Mittwoch , Januar 18 2017

Review – Battlefield 4 – Der Vorzeige-Shooter im Test

EA will seit langem wieder an die Spitzer des Shooter-Genres klettern. Dabei helfen soll vor allem Battlefield 4, das kürzlich für PS3, Xbox 360 und PC erschienen ist. Wir haben uns unseren Alienware M18 Laptop gekrallt und das Spiel auf Herz und Nieren für euch getestet.

Was für ein Höllenritt. Keiner fährt wie Recker, allerdings hat es nicht gereicht. Die Feinde waren uns zahlenmäßig haushoch überlegen. Jetzt sinken wir langsam aber sicher dem Grund des Meeres entgegen. Die anderen sind noch bewusstlos, Irish wird sicher nicht verstehen, was ich gleich vorhabe, aber es ist die einzige Möglichkeit, wie sie überleben können.

Wenn ein Wolf verwundet ist, beißt er sich sein eigenes Bein ab. Das wurde uns immer und immer wieder eingetrichtert. Das schwächste Glied der Kette muss entfernt werden, damit der Rest des Rudels überleben kann.

Recker wird sie führen müssen, kein anderer kann es. Irish ist viel zu hitzköpfig und verliert schnell den Blick für’s Wesentliche. Pac ist gut, aber es fehlt ihm einfach an Erfahrung. Es ist schon lustig, jetzt wo sich mein Ende klar abzeichnet. Unser Squad Tombstone – nie war ein Name passender. So soll nun ich der Grabstein werden, damit die Jungs überleben können.

Wo sind wir nur hineingeraten, das ist kein normaler Einsatz mehr, sondern ein Krieg, aber wer greift uns nur an?

BF4 2

Das hat uns gefallen:

Wir haben die PC-Version von Battlefield 4 gestestet. Welche Spezifikationen unser Alienware Laptop hat, könnt ihr im dazu gehörigen Test noch einmal genauer nachschlagen.

Nachdem wir unsere Grafikeinstellungen auf Ultra geschraubt haben und alle Effekte aktiviert waren, konnte uns Battlefield 4 einen Blick auf die nächste Generation verschaffen. Nicht zwangsläufig die nächste Hardware-Generation von Konsolen, sondern die nächste Grafikgeneration. Details, wohin das Auge blickt. Bis auf wenige Ausnahmen ist Battlefield 4 der mit Abstand schönste Shooter, den man derzeit spielen kann. Grafisch zeigt DICE mit der Frostbite 2 Engine, dass sie sich vor keinem Spiel, egal welchem Genre es angehört, verstecken müssen.

Auch der Sound versteht uns zu verzaubern. Die deutsche Synchronisation, in der unter anderem Moritz Bleibtreu mitgewirkt hat, passt ins sehr stimmige Gesamtbild. Puristen, die lieber das originale Feeling erleben möchten, sollten die Spracheinstellung auf „english“ wechseln, erst dann ist die Lippenbewegung komplett mit dem Gesprochenen synchron. Musikalisch hat DICE ähnlich starke Töne um die Ohren des Spielers, wie schon im dritten Teil. Die Soundeffekte sind wie immer auf einem sehr hohen Niveau und lassen kaum Wünsche offen.

Beim Gameplay gibt es keine erwarteten AHA-Effekte. Es ist eben ein Shooter und das, was Battlefield 4 können soll, kann es sehr gut. Wie immer hat DICE bei der Entwicklung darauf geachtet, dass man während des Spielens das Gefühl hat, selbst als Recker in den Kampf zu ziehen. Egal ob man über Zäune springt oder in die nächste Deckung sprintet, das Gefühl mittendrin zu sein, ist jederzeit vorhanden. Die Mechaniken hinter Battlefield 4 haben sich kaum verändert. Nur der Commander-Modus und die Fähigkeit, im Singleplayer eine Anweisung zu erteilen, welche Feinde unter Sperrfeuer genommen werden, nist neu. Ansonsten hat sich DICE auf altbewährte Mittel verlassen.

