Samstag , April 29 2017

Review – Metal Gear Solid 5 Ground Zeroes – Snake im Test

Mit Metal Gear Solid 5: Ground Zeroes veröffentlichen Konami und Kojima Productions den Prolog zu Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, einen genauen Blick auf Metal Gear Solid 5: Ground Zeroes zu werfen und haben unsere Eindrücke für euch zusammengefasst.

The Big Boss – ein Titel, den man nicht einfach so erhalten kann oder sich selbst verleiht. Snake, der seine Meisterin töten musste, damit es nicht zu einem atomaren Krieg kommt, hat ihn durch diese Tat erhalten. Sie trug den Titel The Boss und durch ihren Tot ist Snake nun Big Boss. Nach dieser Tat sah Snake, besser bekannt als Naked Snake, die Welt mit anderen Augen.

Politiker versuchen durch ihre Taten alles zu vertuschen, halten Fäden in der Hand, deren Ende sie nur schwerlich sehen können. Doch bevor Snake diese Probleme angehen kann und wird, stellt sich eine weitere Aufgabe in seinen Weg. Zwei seiner Leute, Paz und Chico sind gefangen genommen worden. Es gilt nun beide zu befreien, damit Informationen gesichert werden können und man erfahren kann, ob selbige auch dem Feind in die Hände gefallen sind. Dies ist ein Job den nur Snake selbst angehen kann. Keine Verstärkung, keine Hilfe wartet auf ihn.

Eine Aufgabe, deren Ende der Anfang von The Phantom Pain sein wird.

Ground Zeroes 2

Das hat uns gefallen:

Hideo Kojima hat mit Ground Zeroes nicht nur einen Prolog veröffentlicht, sondern zeigt erstmal die Fox Engine im Einsatz. Effekte wie Licht und Schatten oder auch die Physik sind weit jenseits von dem, was man aus früheren Spielen kennt. Gerade alltägliche Gegenstände wirken fast schon fotorealistisch.

Wie immer fast unerreicht ist die Synchronisation von Metal Gear. Allerdings ist seit vielen Jahren nicht mehr David Hayter der Sprecher von Snake. Diese Aufgabe hat nun niemand geringeres als Kiefer Sutherland übernommen. Naked Snake wird schon in Ground Zeroes und später auch in The Phantom Pain von Sutherland gesprochen. Deutsche Gamer müssen wie immer mit Untertiteln vorlieb nehmen, was allerdings angesichts dieses Staraufgebots gerne in Kauf genommen werden dürfte.

Beim Gameplay gibt es eine große Änderung, die uns sehr gut gefallen hat. Die Areale sind nun gigantisch, sprich Open World. In Ground Zeroes noch etwas kleiner, als in The Phantom Pain, doch als Prolog-Spiel immer noch größer als jede Map der vergangenen Metal Gear Solid-Titel. Die von uns gespielte PS4-Version hat zudem die Vorzüge des DualShock 4-Controllers voll ausgenutzt. So findet man den Zugriff auf das Pause-Menü nur dann, wenn man unten links das Touch Pad drückt. Auf der oberen rechten Seite bekommt man auf die gleiche Weise Zugang zu iDroid, dem Übersichts-Tool von Snake, in dem man Missionen, Personen und Aufgaben in Augenschein nehmen kann.

Spielerisch setzt Kojima Productions wieder auf klassische Elemente der Reihe. So kriecht Snake, sofern man dies möchte, in Luftschächten umher oder schleicht sich hinter seine Feinde, um diese auszuschalten oder zu verhören.

Ground Zeroes 1

Das hat uns nicht gefallen:

Grafik. „Was? Ihr sagt doch die ist super und Fotorealismus und so! Spinnt ihr jetzt?“ Nicht mehr als sonst, aber dieses Mal ist es berechtigt. Wenngleich die Fox Engine schön aussieht, gibt es diverse Schattenseiten. Texturen wirken oft sehr matschig, zumindest wenn man genau hinschaut und im Allgemeinen wirkt Ground Zeores sehr steril. Vor allem die Gesichter könnten mehr Emotionen vertragen; wir hoffen bei The Phantom Pain auf eine Steigerung.

Der wohl größte Kritikpunkt von Ground Zeroes ist die Länge des Spiels. Sicher, es ist ein Prolog, allerdings ist man, wenn man normal spielt und nicht jede kleine Nebenmission erledigt bzw. jedes Detail finden will, schon einmal in 93 Minuten durch. Es gibt zwar die Möglichkeit, noch andere „Missionen“ zu erledigen, doch diese finden auf der gleichen Map statt und bieten weniger Tiefe.

Tiefe fehlt auch der kurzen Story von Ground Zeroes. Bevor man überhaupt richtig drin ist, sieht man auch schon die Credits über den Bildschirm flackern. Es ist wirklich sehr kurz und in dieser Zeit ist es faktisch unmöglich für Atmosphäre bzw. eine interessante Geschichte zu sorgen.

Fazit:

Hideo Kojima wollte mit Metal Gear Solid 5: Ground Zeroes einige Tabus angehen. Inhaltlich gibt es vor allem eine Szene die dies schaffen könnte. Ein weiteres Tabu dürfte die Spieldauer sein. Wir haben, ohne uns zu beeilen, gerade einmal 93 Minuten benötigt, um die Hauptmission zu beenden. Wäre im Anschluss noch eine weitere Mission der gleichen Länge und der gleichen Erzählweise zu finden gewesen, wäre der Preis von 30 Euro mehr als gerechtfertigt.

So aber kann man nur darauf hoffen, dass The Phantom Pain alles bisher Bekannte an Atmosphäre und Story sprengen wird. Grafisch zeigt sich Ground Zeroes zweischneidig. Licht, Schatten und Physik sind wirklich State of the Art, leider wirkt die neue Fox Engine teils auch sehr steril. Kiefer Sutherland als Snakes neue Stimme ist zudem gewöhnungsbedürftig, doch hier liefert Sutherland einen wirklich guten Job ab.

Mit Metal Gear Solid 5: Ground Zeroes veröffentlichen Konami und Kojima Productions den Prolog zu Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, einen genauen Blick auf Metal Gear Solid 5: Ground Zeroes zu werfen und haben unsere Eindrücke für euch zusammengefasst. The Big Boss – ein Titel, den man nicht einfach so erhalten kann oder sich selbst verleiht. Snake, der seine Meisterin töten musste, damit es nicht zu einem atomaren Krieg kommt, hat ihn durch diese Tat erhalten. Sie trug den Titel The Boss und durch ihren Tot ist Snake nun Big…

Review Übersicht

Grafik - 90%
Sound - 94%
Gameplay - 82%
Umfang - 61%
Story - 63%

78%

Ein kurzes Intermezzo mit Snake, etwas zu kurz.

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