Samstag , Mai 25 2013
Review – Darsiders 2 – Der Tod naht

Review – Darsiders 2 – Der Tod naht

Als THQ seiner zeit Darksiders veröffentlicht hat, war es ein Überraschungshit. Die Abenteuer von „Krieg“, der gegen sein Wissen gerufen wurde, um die Menschheit ins Verderben zu stürzen, haben viele Gamer begeistern können. Mit Darksiders 2 taucht nun der biblische vierte Reiter, mit Namen „Tod“, auf. Nicht aber um die Hölle loszutreten, sondern um die Unschuld seines Bruders zu beweisen. Wir haben Tod auf seiner Reise begleitet und wollen euch mit dem nachfolgenden Test offenbaren ob mit Darksiders 2 ein ebenso großer Hit veröffentlicht wurde, wie es beim ersten Teil der Fall war.

Und als es das vierte Siegel auftat, hörte ich die Stimme der vierten Gestalt sagen: Komm! Und ich sah und siehe, ein fahles Pferd. Und der darauf saß, dessen Name war: Der Tod, und die Hölle folgte ihm nach. Und ihnen wurde Macht gegeben über den vierten Teil der Erde, zu töten mit Schwert und Hunger und Pest und durch die wilden Tiere auf Erden. – Offenbarung 6,7.8

Obgleich die Bibel von den vier apokalyptischen Reitern berichtet, sind sie bis zum heutigen Tage glücklicherweise nur in Videospielform aufgetaucht. Nachdem Krieg im ersten Teil seine Unschuld selbst beweisen will, sitzt sein Bruder Tod nicht auf der faulen Haut und versucht seinerseits nicht nur das Gleichgewicht wieder herzustellen, sondern auch Krieg wieder in die Reihen der vier Reiter zu holen. Zeitlich setzt Darksiders 2 fast parallel zum ersten Teil, nur wenige Ereignisse später, nach der Verurteilung durch den Rat, macht sich auch Tod auf die Reise, um seinen Bruder zu helfen.

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Eine spannende Reise

Wie bereits erwähnt spielt sich die Geschichte rund um Darksiders 2 fast zeitgleich zum ersten Teil ab. Dies könnte darauf hinweisen, dass Entwickler Virgil die Kreativität ausgegangen ist – doch weit gefehlt. Obgleich das Ziel fast gleich ist zum ersten Teil geblieben ist, also die Rettung von Krieg – ist die Reise von Tod alles andere als öde. Sein Abenteuer führt ihn in die Welt der Engel, Dämonen und Menschen – immer auf der Suche nach dem Quell des Lebens. Mit seiner sich selbst auferlegten Mission macht Tod seinen Namen allerdings nicht alle Ehre, denn er versucht auch die Menschheit Mit Hilfe des Quells wiederzubeleben, um so das Gleichgewicht herzustellen.

Viel Inhalt für ein einfaches Action-Spiel, oder? Darksiders 2 ist mehr als das. Aus einem Action-Spiel, mit kleinen Rollenspielelementen ist ein wahrer Genre-Mix geworden. Jede Menge Rollenspielanteile, noch mehr Action und auch Adventure-Fans kommen auf ihre Kosten. Das reicht allerdings nicht um Darksiders 2 zu beschreiben, denn wie schon im ersten Teil gibt es wieder jede Menge Rätsel zu knacken. Die individuellen Fähigkeiten von Tod machen so manche Situation zum Schwereinsatz der grauen Zellen. Die Rätsel sind dabei nie zu schwer. Gerade als man resigniert aufgeben möchte kommt der zündende Funke zustande und was so schwer erschien ist plötzlich unglaublich simpel. Darksiders 2 macht es einem nicht leicht zu sagen welches Genre man vor sich hat. Man findet viele bekannte Spiele in Darksiders 2 wieder. Ob God of War, Zelda oder Shadow of the Colossos – sie alle sind Teil von Darksiders 2 und machen somit viel mehr aus dem Spiel.

Der Rollenspielanteil ist dieses Mal deutlich größer ausgefallen. Im direkten Vergleich zu „Krieg“ kann „Tod“ seine Rüstungsgegenstände und Waffen jederzeit ändern, in dem er gefundene oder gekaufte Objekte einsetzt. So ist es dem fahlen Reiter möglich neue Sensen zu kaufen oder aufzuwerten, seine Zweitwaffe zu kaufen und zu bestimmen (Schwere Waffen, wie Keulen, Äxte und Hämmer. Handschuhe für Faustschläge und Krallen für schnellere Angriffe.), neue Rüstungen zu kaufen und einen Talisman zu wählen. All dies steigert die Gesundheit, Stärke, Verteidigung und andere Punkte von Tod – die euch einen entscheidenden Vorteil im Kampf liefern.

