Freitag , August 29 2014
PlayStation Vita – Das Hardware-Review

PlayStation Vita – Das Hardware-Review

Am 22. Februar veröffentlicht Sony die PlayStation Vita endlich auch in Europa. Fans weltweit freuen sich auf das neue Handheld aus dem Hause Sony. Wir haben vorab einen Blick auf die PS Vita werfen können und wollen euch unsere Eindrücke im folgenden Test näherbringen.

Es ist mehr als ein Jahr vergangen, seit Sony die Vita angekündigt hat. Damals wurde die mobile Konsole noch als NGP (Next Generation Portable) angekündigt. Was hat sich seit dieser Zeit getan? Im Grunde nicht viel – Hardware und Aussehen haben sich nur marginal verändert. Alle angepriesenen Features sind im Grunde vorhanden.

Dazu zählt das fünf Zoll große OLED-Display mit Multitouch, die Auflösung von 960×544 Pixel mit 16 Millionen Farben. Erstmals bei einem PlayStation-Handheld hat Sony zwei Analog-Sticks verarbeitet. Jeder PS3-Besitzer dürfte sich sofort „heimisch“ fühlen, da die Anordnung der Tasten und Sticks dem des PS3-Kontrollers nachempfunden wurde. Auf der Rückseite des Geräts befindet sich das Multi-Rearpad. Damit können in einigen Spielen besondere Befehle oder Aktionen ausgeführt werden. Im Kern der Vita schlägt der ARM CortexTM-A9-Core Prozessor(4 Kerne), während sich der SGX543MP4+ GPU um die Grafik kümmert.

Noch vor einigen Monaten wurde behauptet, dass man den Arbeitsspeicher auf die Hälfte reduziert hätte, was nicht der Wahrheit entsprach und entspricht. Es sind noch immer 512 MB RAM und 128 MB VRAM an Board der PlayStation Vita verbaut.

Mobil und mobiler

Sony liefert die PS Vita in zwei Modellen aus. Die Wifi-only Variante verzichtet auf eine 3G-Anbindung und kostet 249 Euro. Wer auch unterwegs dauerhaft online sein möchte, greift zum 3G-Ableger, der für 299 Euro in den Handel kommen wird. Dort bietet neben der Wifi-Option auch die Möglichkeit eine Sim-Karte zu nutzen. Bis auf den Preis und die mobile Verbindung zum Internet, außerhalb der eigenen vier Wände, oder dort wo eine offene Wifi-Anbindung angeboten wird, gibt es keinerlei technische Unterschiede.

Bevor man allerdings loszocken kann, benötigt man eine Memory Card bzw. eine Speicherkarte. Ohne diese Karte kann das Gerät zwar bedient und Spiele gespielt werden, jedoch gibt es keine Möglichkeit zum Speichern, da die Vita gänzlich ohne interne Speichermöglichkeit in den Handel kommen wird. Drei Speicherkarten werden von Sony angeboten: 4 GB (19,95 Euro), 8 GB (34,95 Euro) und 16 GB (50 Euro), was wohl ein tiefes Loch in die Brieftaschen der Fans brennen dürfte.

Gut verarbeitet?

Sony hat es schon immer verstanden hochwertige Geräte zu entwickeln, die dann allerdings auch ihren Preis haben und hatten. Auch die PS Vita macht da keine Ausnahme. Hat man die Konsole erst einmal ausgepackt merkt man sofort wie hochwertig diese ist. Frei nach dem Motto: „Was schwer ist, kann nicht schlecht verarbeitet sein.“ Die 279 (3G) Gramm bzw. 260 (Wifi) Gramm machen sich deutlich bemerkbar ohne zu schwer zu sein. Die Vita hat sozusagen das „perfekte“ Gewicht – nicht zu schwer und nicht zu leicht.

Die Vita selbst ist gänzlich aus Kunststoff, ohne dabei den Eindruck zu vermitteln „billig“ zu sein. Links und rechts neben dem Rearpad findet man zwei Vertiefungen für die Finger. Die Mulden sind extra beschichtet, sodass man während des Spielens nicht den Halt verliert oder ständig nachfassen muss. Die in der PS Vita verbauten Lautsprecher leisten hervorragende Arbeit. Ein überschreien oder unschöne Töne hört man zu keiner Zeit. Nur die Platzierung direkt neben den Daumen hätte man überdenken können, da es manches Mal vorkommt, dass man mit dem eigenen Daumen die Boxen verdeckt.

Bei der Größe der Vita werden sich die Geister scheiden. Ist sie zu groß oder noch im Rahmen dessen, was man in eine Hosetasche stecken würde? In eine Hosentasche wird die Vita sicherlich nur schwer Platz finden. Mit ihren 18,2 Zentimetern fällt es oftmals schwer, für Menschen mit normalgroßen Händen, die Mitte des Touchdisplays zu berühren ohne dabei die Position der Hand zu ändern. Dafür kann die Vita mit ihrer Höhe punkten. Nur 1,86 Zentimeter werden hier gemessen.