Der bereits erwähnte Commander Modus versetzt einen Spieler des Spiels, im Multiplayer, in die Rolle des, nun ja, Commanders. Nur er hat die komplette Übersicht über das Geschehen auf dem Schlachtfeld. Via Tablet oder PC versorgt er seine Truppen mit Waffen oder Fahrzeugen und späht eine allgemeine Taktik aus. Zeitgleich muss er den gegnerischen Commander von den selben Zielen abhalten. Damit gewinnt Battlefield 4 eine taktische Komponente, die uns sehr gut gefallen hat.

Mit dem Second Assault DLC wird dann auch wieder der bekannte und beliebte Modus „Capture the Flag“ Einzug in das Battlefield-Universum halten. Wir freuen uns darauf.

BF4 1

Das hat uns nicht gefallen:

Die Geschichte von Battlefield 4 ist voller Action und Emotionen, doch zeitgleich ist sie auch verwirrend. Warum man in den Kampf zieht und wieso die Feinde plötzlich angreifen, entzieht sich völlig der Erkenntnis des Spielers. Es fehlt Battlefield 4 im Singleplayer deutlich an Tiefe. Man kann sich nicht mit den Soldaten identifizieren und selbst die wenigen Entscheidungen, die man treffen muss, wirken sich kaum auf das eigene Gewissen aus. DICE hätte hier einiges mehr machen müssen, um uns in die Welt von Battlefield 4 abtauchen zu lassen.

Die künstliche Intelligenz von Battlefield 4 hat uns in der Kampagne ziemlich auf Trapp gehalten. Mal waren sie eine echte Hilfe und manches Mal standen sie einfach nur um Weg rum bzw. sind uns vor die Flinte gelaufen. Die k.I. ist also ein zweischneidiges Schwert.

Viele Gamer wissen es bereits: Online ist Battlefield 4 noch von diversen Bugs befallen. Bei manchen Missionen stürzt das Spiel komplett ab, während man bei anderen einfach nur „rausgeworfen“ wird. Ohne ersichtlichen Grund. Zudem haben wir einige Lags bemerkt, die wir aber mal unserer Internetverbindung zuschreiben wollen.

Wie schon zuvor ist Battlefield 4 vor allem Online einfach nur gigantisch groß. Die Maps sorgen dafür, dass man sich schnell mit einem Scharfschützengewehr bewaffnet oder mit einem Granatwerfer. Leider haben wir während des Spielens den Kampf oft mit vielen Campern aufnehmen müssen, was den Fluss des Spiels oft unterbrochen hat.

Fazit:

Battlefield 4 ist eine Grafikbombe. Egal, wo man hinschaut, gibt es knackige Texturen und wunderschöne Effekte. Sound und Synchronsprecher sind ebenfalls auf einem sehr hohen Niveau. Leider kann man dies nicht von der Story in der Kampagne behaupten. Der eigentliche Sinn hinter den Angriffen hat sich nie wirklich ergeben, aber muss ein Soldat immer alles wissen?

EA und DICE dürfen sich aber nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Eine kleine Armee von Bugs versperrte uns oftmals den Weg zu uneingeschränktem Spielspaß, was für eine relativ schlechte Wertung beim Multiplayer von Battlefield 4 sorgt.

Sobald alle Probleme beseitigt sind und auch der Second Assault DLC veröffentlicht wurde, dürfte es für Shooter-Fans allerdings kein Vorbeikommen an Battlefield 4 geben.

EA will seit langem wieder an die Spitzer des Shooter-Genres klettern. Dabei helfen soll vor allem Battlefield 4, das kürzlich für PS3, Xbox 360 und PC erschienen ist. Wir haben uns unseren Alienware M18 Laptop gekrallt und das Spiel auf Herz und Nieren für euch getestet. Was für ein Höllenritt. Keiner fährt wie Recker, allerdings hat es nicht gereicht. Die Feinde waren uns zahlenmäßig haushoch überlegen. Jetzt sinken wir langsam aber sicher dem Grund des Meeres entgegen. Die anderen sind noch bewusstlos, Irish wird sicher nicht verstehen, was ich gleich vorhabe, aber es ist die einzige Möglichkeit, wie sie überleben…

Review Übersicht

Grafik - 97%
Sound - 93%
Gameplay - 89%
Umfang - 82%
Multiplayer - 80%

88%

Gut

Ein Actionfeuerwerk mit flacher Geschichte.

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