Montag , Mai 25 2015
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Spider-Man: Edge of Time: Review – Die Spinne ist zurück

Spider-Man gibt es im wahren Leben nur als Comic-Figur, als Held in Videospielen und auf der Kinoleinwand. Allerdings begleitet uns der Spinner schon über viele Jahre hinweg. In Spider-Man: Edge of Time steht nicht nur Spidy im Vordergrund, sondern auch die Zeit. Wir haben den Titel ins Laufwerk unserer Konsole geschoben und wollen euch nun unsere Eindrücke vermitteln.
Alt oder neu?

Spider-Man: The Edge of Time lässt uns doppelt sehen. Zum einen wäre da der „normale“ Spider-Man, den man aus Film und Fernsehen kennt, dann gibt es noch Spider-Man aus dem Jahre 2099. Letzterer hat ebenso viele Widersacher wie der uns bekannte Spider-Man. Einer davon will in die Vergangenheit reisen um sie zu verändern und sich so noch mehr Macht anzueignen. Gesagt getan, könnte man meinen, wenn man die Ereignisse im Vorspann sieht.

Spider-Man 2099 hört natürlich nicht auf den Namen Peter Parker, sondern heißt Miguel O’Hara. Im Versuch seinen Widersacher aufzuhalten, hat er gesehen wie sich die Vergangenheit verändert. Als Folge dessen ist er in der Lage mit Peter Parker in Kontakt zu treten um ihn in der Vergangenheit zu leiten, aber auch die Welt von Peter Parker hat sich geändert. Nicht länger ist er für den Daily Bugle tätig, sondern arbeitet in der Firma (Alchemax) von O’Haras Erzfeind Walker Sloan. O’Hara muss Parker zunächst davon überzeugen, dass sein ihm vertrauter Boss ein böser Bube ist.

Nachdem sich beide endlich auf gemacht haben um das Böse zu bekämpfen und die Zeitlinie wieder zu reparieren, lernen sie schnell, dass ihr Kontakt nicht ohne Folgen bleibt. Sorgt Parker in unserer Gegenwart für Ärger oder verändert bestimmte Dinge, muss Spider-Man 2099 darunter leiden oder es ergeben sich ungeahnte Vorteile.

Gut erzählt?

Die Geschichte selbst beginnt mit dem Tod von Peter Parker, mehr wollen wir euch an dieser Stelle nicht verraten. Wie ist die Geschichte aber erzählt worden? Wie sich viele Gamer schon denken können, wechselt man oft zwischen O’Hara und Parker. Dabei kommt jedoch nur selten Verwirrung auf. Unerwartete Wendungen oder Überraschungen sollte man allerdings nicht erwarten. Obwohl die Geschichte gut erzählt ist, hat man kein Meisterwerk geschrieben.

Welche Unterschiede gibt es zwischen den beiden Spinnen? Zum einen wäre da natürlich die Zeitepoche. Während O’Hara von fliegenden Autos umgeben ist, kennt Parker nur die ihm und uns vertraute Zeit. Damit nicht genug. Es gibt auch Unterschiede in den Fähigkeiten. So verfügt O’Hara beispielsweise nicht über einen Spinnensinn, als Ausgleich dafür hat er jedoch die Fähigkeit Leute zu lähmen. Weitere Fähigkeiten können mit Hilfe von Erfahrungspunkten aktiviert werden. Diese sammelt ihr im Laufe eines Levels ein. Habt ihr genügend Punkte zusammengetragen, könnt ihr Parker als auch O’Hara mit neuen Fähigkeiten ausstatten. Es ist aber auch möglich beiden Spinnern zur gleichen Zeit neue Fähigkeiten zu verpassen, jedoch nur wenn sie über die gleiche Grundfähigkeit verfügen.

Die Welt ist nicht genug.

Anders als andere Spider-Man Games ist Spider-Man: Edge of Time kein Open-World Titel. Zwar sind die Levels groß und schön anzuschauen, doch haben sie ihre Grenzen. Es wurde bei der Entwicklung natürlich darauf geachtet, dass bekannte Fähigkeiten wie der Netzschwung oder das Krabbeln an den Wänden dennoch eingesetzt werden können – nur nicht im Übermaß.

Der Dreh- und Angelpunkt des Gameplays ist aber das Kampfsystem. Spider-Man hat bekanntlich noch nie auf Schusswaffen zurückgegriffen, daran ändert sich auch dieses Mal nichts. Es sind aber neue Fähigkeiten hinzugekommen, die man so noch nie in einem Spider-Man Spiel gesehen hat. So ist Peter Parker in der Lage sich pfeilschnell zu bewegen. Auf diese Weise kann er entweder Lasern entgehen oder feindlichem Beschuss ausweichen. Auch O’Hara ist extrem schnell. Ihm hilft dabei jedoch die Technik aus der Zukunft. Er kann sich so schnell bewegen, dass seine Gegner ein Abbild von ihm sehen obwohl er schon längst an einem anderen Ort ist.

Natürlich teilen beide Spinnenmänner wieder ordentlich aus. Dabei machen sie von Tritten, Schlägen und ihren Fäden Gebrauch. Dennoch findet man sich manches Mal dabei wieder, wie ein Großteil der Schläge in der Luft endet, ohne dass sie jemals Kontakt mit dem Feind machen.

Schicke Spinne

Spider-Man Games waren oftmals alles andere als grafisch aktuell. Texturen und Sequenzen ließen immer zu wünschen übrig. In Spider-Man: Edge of Time ist dies nicht so. Die Texturen sind schön anzusehen, zwar nicht auf einem Niveau eines Gears of War oder Uncharted aber schön sind sie allemal. Vor allem aber die Zwischensequenzen lassen das Herz eines jeden Gamers erfreuen. Spider-Man, egal zu welcher Zeit, ist nicht länger gesichtslos. Mehr als einmal sieht man O’Hara oder Parkers Gesicht, was definitv ein Pluspunkt ist. Ebenfalls überzeugen konnten uns die Animationen während der Kämpfe oder während des Schwingens. Vor allem wenn sich Peter Parker mit großer Geschwindigkeit bewegt, hat das ganze einen Matrix-Effekt der wirklich schön anzuschauen ist.

Kommen wir jetzt zum Sound. Spider Man Edge of Time ist komplett in Englisch gehalten. Bevor die Sprachmuffel unter euch einen Anfall bekommen, es gibt natürlich einen deutschen Untertitel. Auch die Menüs sind in Deutsch gehalten. Die englischen Synchronsprecher machen allesamt einen sehr guten Job. Egal welcher Spider Man, beide sind witzig und tragen ihren Teil zur Atmosphäre bei. Im musikalischen Bereich gibt es wenig zu kritisieren, da hier weder sonderliche gute oder schlechte Arbeit geleistet wurde. Es ist ein passender Soundtrack, der aber nicht im Gedächtnis bleibt.

Fazit:

Spider Man: Edge of Time macht wirklich Spaß. Obwohl es einige Schwächen gibt, wie die in der Luft landenden Schläge oder oftmals verloren Übersicht, ist dies ein durchaus gelungener Titel. Grafisch konnten uns vor allem die Zwischensequenzen überzeugen, die Lust auf mehr machen.

Abschließend sei gesagt, dass Spider-Man: Edge of Time nicht nur etwas für Fans ist, dennoch würden wir euch dazu raten vorher eine Videothek aufzusuchen oder das Spiel bei Freunden anzuspielen. Uns hat es jedenfalls Spaß gemacht. Spider-Man: Edge of Time ist ein Hoffnungsträger für die angeschlagene Franchise. 

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