Samstag , April 25 2015
Final Fantasy 13-2

Final Fantasy XIII-2: Review – Ein unglaubliches Abenteuer

Final Fantasy XIII hatte sicherlich seine Fans, doch der Großteil der Fangemeinde war vor allem enttäuscht. Mit Final Fantasy XIII-2 will Square Enix vieles besser machen, wir haben uns die PlayStation 3-Fassung des Titels genau angeschaut und klären, ob dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt werden konnte.

Zwei neue Helden

War alles nur ein Traum, die Ereignisse aus Final Fantasy 13 (FF 13)? Ist das alles wirklich passiert? Musste Lightning, die gefühlskalte Heldin des Spiels wirklich zu einem gigantischen Kristall werden, um zu verhindern, dass eine gesamte Welt vom Himmel stürzt? Diese Fragen stellt man sich, sobald die erste Sequenz von Final Fantasy 13-2 über den Bildschirm geflimmert ist.

Schnell wird klar, Lightning ist nicht tot. Sie ist an einem Ort namens Walhalla – der zwischen Zeit und Raum liegt. An diesem Ort, der Mythen und Legenden, bereitet sie sich auf einen Kampf vor – der spektakulärer nicht sein könnte. Mit Hilfe von übernatürlichen Wesen, den Espern, kämpft Lightning gegen Caius – einem mächtigen Feind. Als wäre dieser Kampf nicht anstrengend genug, taucht plötzlich ein Portal über Walhalla auf. Hindurch fällt Noel Kreiss, der letzte Überlebende einer fernen und düsteren Zukunft. Es ist jedoch kein Zufall, dass Noel plötzlich erscheint. Lightning, die in Walhalla über besondere Kräfte verfügte, sah voraus, dass dieser Tag kommen würde. So wird Noel mitten im Kampfgeschehen gerettet und mit einem Auftrag entsandt. Finde Serah, Lightnings Schwester, beschütze sie und führe sie nach Walhalla. Hier beginnt unsere abenteuerliche Reise durch Zeit und Raum.



Neue Hoffnung

Im Universum von Final Fantasy 13, welches das Gleiche ist wie in Final Fantasy 13-2, lebten die Menschen auf einen kleinen Planeten, mit Namen Cocoon. Gegen Ende des 13. Teils musste die Menschheit jedoch auf Grand Puls, dem direkten Nachbarplaneten fliehen, da Cocoon drohte auf selbigen zu stürzen. Es war Lightning und ihren Freunden zu verdanken, dass man den Sturz aufhalten konnte. Der Preis war allerdings hoch. Lightning und einige Freunde verschwanden. Hier setzt die Story zu Final Fantasy 13-2 an.

Schon nach einigen Minuten wird schnell klar, dass sich Sqaure Enix darum bemühte eine glaubhaftere Welt zu erschaffen, als es beim Vorgänger der Fall war. Gefühle spielen eine größere Rolle, was nicht zuletzt der neuen Helden zu verdanken ist. Der Spieler schlüpft jetzt in die Rolle von Serah, Lightnings kleiner Schwester. Anders als Lightning besitzt Serah einen offenen Charakter, was sich positiv auf das gesamte Spiel auswirkt.
Ständig in Sorge um ihre Freunde und ihren Verlobten, der sich aufmachte die verschwundene Lightning zu suchen, lässt sie die Spieler tiefer in ihre Gefühlswelt eintauchen, als Lightning es je möglich wäre. Endlich ist es möglich eine Verbindung zu der Welt und den Charakteren aufzubauen. Grund dafür folgende Änderung: Es gibt nur zwei spielbare Charaktere – Noel und Serah, die zusammen durch die Zeit reisen. Dies ermöglichte Square eine komplexere Geschichte aufzubauen ohne dabei den roten Faden zu verlieren. Es ist als Spieler, der Final Fantasy 13 nicht spielte, dennoch schwer die Ereignisse zu verstehen und sich mit den Charakteren zu identifizieren. Abhilfe schafft da nur die von Square Enix mitgelieferte Vorgeschichte. Dort erfährt man zumindest die wichtigsten Eckdaten aus FF13.

Trotzdem ist nicht zu übersehen, dass sich Square die viele Kritik zu Herzen nahm. Fast schon mit chirurgischer Präzision versuchte man die kritisierten Aspekte zu eliminieren. Ein Beispiel dafür ist der lineare Spielverlauf von Final Fantasy 13, der bei Spielern wohl als der größte Minuspunkt angesehen wurde. Welche Änderungen wurden also durchgeführt? Zeit ist dabei das Stichwort. Mit Hilfe der Zeitreise ist es dem Spieler nun selbst überlassen welche Welt er zu welcher Zeit besuchen möchte.

Ganz hat die Entwicklerschmiede dann doch nicht auf einen linearen Ablauf verzichten wollen. Die Levelabschnitte selbst folgen noch immer diesem Schema. Dabei hätte es so viel schöner sein können. Es gibt unglaublich große Städte, die einfach darauf warten erkundet zu werden. Leider fühlt man sich dabei zu sehr an die Hand genommen. Es ist nicht möglich einfach in ein Haus zu gehen oder aber verschiedene Shops zu besuchen. Ein Blick auf die Karte zeigt schnell wo es wie langzugehen hat. Dennoch ist es schön zumindest wieder Städte mit Menschenmassen sehen zu können, was man in FF13 schmerzlichst vermisste.


