Samstag , November 18 2017

Review: Batman Arkham Knight – Der dunkle Ritter ist zurück

Nach dem eher mäßigen Erfolg von Batman: Arkham City hat sich einmal mehr Entwickler Rocksteady der wohl bisher besten Videospielumsetzung seit Langem angenommen. Das Resultat dessen hört auf den Namen Batman: Arkham Knight. Arkham Knight soll der Vorerst letzte Ableger der Reihe werden. Wir haben uns Batman: Arkham Knight genau angeschaut und wollen nun klären ob man wieder zur alten Stärke zurückfinden konnte.

Am Tag seines Todes war er allein. Nur wenige Menschen beweinten sein Ableben, denn kaum jemand sah die Dinge so wie er. Niemand, der seinen Weg gehen wollte – war es denn nicht Wahnsinn? Commissioner James Gordon war es, der die Flammen startet, die seinen Körper fraßen, doch vergessen ist er nicht. Seine Taten brachten Unheil, Schrecken und Wahnsinn über Gotham und nur einer konnte ihm Einhalt gebieten – Batman.

Aber auch seine Zeit ist begrenzt, seine Fähigkeiten stoßen irgendwann an Grenzen, die er nicht überschreiten kann. Eine neue Nacht ist über Gotham eingebrochen und obwohl der Joker tot ist, ist das Verbrechen nicht gestorben. Crane, auch Scarecrow genannt, ist bereit den Platz des Jokers einzunehmen, doch nicht alleine. Es gibt eine neue Bedrohung, eine Bedrohung die alles über Batman weiß. Seine Schwächen, seine Stärken und seine Achillesferse – der Arkham Knight. Dies ist die letzte Nacht, in der Batman über Gotham wacht, oder etwa doch nicht?

BatmanArkhamKnight2

Das hat uns gefallen:

Erstmals hat Rocksteady einen Titel für die neuen Konsolen entwickelt. Basierend auf der Unreal Engine 4 hat Batman: Arkham Knight schon in den ersten Trailern die Massen begeistern können. Machen wir es kurz: Grafisch ist Batman: Arkham Knight ein Hochgenuss.

Zwar ist Gotham City wieder komplett „leer“, bis auf einige Schurken und Autos, die ihre Runden drehen, doch die eingesetzten Effekte und die Weitsicht ist alle Mal eine Entschädigung dafür. Schon das unglaublich atmosphärische Intro des Spiels konnte uns sofort in seinen Bann ziehen. Rocksteady zeigt einmal mehr, dass sie einfach wissen, wie man eine Geschichte erzählt, wie man gewisse Reize einsetzt, um gewünschte Reaktionen hervorzurufen. Womit wir nun an der nächsten Stärke des Spiels angekommen sind.

Die gesamte Inszenierung des Spiels ist ein kleines Meisterwerk für sich. Rocksteady baut dieses Mal weniger auf eine dunkle Atmosphäre, sondern fügt dem ganzen noch eine große Portion Wahnsinn hinzu. Zudem darf man sich wieder auf altbekannte Feinde freuen, wie den Pinguin, Two Face und natürlich den Riddler, um nur einige zu nennen. Unterstütz wird all dies auch durch den hervorrangenden Sound.

Rocksteady und Warner haben keine Kosten und Mühen gescheut und auch im Deutschen die typischen Batman-Stimmen verpflichtet. Jeder, der die letzte Filmtrilogie gesehen hat, erkennt sofort die Stimme Alfreds und natürlich auch die vom dunkeln Ritter selbst. Auch die anderen Protagonisten liefern einen unglaublich guten Job ab, sodass die Atmosphäre des Spiels zu keiner Zeit leidet.

Erstmals innerhalb der Arkham-Reihe lässt uns Rocksteady auch eines von Batmans Spielzeugen nutzen: das Batmobil. Anders als in den Comics ist das Batmobil ein wahrer Panzer, mit Geschützturm und eigenem Kampfmodus. Sobald dieser aktiviert ist gibt es nur wenige Fahrzeuge die dem Beschuss aus den Kanonen lange standhalten können. „Normal“ Gegner werden zudem mit einem etwas kleineren Kaliber beschossen, natürlich mit Gummigeschossen. Das Batmobil wird allerdings nicht nur zum Kampf eingesetzt, sondern auch für diverse Rätsel und andere Aufgaben. Batman selbst steuert sich wie gewohnt. Neue Gadgets gibt es keine, nur die Einsatzgebiete wurden erweitert. Durch seinen neuen Anzug ist die Fledermaus nun auch in der Lage schneller die Feinde ins Jenseits zu schicken, was sich nahtlos ins gewohnte Gameplay einfügt.

BatmanArkhamKnight1

Das hat uns nicht gefallen:

Der größte Minuspunkt des Spiels ist bedauerlicherweise auch das neue Element im Spiel: das Batmobil. Viel zu oft wirkt es einfach so, dass man den Fans zeigen will, was die „Karre“ alles kann. Dinge, die Bats in den Vorgängerteilen noch „zu Fuß“ erledigte werden nun mit Batmobil gemeistert.

Zudem reagiert das Fahrzeug in diversen Situationen nicht so wie man es sich gerne wünscht. Fährt man beispielsweise innerhalb eines Tunnels, tendiert das Batmobil dazu gerne kopfüber zu fahren. Versucht man es wieder in die Spur zu bringen endet es oft damit, dass man einfach senkrecht runterfährt und so einen Feind aus den Augen verliert oder selbst zerstört wird. Schade ist auch, dass man Batman keine neuen Gadgets spendiert hat, die er gegen seine Feinde ins Feld führt. Alles wurde auf das Batmobil ausgelegt, was dem ganzen die Würze nimmt.

Der letzte Minuspunkt des Spiels ist leider die Geschichte selbst. Oftmals weiß man schon, was wohl als nächstes passiert. Es hätte hier etwas frischeres benötigt, etwas mehr Myterium.

Fazit:

Rocksteady konnte immer durch Qualität überzeugen und durch geschickte Inszenierung und vor allem Atomsphäre. Auch mit Batman: Arkham Knight beweist das Studio einmal mehr, dass sie Meister dieser Klassen sind. Sowohl in puncto Grafik, Sound und Gameplay setzte man sich mit Arkham Night einmal mehr neue Maßstäbe.

Einzig zwei Dinge könnte man als kleines Haar in der Suppe betrachten. Der Schwerpunkt des Gameplays wurde zu stark auf das Batmobil gelenkt und die Geschichte ist stellenweisen vorhersehbar. Dennoch ist Batman: Arkham Knight der bisher beste Teil der Reihe und erhält von uns eine Kaufempfehlung. Nur PC-Gamer sollten warten, bis alle Fehler behoben sind.

Wertung

Grafik - 95%
Sound - 96%
Gameplay - 88%
Umfang - 93%

93%

Sehr Gut!

Rocksteady hat ein weiteres Meisterwerk abgeliefert. Nicht frei von Schwächen und Fehlern - besonders auf dem PC, doch ist mit Batman: Arkham Knight der beste Teil der Reihe entstanden

User Rating: 4.9 ( 1 votes)

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