Mittwoch , Juli 26 2017

TEST: Alienware Alpha – Wie gut ist die R2-Reihe wirklich?

Alienware ist seit mehr als 20 Jahren im Geschäft und hat sich in dieser Zeit einen Namen machen können, der immer mit Qualität in Verbindung gebracht wird. Es muss aber nicht immer ein großer PC sein, der das Alienware Logo mit Stolz trägt. Auch Geräte in Konsolengröße sind längst im Portfolio des Herstellers enthalten. Wir haben uns das Alienware Alpha (R2) einmal ganz genau angeschaut.

PC Gamer sind schon immer ein eigenes Völkchen gewesen. Stolz darauf, dass man seine Hardware jederzeit anpassen kann, sie auf den aktuellsten Stand der Technik bringt oder einfach die Komponenten kauft, die für den eigenen Stil wichtig und ausreichend sind. Manchmal aber war das Konzept einer Konsole auch für PC Gamer reizvoll. Eine kleine, kompakte Maschine, die einfach die Aufgaben erfüllt, die ihr gestellt werden.

Alienware möchte mit dem Alienware Alpha (R2) diese Welten einmal mehr verbinden und zusammenführen. Mit den folgenden technischen Daten soll das in diesem Modell gelingen:

  • 6th Generation Intel Core i5 6400T (6MB Cache, bis zu 2.8 GHz)
  • 8GB DDR4 at 2133MHz – 1 DIMM
  • NVIDIA GeForce GTX 960 GPU – 4GB GDDR5
  • 500 GB (64MB Cache) 7200 RPM SATA 6Gb/s

Zusammen mit einem eigenen Dashboard, ermöglicht durch die Software namens HiveMind, will man ein Konsolenartiges Erlebnis schaffen, allerdings mit PC-Spielen.

Das hat uns gefallen:

Das Erste, was auffällt sobald der Mini PC aus dem Hause Alienware vor einem steht ist zwangsläufig die Größe. Der R2 unterscheidet sich von den Maßen zwar nicht vom Vorgänger, doch hat die „Konsolenlösung“ von Alienware die Konkurrenz von Microsoft und Sony schon allein mit der Größe übertreffen können. Der Alpha R2 misst gerade einmal 200x200x55 mm, was einem Volumen von rund 2,2 Litern entspricht. Die PS4 Slim aus dem Hause Sony ist mit 290x265x38 mm schon um einiges größer, was auch für die Xbox One S gilt, die mit 300x230x70 mm auftrumpfen will.

Allerdings muss sich die Alpha R2 hier schon einen kleinen Negativpunkt gefallen lassen. Anders als Sony und Microsoft, die das Netzteil ihrer Konsolen bereits im Gehäuse verbaut haben, ist es bei der Alpha R2 noch extern zu finden – etwa in der gleichen Größe wie die der Alienware Laptops.

Ein weiterer Pluspunkt sind die Optionen, die uns Alienware hier gibt, sind die Anpassungsmöglichkeiten. Derzeit kann in puncto Nvidia nur die GTX 960 mit 4 GB RAM ausgewählt werden, doch Alienware verspricht, dass auch andere Karten, wie die GTX 1080 unterstützt werden sollen. Wer auf AMD setzt, kann derzeit bis zur R9 M470X GPU, 2 GB DDR5, auswählen.

Wie immer hochgehalten ist die Qualität des Produkts von Alienware. Die Verarbeitung der Alpha-Konsole. Allein die Haptik zeigt, dass die Herstellung unter den gleichen hohen Standards geschehen ist, als es bei anderen Alienware-Geräten der Fall ist.

