Montag , September 24 2018
Laptop with poker cards and poker chips

Hilfreiche Strategien für Online-Poker

Poker-Anfänger oder Leute, die noch nie Poker gespielt haben, halten Poker oft für ein Spiel, das auf dem Zufall basiert. Sie gehen davon aus, dass die Runde nach dem Verteilen der Karten gelaufen ist. Derjenige mit dem höchsten Blatt wird gewinnen und damit ist das Spiel bereits entschieden. Gerade bei Neulingen sieht man es immer wieder, dass sie sich zu häufig auf ihre Karten verlassen. Dabei übersehen sie viele wichtige andere Parameter des Spiels, wie zum Beispiel das Setzverhalten der Gegner.

Wenn man einmal selber am Poker-Tisch – real oder virtuell – gesessen hat, sieht man die Sache schon ganz anders. Es ist mitnichten immer der Spieler mit dem besten Blatt, der am Ende auch gewinnt. Deshalb ist die richtige Strategie beim Pokern so wichtig. Selbst mit einem schlechten Blatt auf der Hand kann man ein deutlich besseres Blatt schlagen. Vorausgesetzt, man hat die richtige Taktik. Die folgenden Taktiken gelten insbesondere für die beiden derzeit beliebtesten Poker-Varianten, Texas Hold’em und Omaha Hold’em.

Eine grundlegende Taktik ist es, nicht „on tilt zu gehen“. Das bedeutet, seine Emotionen unter Kontrolle zu haben und sich nicht von seinen Gefühlen beeinflussen zu lassen. Die Gegner werden immer versuchen zu reizen, zu provozieren oder sonst eine emotionale Reaktion hervorzurufen. Das darf man registrieren, es darf einen aber nicht zu stark beeinflussen. Mit Emotionen trifft man schnell falsche Entscheidungen oder zeigt durch falsche Vorgehensweisen, welche Taktik man gewählt hat. Es ist also extrem wichtig, das „on tilt gehen“ zu vermeiden. Selbst wenn es mal in einem Spiel wirklich schlecht läuft, darf man nicht vergessen, dass immer ein nächstes Spiel kommt. Online gilt dieser Grundsatz sogar noch mehr als am realen Poker-Tisch.

Grundsätzlich gibt es beim Poker die Taktiken Longball Game und Smallball Game. Longball bedeutet ein sehr aggressives Spiel, bei dem fast durchgehend erhöht wird. Der Pot wird so sehr schnell sehr groß. Das hat den Nachteil, dass man schnell All-In gehen muss, um mit den aufgerufenen Summen noch mithalten zu können. Beim Smallball wird auch schnell, aber immer nur in kleinen Mengen erhöht. Diese Spielweise kann man bei Turnieren nur in den ersten Runden nutzen, denn anschließend werden die Blinds zu hoch im Vergleich zum eigenen Stack. Es gilt die Regel, dass die Poker-Kompetenz bei Smallball-Spielern höher ist als bei Longball-Spielern. Das ergibt sich daraus, dass der Flop – die ersten drei aufgedeckten Gemeinschaftskarten – für diese Spielweise sehr wichtig ist. Um den Flop richtig einschätzen zu können, braucht es einiges an Erfahrung.

Besonders beim Texas Hold’em sollte man ein Slow Play vermeiden, wenn man eine starke Hand hat. Ein Slow Play hat die Eigenschaft, dass die Spieler ihre Einsätze nur langsam erhöhen und das Spiel deshalb nur langsam an Fahrt aufnimmt. Entsprechend gemächlich wächst der Pot an. Hat man eine schwächere Hand, muss man daher umso aggressiver spielen, um den eigenen Stack zu erhöhen. Die Gegner können also schnell durchschauen, dass man bei einem aggressiven Spiel eine schlechte und bei einem langsamen Spiel eine starke Hand hat. Ein guter Gegner wird diese Erkenntnis sofort für sich nutzen.

Eine Taktik für Fortgeschrittene ist der Semi Bluff. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus einem Bluff und einem Draw. Bei einem Draw fehlt dem Spieler noch eine Karte, um seine Hand zu vervollständigen. Der Klassiker dabei ist die fehlende Karte für einen Flush. Den Semi Bluff nutzt ein Spieler also, um seinen Draw wie eine schon fertige Hand zu spielen. Im Gegensatz zum klassischen Bluff hat er also wirklich etwas auf der Hand, wenn auch wenig. Durch den Semi Bluff soll der Gegner zum Aussteigen gezwungen werden.

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