Dienstag , März 28 2017

Review – Need for Speed Rivals – Der Next Gen-Racer im Test

EA hat mit Need for Speed: Rivals einen weiteren Teil der altbekannten und oftmals etwas eingestaubten Reihe veröffentlicht. Rivals ist auch der erste Teil, der für die neue Konsolengeneration erscheinen wird, und wir haben uns hinter das virtuelle Lenkrad gesetzt und ordentlich Gas gegeben. Welche Eindrücke wir dabei von Need for Speed: Rivals hatten, erfahrt ihr in unserem Review.

Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille. Cops können ohne Raser nicht so schnell fahren, wie sie es sehr gerne machen wollen. Man kann Teufel nicht mit Engeln jagen. Somit herrscht ein fragiles Gleichgewicht zwischen Raser und Cop, doch gibt es einen Unterschied zwischen beiden.

Während der Raser alles tut, um Adrenalin durch seine Adern zu pumpen und dabei rücksichtslos im Straßenverkehr vorgeht, ist der Cop stets bemüht, für Recht und Ordnung zu sorgen. Dass sie dabei mit PS-starken Boliden auf die Jagd gehen können, ist natürlich nur einer von vielen Vorteilen.

Die Frage ist nur, welche Seite hat wirklich Recht? Sind es die Raser, die ohne Rücksicht auf Verluste nach neuen Rekorden trachten, oder sind des die Cops, die insgeheim gleiche Ziele haben, aber nur auf der andere Seite des Gesetzes stehen? Nun, diese Antwort musst du nun selbst finden, denn eines ist klar: Cop und Raser sind die größten Rivalen.

Need for Speed Rivals 1

Das hat uns gefallen:

Kommen wir gleich zum Offensichtlichen: der Grafik. EA setzt mit Need for Speed: Rivals auf die Frostbite 2 Engine aus dem Hause DICE. Jeder, der bereits Battlefield 4 gespielt hat, wird die Ähnlichkeiten sofort merken. Vor allem aber die Art der Beleuchtung oder des Lichts im Allgemeinen, lässt sofort erkennen, dass es sich hierbei um die Frostbite Engine handelt. Eine Shooter-Engine für ein Rennspiel? Kann das gut gehen? Ja, kann es, sehr gut sogar.

Need for Speed: Rivals läuft durchgehend flüssig und das mit 60 Bildern pro Sekunde. Im Gegensatz zu anderen Rennspielen sieht man viele kleine Details. Seien es Blätter, die von den Bäumen geweht werden oder Partikeleffekte bei einem Aufprall. Need for Speed Rivals ist das bisher schönste der Reihe, daran gibt es keinen Zweifel.

Ebenfalls schön anzuhören ist der Sound von Need for Speed: Rivals. Satte Klänge der Motoren und auch der Umgebung sorgen für ein stimmiges Gesamtbild. Der Soundtrack passt ebenfalls wie die sprichwörtliche Faust auf’s Auge.

Das Kernstück des Spiels ist aber die Jagd zwischen Cops und Rasern, wie sie auch im „normalen“ Spiel jederzeit zu finden ist. Den Spielern ist es freigestellt, zu entscheiden, welcher Seite sie angehören wollen. Allerdings ist man nicht auf eine Seite fixiert, sobald die Entscheidung getroffen ist. Als Raser kann man auch noch als Cop unterwegs sein und andersherum. Eure Boliden könnt ihr je nach verdienten Punkten noch verbessern, sie widerstandsfähiger oder schneller machen. Cops verfügen zudem noch über ein kleines Arsenal an Mitteln zur Festsetzung der Raser, das man ebenfalls auf diese Weise ausbauen kann.

Am besten gefiel uns jedoch der Ansatz, wie man das Online-Spiel integriert hat. Sobald man mit der Konsole online ist, befinden sich bis zu sechs Spieler in „eurem“ Spiel. Diese könnt ihr auf der Karte sehen und gegen sie antreten oder ihr lasst euch von ihnen jagen, je nachdem welche Karriere sie gewählt haben.

Natürlich könnt ihr trotzdem noch Events annehmen und daran teilnehmen, die ebenfalls variieren, je nachdem ob man Cop oder Raser ist.

Need for Speed Rivals 2

Das hat uns nicht gefallen:

Das neue Alldrive Feature, das wir eben schon gelobt haben, ist zeitgleich eine der Schwächen von Rivals. Gerade einmal sechs Leute können zeitgleich auf der wirklich großen Karte mit oder gegen euch fahren. Ist man nicht ständig mit dem Blick auf der Karte, ist fast schon Glück, wenn man jemanden begegnet, der nicht in einem Event feststeckt.

Zudem fehlt uns die Innovation in Rivals. Das Szenario Cops gegen Raser ist in der Need for Speed-Welt alles andere als neu und anspruchsvoll. Zudem hat es einen faden Beigeschmack als Cop unterwegs zu sein, da nur als Raser die angesammelten Punkte ständig auf dem Spiel stehen. Cops müssen lediglich darauf achten, nicht zu viel Schaden anzurichten.

Obgleich Need for Speed: Rivals für PS4 und Xbox One erschienen und grafisch wirklich schön anzuschauen ist, hat es uns verwundert, dass man uns gerade einmal zwei Perspektiven zur Wahl gestellt hat. Entweder man sieht das Fahrzeug eurer Wahl oder aber man wechselt direkt auf die „Ego“-Ansicht und schwebt über der Straße. Eine Motorhauben oder gar Cockpit-Ansicht sucht man vergeblich.

Fazit:

Need for Speed: Rivals sieht wunderschön aus und steckt voller Details. Auch der Sound und das solide Gameplay konnten uns überzeugen, doch es gibt kleine Fehler, mit denen sich Rivals selbst im Weg steht.

Der Alldrive Modus ist viel zu leer, als das man hier wirklich von einem sinnvollen Feature sprechen könnte, und noch immer fehlt es Need for Speed an frischen Wind. Es sollte mehr machbar sein als nur schöne Grafiken und ein toller Sound. Dennoch wird sich jeder Need for Speed-Fan mit Rivals gut unterhalten fühlen.

EA hat mit Need for Speed: Rivals einen weiteren Teil der altbekannten und oftmals etwas eingestaubten Reihe veröffentlicht. Rivals ist auch der erste Teil, der für die neue Konsolengeneration erscheinen wird, und wir haben uns hinter das virtuelle Lenkrad gesetzt und ordentlich Gas gegeben. Welche Eindrücke wir dabei von Need for Speed: Rivals hatten, erfahrt ihr in unserem Review. Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille. Cops können ohne Raser nicht so schnell fahren, wie sie es sehr gerne machen wollen. Man kann Teufel nicht mit Engeln jagen. Somit herrscht ein fragiles Gleichgewicht zwischen Raser und Cop, doch gibt es…

Review Übersicht

Grafik - 88%
Sound - 86%
Gameplay - 81%
Umfang - 86%
Multiplayer - 78%

84%

Gut

Altbekannte Formel im schicken Next-Gen-Look.

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