Mittwoch , April 26 2017

Review – Batman Arkham Origins – Die Fledermaus im Test

Warner Brothers hat mit der Batman: Arkham-Reihe bereits viele Erfolg eingefahren. Nach einem Besuch im Irrenhaus und in der Gefängnisstadt folgte jetzt mit Batman: Arkham Origins, Gotham City selbst. Wir haben uns die Ursprünge Batmans ganz genau angeschaut und haben unsere Eindrücke in diesem Review für euch zusammengefasst.

Willkommen in Gotham City. Einst eine Stadt, die so schön und reich war, dass hier nur die nobelsten Leute residiert haben. Wolkenkratzer sprossen wie Bäume aus dem Boden und wohin man sah, konnte man Wohlstand erkennen. Heute ist es nicht mehr so. Sobald die Nacht einbricht, zeigt die Stadt ihr wahres Gesicht. Kriminelle aus allen Schichten warten nur darauf, aus den finsteren Ecken zu kommen und den Schrecken auf Gothams Straße zu bringen.

Aber hoch über den Straßen lauert eine neue Gefahr. Nicht etwa für die friedlichen Bürger Gothams, sondern für die Kriminellen, die Korrupten, die Irren. Es heißt, dass es einen selbst ernannten Rächer gäbe – der stärker, klüger und schneller ist als seine Feinde. Leise, heimlich und ohne viel Aufsehen holt er sie von den Straßen, hängt sie gut sichtbar, aber lebend für die Polizei auf. Sein Name wird geflüstert. Nur ein Schatten war zu sehen, doch der Bankraub wurde vereitelt. Weder Polizei noch die Kriminellen wissen wirklich, ob es diesen Batman wirklich gibt.

Seit zwei Jahren setzt er alles daran, die Straßen Gothams zu säubern, denn nie wieder soll ein Kind seine Eltern verlieren, nie wieder soll Ungerechtigkeit siegen. Doch diese zwei Jahre waren gar nichts, denn selbst Batman weiß nicht, dass die schlimmste Nacht seines Lebens auf ihn wartet. Black Mask – ein berüchtigter Boss der Unterwelt – hat ein Kopfgeld in Höhe von 50 Millionen Dollar auf Batman ausgesetzt. Jetzt kommen sie alle, um den Kopf der Fledermaus zu holen.

Batman Arkham Origins 2

Das hat uns gefallen:

Entwickler Warner Bros. Games Montréal haben auf vertraute Elemente gesetzt. So wird sich jeder, der bereits die Vorgänger gespielt hat, schnell in der Welt von Arkham Origins auskennen. Die Grundfunktionen der Steuerung sind gleich geblieben. Egal ob Kampf, Flug oder Detective-Mode, sie alle sind im Grunde die gleichen. Nur beim Detective-Mode hat man ordentlich zugelegt. Batman kann jetzt eine Tat rekonstruieren, um so neue Hinweise zu finden.

In der deutschen Vertonung von Batman: Arkham Origins hat Warner keine Kosten und Mühen gescheut. Die Stimme vom Joker und Batman haben sich nicht geändert, allerdings ist Alfred jetzt mit der originalen Stimme aus den Batman-Filmen versehen worden, was im Übrigen auch für Bane gilt. Wer den letzten Batman-Film gesehen hat, wird schnell heraushören, dass Banes Synchronsprecher hier am Werk war und sogar versuchte, die gleiche Betonung wie in den Filmen zu erreichen.

In puncto Grafik setzt Warner einmal mehr auf die Unreal Engine 3, die mit schicken Effekten bei Licht und Schatten und im Schnee glänzen kann. Bei der Gestaltung der Bösewichte hat man sich nicht von den Filmen beeinflussen lassen und ist eher den Comics treu geblieben. Bane ist ein mit Schläuchen versehener Riese, Killer Croc furchteinflößend wie nie und auch die anderen Widersacher Batmans sind schnell erkannt.

Gut fanden wir auch, dass Warner die Vorgeschichte zu den einzelnen Feinden erzählt. Joker trifft auf Batman und man erkennt endlich, was Joker in Batman sieht und vor allem warum.