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Der schnelle Tod

Tod unterscheidet aber noch mehr von Krieg, als die bereits genannten Merkmale. Während Krieg für das grobe Schlachten verantwortlich war, ist Tod sehr viel schneller und flinker als Krieg. Seine Wendigkeit hilft ihm nicht nur beim Ausweichen der feindlichen Angriffe, sondern kommt auch außerhalb des Kampfgeschehens zum Einsatz. Obgleich er flinker als Krieg ist müssen wir in der Rolle von Tod auf einige Fähigkeiten, wie den Doppelsprung und die Gleitflügel verzichten. Dafür kann Tod in bester Prince of Perisa-Manier an Wänden entlanglaufen und sehr viel besser klettern als sein stämmiger Bruder.

Es gibt allerdings auch einige Schwachstellen im Gameplay von Darksiders. So gelingt es Tod nicht so einfach seinen Gegner zu greifen und diesen dann auf besonders brutale Art und weise zu töten. Vor allem bei kleinen Gegnern fällt dieser Aspekt ins Auge. Während Krieg mit Leichtigkeit Spinnen zertrampelt und kleine Flugwesen aus der Luft gepflückt hat, muss man in der fahlen Haut von Tod nahezu darum Kämpfen diese Aktionen auszuführen. Letztlich tendiert man dazu die Sensen auszupacken und die kleinen Viecher eben so ins Jenseits zu befördern. Damit haben wir auch schon die einzige Schwäche im Gameplay des zweiten Teils gefunden.

Alles andere fühlt sich trotz der vielen Veränderungen sehr vertraut an. Jeder der Darksiders 1 gespielt hat, wird sich sehr schnell auch im zweiten Ableger zurechtfinden. Die Tastenbelegungen hat man zum Großteil erhalten und nur geringfügig verändert bzw. verbessert. Nur die Menüführung ist Gewöhnungsbedürftig, da man hier nur die Analogsticks und nicht das Steuerkreuz zum Navigieren nutzen kann.

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Ein schöner Tod

Der Tod ist nie schön und nicht erfreulich, doch im Fall von Darksiders II freut man sich trotzdem. Grafisch hat sich Virgil noch einmal übertreffen können. Den Grafikstil hat man selbstverständlich beibehalten und nur optimiert. Wobei das Wörtchen „nur“ schon eine große Untertreibung ist. Darksiders II ist wirklich eine wahre Augenweide. Texturen und Animationen lassen kaum Wünschen offen und zeigen was noch in den aktuellen Konsolen steckt. Nur eine Tatsache fiel negativ auf. Sobald der automatische Speicherpunkt zeitgleich mit einer neuen Bereichsladung, also dem Wechsel in einen anderen Raum oder ein neues Gebiet, stattfindet bleibt das Spielgeschehen kurzzeitig stehen. An der sonst so unglaublich stimmigen und interessanten Atmosphäre vermag dieser kleine Makel jedoch nicht zu kratzen.

Beim Sound haben wir da schon den einen oder anderen größeren Fehler gefunden, doch kommen wir erst einmal zum Positiven. Die Synchronisation des Spiels ist wieder einmal ein Wohlklang für die Ohren. Kein Sprecher wirkt fehl am Platz und auch die musikalische Untermalung und die verschiedenen Effekte sind auf einem herrlich hohen Niveau und lassen keine Wünsche offen. Wo also gibt es Grund zu meckern? Ab und an kommt es vor, dass Darksiders 2 Aussetzer hat. Als wir erstmal die Welt der Menschen besuchten mussten wir leider gänzlich ohne Ton auskommen. Erst ein Neustart konnte dieses Problem wieder beheben. Bleibt zu hoffen, dass dies nur ein einmaliger Aussetzer war.

Fazit:

Darksiders 2 hat es geschafft, und steht dem ersten Teil in nichts nach. Ganz im Gegenteil man kann stellenweise die Abenteuer von Krieg noch übertreffen. Das liegt unter anderem am vielschichtigen Genre-Mix, der Darksiders 2 geworden ist. Rollenspiel, Adventure und Rätsel geben sich die Hand. Es ist aber nie zu viel des Guten, nie hat man das Gefühl überfordert zu sein.

Virgil hat ein Spiel entwickelt in dem man sich über viele Stunden hinweg verlieren kann. Ob Story, Grafik, Gameplay oder Sound sie alle haben bis auf minimale Mängel überzeugen können. Darksiders 2 darf in keiner Sammlung fehlen und ist eine absolute Kaufempfehlung. Darksiders 2 ist eindeutig des beste Spiel des Sommers.

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“…das beste Spiel des Sommers!”

 

Darksiders II – First Edition

Preis: 25,88 EUR

57 Neu & Gebraucht ab: 13,50 EUR

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