Alter Kampf in neuer Frische

Beim Gameplay hat sich auf den ersten Blick nur wenig verändert. Das Kampfsystem von Final Fantasy 13 wurden größtenteils übernommen. Jetzt hat man allerdings noch die Möglichkeit Monster zu fangen hinzugefügt. Ist während eines Kampfes ein Monster gefangen worden, kann es fortan an eurer Seite kämpfen. Verändert hat sich die Anzahl der Party-Mitglieder. Bis auf einige Ausnahmen reisen Noel und Serah immer zusammen durch Raum und Zeit.

Das Paradigmen-System, welches es euch ermöglicht schnell zwischen passiven und aktiven, sowie Zauberstilen zu wechseln, ist ebenfalls wieder mit integriert worden. Geändert wurde im Prinzip nur, dass der dritte Platz nun von einem Monster besetzt ist, statt eines anderen Charakters. Die neuen „Haustiere“ von Noel und Serah erweisen sich dabei als treue Gefährten. Sammelt man während eines Kampfes genügend Empathiepunkte können die Monster eine besondere Attacke oder einen starken Angriffs- bzw. Hilfszauber wirken.

Von Zeit zu Zeit treffen unserer Heroen auf bekannte Gesichter des 13. Teils. Charaktere wie Hope und Snow kreuzen eure Wege und sind ein wichtiger Aspekt der Geschichte. Vereinzelt kämpfen sie sogar an eurer Seite, jedoch nie von Dauer. Da es beide immer wieder in eine andere Zeit verschlägt. Dies ermöglicht euch der Historia Crux. Eine Sphäre zwischen den verschiedenen Zeitlinien. Es ist auch euer Anlaufpunkt Nummer eins. Im Crux könnt ihr verschiedene Welten besuchen, auf denen neue Portale auf euch warten. Die Portale wiederum sind Schlüssel zu neuen Zeitlinien, die man dann im Historia Crux besuchen kann.

Das Hauptziel der beiden Zeitreisenden ist jedoch die Beschaffung sogenannter Artefakte. Diese wiederum sind die Schlüssel zu den Portalen. Dies kann nach dem gefühlten 100.  Mal frustrieren, da man immer das Gleiche machen muss: Finde ein Portal, finde das Artefakt und kämpfe dir den Weg zu beiden frei. Abhilfe schaffen da die vielen Sidequests, die man von einigen NPCs entgegennehmen kann.

Noel und Serah werden auf ihrer Reise natürlich auch stärker. Im überarbeiteten Kristarium könnt ihr, wie schon in Final Fantasy 13, die verschiedenen Kampfarten steigern. Dabei erhöhen sich die Lebens- und Angriffspunkte automatisch, je nach Kampfart, sind Brecher, Verheerer und Verteidiger stärker oder schwächer. Mit steigendem Level können noch andere Rollen freigespielt werden, wie Heiler, Augmentor und Manipulator. Eure treuen Monster könnt ihr mit verschiedenen Items ebenfalls aufsteigen lassen. Sie erlernen dann, ähnlich wie Noel und Serah, neue Fähigkeiten, die sie im Kampf einsetzen können.

Sehr enttäuscht hat uns die geringe Waffenauswahl. Noel als auch Serah sind in der Lage neue Waffen zu kaufen oder zu finden. Jedoch ändert sich nur die Farbe und Kampfkraft der Waffe. Erwerben kann man Waffen und Gegenstände bei nur einer Händlerin, die, sobald man sie sieht, sofort ins Auge sticht – man sollte sich als Mensch eben nicht als Chocobo verkleiden.

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Schön wie eh und je

Bei allen Fehlern war Final Fantasy 13 dennoch ein Augenschmaus. Grafisch hat Square Enix PS3 und Xbox 360 an die eine oder andere Grenze getrieben. Auch Final Fantasy 13-2 ist wunderschön anzusehen, hat sich jedoch auf den ersten Blick grafisch nicht weiterentwickelt. Nur im Detail, wie einige Texturen, ist zu erkennen, dass man nicht auf der faulen Haut lag. Wirklich überzeugt hat uns die Lippensynchronisation der Charaktere. Die englische Sprachausgabe, die mit deutschen Untertiteln versehen ist, ist nahezu perfekt angepasst worden. Optisch bleibt Final Fantasy 13-2 weiterhin ein Highlight.

Wie sieht es beim Sound aus? Tja, die Werke von Nobuo Uematsu scheinen lange vergessen zu sein. Jetzt hört man während der Kämpfe und der Sequenzen eine Mischung aus Jazz und Metal, die mal mehr und mal weniger ins Spiel passt. Hier hat Square Enix wieder einige Arbeit vor sich, um die alten Standards eines Final Fantasy VII oder VIII zu erreichen.

Fazit:
Square Enix hat aus den Fehlern gelernt. Der Historia Crux bietet endlich die ersehnte Freiheit und auch die Story und damit die Atmosphäre des Spiels wurden verbessert. Es hat einen weiteren Titel gebraucht bis man wieder tiefer in die Welt von Final Fantasy eintauchen kann, ohne sich fragen zu müssen was man hier eigentlich gerade macht. Gut umgesetzt ist auch die neue Fähigkeit Monster mit in den Kampf zu nehmen, sobald man sie fangen konnte. Dieses Feature fühlt sich so natürlich an, dass man sich fragen muss: „Warum erst jetzt?“

Leider gibt es auch wieder einige Aspekte die uns sauer aufstoßen. So hätten wir uns bei der Waffenauswahl mehr Kreativität und beim Soundtrack ein höheres Niveau gewünscht. Zudem hätte man sich mehr bemühen müssen auch Final Fantasy-Neulinge anzusprechen.

Dennoch gehört Final Fantasy XIII-2 in jede gut sortierte Videospielsammlung .Von uns gibt trotz einiger Schwächen eine klare Kaufempfehlung. 

“… eine klare Kaufempfehlung”

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