Batman Arkham Origins 1

Das hat uns nicht gefallen:

Obwohl Batman: Arkham Origins ein gutes Spiel ist, ist es nicht frei von Fehlern. Die von uns gespielte PS3-Version weist diverse Ruckler auf, sobald das Spiel speichert. Spielt man zudem länger, scheint auch die Framerate müde zu werden und startet eine kleine Diashow. Glücklicherweise eher selten. Zudem mussten wir des Öfteren neu laden, da das Spiel nicht gemerkt hat, dass man weiterspielen kann oder will. So standen wir einmal umzingelt von einer kleinen Armee von Feinden und konnten nicht schlagen. Allerdings galt das auch für die Feinde, was recht lustig war. Drohgebärden und starke Sprüche aber mehr wurde aus diesem Tanz nicht. Erst als wir den Checkpoint neu geladen haben, konnten wir unseren Widersachern zeigen, was wir von ihren Sprüchen so halten. Wirklich schade ist, dass Gotham City wie leergefegt wirkt. Zwar laufen die üblichen Schurken auf den Straßen rum und einige Korrupte SWAT-Mitglieder, allerdings keine „normalen“ Menschen. Dabei handelt es sich doch angeblich um Gotham City selbst und nicht um Arkham City. Immerhin soll es eine Begründung dafür geben. In der Nacht vor Weihnachten tobt ein schwerer Schneesturm und soll alle Menschen in die eigenen vier Wände vertrieben haben. Zudem gibt es eine Ausgangssperre, da acht der schlimmsten Kriminellen überhaupt Gothams Straßen unsicher machen. Klingt in unseren Ohren leider etwas zu sehr nach Ausrede.

Obwohl das Gameplay solide ist, hätte man hier neue Elemente hinzufügen können. Gerade drei Neuerungen wie Blitzhandschuhe oder Klebegranate haben Einzug gehalten. Allerdings sind diese Features dafür auch sehr passend und unterhaltsam.

Was uns allerdings die meisten Falten auf die Stirn getrieben hat, war die Story. Eine Stadt voller Schurken und ein noch unerfahrener Batman. Allerdings hat Batman bereits zwei Jahre Erfahrung und macht nicht den Eindruck, dass er sich anders verhält, als in den beiden Vorgängerteilen. Wir hätten uns einen Abschnitt gewünscht, in dem er noch nicht als Batman unterwegs ist, sondern seine Fähigkeiten noch austestet. Batmans Ursprung finden wir hier also nicht wirklich.

Fazit:

Batman Arkham Origins ist ein gutes Spielmmit vielen guten Ansätzen. Nur den versprochen Ursprung von Batman haben wir nicht finden können. Zudem gab es zu wenige Neuerungen, so dass schnell ein Gefühl aufkommen könnte, dass man einfach nur ein neues Spiel auf den Markt bringen wollte, um mit der Lizenz Geld zu verdienen.

Ganz so ist es aber nicht. Warner Bros. gewährt uns unter anderem einen Blick auf die Hintergründe der verschiedenen Feinde Batmans, ohne dabei aber alle Geheimnisse aufzuklären. Wir hatten mit Batman Arkham Origins unseren Spaß. Jeder, der die beiden ersten Teile mochte, wird auch mit diesem Spiel gut bedient sein, wenngleich man nicht zu viel erwarten sollte.

Warner Brothers hat mit der Batman: Arkham-Reihe bereits viele Erfolg eingefahren. Nach einem Besuch im Irrenhaus und in der Gefängnisstadt folgte jetzt mit Batman: Arkham Origins, Gotham City selbst. Wir haben uns die Ursprünge Batmans ganz genau angeschaut und haben unsere Eindrücke in diesem Review für euch zusammengefasst. Willkommen in Gotham City. Einst eine Stadt, die so schön und reich war, dass hier nur die nobelsten Leute residiert haben. Wolkenkratzer sprossen wie Bäume aus dem Boden und wohin man sah, konnte man Wohlstand erkennen. Heute ist es nicht mehr so. Sobald die Nacht einbricht, zeigt die Stadt ihr wahres Gesicht.…

Review Übersicht

Grafik - 85%
Sound - 89%
Gameplay - 80%
Umfang - 80%
Story - 82%

83%

Gut!

Etwas wenig Origin, dafür aber jede Menge Action und ein Staraufgebot der DC-Schurkenwelt.

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