Für Gamer, die alle Features, zu denen wir gleich kommen, der PS Vita nutzen wollen ist die Akkuleistung ein wichtiger Aspekt. Nach rund zwei Stunden ist die Vita, sofern sie komplett leer war, wieder voll aufgeladen und hält dann, im normalen Betrieb, ohne Wifi, 3G und andere Spielereien rund fünf Stunden. Sind die Features aktiviert kann die eine oder andere Stunde schon fehlen. Es empfiehlt sich für Dauergamer also das Ladekabel immer dabei zu haben.

Farbenfrohes Lichterspiel

Eingangs haben wir bereits erwähnt, dass die PlayStation Vita mit einem OLED-Display ausgestattet ist. Schon nach den ersten Sekunden des Einschaltens entfalten sich alle Vorzüge des Displays. Farben werden wunderschön und mit einer hohen Tiefe dargestellt und selbst bei direktem Sonnenlicht kann man die Anzeige noch gut erkennen. Nachdem das Intro-Video vorüber ist, welches euch die Vorteile der Vita näherbringen möchte, wird man sofort mit der neuen Bedienoberfläche konfrontiert. Eine Fingerfreundliche Bedienoberfläche erwartet euch. Bunt und farbenfroh, fast schon so bunt wie bei der Konkurrenz mit dem großen „N“. Damit man die neuen Funktionen der Vita schnell versteht hat Sony das Begrüßungscenter implementiert. Dort könnt ihr auf spielerische Art und Weise alle Funktionen kennenlernen – ganz gleich ob Touchscreen, Rearpad, Mikrofon oder Kamera – in kleinen Minispielen bringt man euch schonend alle Features des neuen Handhelds bei. Anders als bei der PSP wird die Vita komplett über das Touchdisplay bedient. Es macht also wenig Sinn den linken Analog-Stick bzw. das Steuerkreuz dafür zu benutzen, auch wenn man es rein intuitiv beim ersten Mal versucht. Schnell dürfte auch jedem klar werden, dass man bei der Menüführung einen komplett anderen Weg eingeschlagen hat, als bei PSP und PS3.

Darüber hinaus kann man sich mit anderen Menüpunkten wie „Near“ selbst beschäftigen. Diese Funktion erlaubt es euch einen Chatraum, für Sprach- und Textchat, für bis zu acht Leute zu erstellen. Mit wem ihr euch unterhaltet ist dabei euch überlassen. Freunde könnt ihr mit wenigen Berührungen einladen oder man erlaubt es Dritten dem Chat beizutreten. Bereits klar ist gewesen, dass man die PS Vita und PS3 mit einander verbinden kann, dies geschieht über die Bluetooth-Schnittstelle.

Dieser Bildschirm ist zu klein für uns beide

Cross-Gaming ist dabei das Zauberwort. So wird es Spiele, wie Wipeout 2048, geben, die es euch ermöglichen gegeneinander anzutreten, ohne dabei das Bild auf dem TV zu splitten. Einfach die Vita mit der PS3 verbunden, das Spiel einlegen und schon kann man zusammen gegeneinander spielen.

Schwer wird es nur dann, wenn man einen PSN (SEN)-Account auf dem Gerät wechseln möchte. Es empfiehlt sich gleich für nur einen zu entscheiden, denn ein Wechsel ist nur mit einem Reset des Handhelds möglich. Wieso das so ist kann man nur erahnen. Wir tippen auf Sicherheitsmaßnahmen. Bekannt ist dies jedoch schon einige Zeit, was es allerdings nicht schöner macht.

Fazit:

Man freut sich nicht nur sobald die PS Vita geliefert wird, auf das Auspacken, sondern auch sobald man das Gerät in den Händen hält. Ein stylisches Design, eine hochwertige Verarbeitung und gute Technologie lassen die Gamerherzen höher schlagen. Aber jede Medaille hat zwei Seiten.

Der Lieferumfang hätte sparsamer nicht sein können. Netz- und USB-Kabel sind neben einer kurzen Anleitung und einigen Karten die einzige Beilage. Das Fehlen eines internen Speichers wird ebenfalls schmerzlichst vermisst, da man ohne Speicherkarte förmlich aufgeschmissen ist.

Trotz dieser Aspekte schaffte es die PS Vita uns zu überzeugen. In Zeiten von Smartphones und Tablet-PCs ist es nicht leicht beim mobilen Gaming zu punkten. Durch die großartige Verarbeitung und die vielen Features hat sich Sony jedoch selbst einen Platz in diesem Markt geschaffen. Ist der recht hohe Preis für die Vita gerechtfertigt? Ja, sagen wir, denn derzeit gibt es noch kein Smartphone oder Tablet, dass eine solche Gaming-Erfahrung in einem so gelungenen Paket abliefert. 

“…ein großartiges Gerät”

 

 

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