufgabe einen von Saurons machtvollen Schergen zur Strecke zu bringen. Dabei stoßen die drei Gefährten auf bekannte Figuren des Buches bzw. der Filmreihe. Aragorn und andere bekannte Namen werden auf euch warten.
Erzählt wird die Handlung dabei im klassischen Herr der Ringe-Stil. Es gibt kaum überraschende Wendungen, dennoch macht es Spaß die kommenden Ereignisse zu erleben, da sie wirklich schön in Szene gesetzt worden sind.
Schwert, Zauber und Axt
Wie wir bereits erwähnt haben, gibt es drei verschiedene Helden, aus denen ihr wählen könnt. Eradan, ein Waldläufer, Andriel, eine elbische Zauberin aus Bruchtal und Farin, der Zwerg aus Erebor. Jeder dieser Charaktere hat unterschiedliche Fähigkeiten. Andriel kann beispielsweise Zauber nutzen, während Eradan und Farin zu Schwert und Axt greifen, bzw. zu Bogen und Armbrust. Als Waldläufer ist Eradan zudem in der Lage Spuren zu lesen, die euch zu versteckten Truhen oder Lagern führen können.

In einem unterscheiden sie sich jedoch nicht: setzt man die Fähigkeiten der drei Gefährten richtig ein, fließt jede Menge virtuelles Blut. Gliedmaßen werden abgehackt und Köpfe rollen. Dabei wirkt Krieg im Norden zu keinem Zeitpunkt übertrieben blutig. Man hat sich dabei an den Filmen orientiert, die ebenfalls nicht mit roter Suppe gegeizt haben.

Geboten wird dem geneigten Gamer Hack and Slay-Kost vom Feinsten. Zusammen mit einigen Rollenspielelementen hat man das perfekte Gleichgewicht zwischen beiden Genres gefunden. Waffen, Tränke und Rüstungen können gekauft und gefunden werden. Damit wurde der Reiz geschaffen entdecken zu wollen. Zeitgleich muss man sich mit Schlägen oder Zauber seiner Haut erwehren. Ein weiteres Rollenspielelement ist der Levelanstieg. Jeder erschlagene Ork bringt Erfahrung, die ihr dann in Talente wie Ausdauer, Gesundheit, Willenskraft und andere investieren könnt. Auch spezielle Fähigkeiten könnt ihr freischalten.
Ohne eure Mitstreiter würde man allerdings schnell das Zeitliche segnen. Die künstliche Intelligenz leistet, sofern man nicht im KoOp-Modus spielt, gute Arbeit. Steckt ihr einmal in der Klemme, könnt ihr eure Kameraden auch zu euch rufen. Sie können euch dann heilen oder gar wiederbeleben.

Richtig zum Leben erweckt wird Krieg im Norden erst dann, wenn eure Freunde die Rollen der bereits erwähnten, anderen Helden, einnehmen. So wird Andriel zum Supporte und Farin haut alles kurz und klein. Selten wurde ein KoOp-Modus so gut umgesetzt.
Grafisch ein Flop?

Man kennt es ja. Bisher gibt es nur wenig Lizenz-Games, die grafisch überzeugen können. Auch ich bin mit dieser Einstellung an das Spiel herangetreten und wurde schnell eines Besseren belehrt. Herr der Ringe: Krieg im Norden sieht wirklich gut aus. Schöne Texturen und viel Liebe zum Detail stecken im Spiel. Einzig die Charaktere hätten etwas mehr Animationszeit vertragen können. Gesichter und Lippenbewegungen wirken noch unfertig.

Dafür konnte der Sound fast vollends überzeugen. Den Gedanken: „Die Stimme kenne ich doch.“ dürfte wohl jeder Gamer kurzzeitig haben. Bekannte Synchronstimmen aus Film und Fernsehen sind im Spiel vertreten. Leider wurden sie zum Teil zu oft eingesetzt, was sich leicht negativ auf die Atmosphäre ausübt. Der Schurke hat beispielsweise die gleiche Stimme wie ein gigantischer Adler, der euch gerne zur Seite steht. Musikalisch gibt es allerdings nichts zu meckern. Anders sieht es bei der deutschen Soundbearbeitung aus. Sobald man Aragorn trifft gibt es einen Hall, der die gezeigte Sequenz deutlich in der Qualität mindert. Bleibt zu hoffen, dass dies durch einen Patch behoben wird.

Fazit:

Der Herr der Ringe: Krieg im Norden ist ein kleiner Überraschungshit. Wunderschöne Umgebungsgrafiken und tolle Texturen verzaubern nicht nur Herr der Ringe-Fans. Jeder, der gerne Orks ins Jenseits befördert und auf Rollenspielelemente nicht verzichten mag wird am Spiel seine wahre Freude haben.

Einzig bei der deutschen Vertonung gab es Probleme, die sich negativ auf die Atmosphäre auswirken. Ansonsten hat Warner Bros. einen wirklich gelungenen Herr der Ringe-Titel auf den Markt gebracht!

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