Durch seine Kompaktheit ist die Alpha R2 auch ideal, um bei einem Freund eine Runde zu zocken oder bei kleinen LAN-Parties teilzunehmen, denn auch in puncto Anschlüsse, muss sich das Gerät nicht verstecken. Das Gerät bietet folgende Anschlüsse:

Vorderseite

  • 2 USB 3.0

Unten

  • 1 USB 2.0

Rückseite

  • 2 USB 3.0
  • 1 RJ-45-GbE
  • 1 HDMI-Ausgang 2.0
  • 1 HDMI-Eingang 2.0
  • 1 optischer Audioausgang (Toslink)
  • 1 Gleichstrom-Eingang
  • 1 Port für Alienware Graphics Amplifier

Mit dem Alienware Graphics Amplifier könnt ihr noch mehr Leistung freischalten, sofern ihr die zusätzliche Peripherie kaufen wollt.

Die Alpha R2 ist aber deutlich schneller als sein Vorgänger. Die unterschiedlichen Optionen für den Prozessor lassen wenig Grund zum Meckern, zumindest für diese Größe und den Preis.

Das hat uns nicht gefallen:

Das implementiere HiveMind-Dashboardsystem von Alienware ist derzeit noch recht unübersichtlich. Gerade wenn man ein Spiel aus Steam oder Origin herunterladen möchte, gab es während unseres Tests noch einige Probleme. Die Programme selbst ließen sich erst dann aktivieren, obwohl sie im HiveMind zum Download bereitstanden, als wir auf dem normalen Desktop ebenfalls Steam und Origin installiert hatten.

Obgleich es sehr übersichtlich gestaltet ist, kann derzeit nicht auf den normalen Desktop verzichtet werden. Dazu muss zu oft noch zwischen der normalen Desktop-Ansicht und dem MindHive gewechselt werden.

Ein weiterer Punkt, der uns nicht sehr gefiel ist die Lautstärke der Alpha R2. Die Lüfter scheinen auf den ersten „Blick“ falsch abgestimmt zu sein, was wohl aber software-seitig behebbar sein dürfte. Die verbaute GPU als auch CPU ist leider fest auf dem kleinen Mainboard verlötet, weshalb man sich schon zu Beginn für seinen Favoriten entscheiden sollte.

Fazit:

Wer sich eine Alienware Alpha R2 ins Haus holt, der hat schon einmal mehr Leistung in der Hand als eine Xbox One S oder PS4. Das Ganze Design und Prinzip ist klar auf einen Wohnzimmer PC ausgelegt, der allerdings auch seinen stolzen Preis hat.

Ein Laufwerk, etwa Blu-ray, sucht man ebenfalls vergebens, dafür kann die Alienware Alpha R2 ohne Probleme auch als „normaler“ PC genutzt werden. Es ist eine Symbiose zwischen Konsole und PC, ohne dem PC Part dabei den Rücken zu kehren. Nur die derzeitige Lautstärke stört das uneingeschränkte Gaming-Erlebnis noch beträchtlich. Sitzt man allerdings vorm heimischen TV dürfte dies nicht ins Gewicht fallen – am Schreibtisch ist das schon eine ganz andere Sache.

Je nach Modell ist die Alpha R2 aber eine echte Alternative für PCler, die sich keine Xbox oder PlayStation zulegen wollen, und lieber einen kleinen, sehr kompakten und trotzdem leistungsfähigen PC möchten.

Alienware ist seit mehr als 20 Jahren im Geschäft und hat sich in dieser Zeit einen Namen machen können, der immer mit Qualität in Verbindung gebracht wird. Es muss aber nicht immer ein großer PC sein, der das Alienware Logo mit Stolz trägt. Auch Geräte in Konsolengröße sind längst im Portfolio des Herstellers enthalten. Wir haben uns das Alienware Alpha (R2) einmal ganz genau angeschaut. PC Gamer sind schon immer ein eigenes Völkchen gewesen. Stolz darauf, dass man seine Hardware jederzeit anpassen kann, sie auf den aktuellsten Stand der Technik bringt oder einfach die Komponenten kauft, die für den eigenen…

Wertung

Haptik - 90%
Verarbeitung - 89%
Preis - 50%
Funktionalität - 91%
Design - 90%

82%

Klein aber Oho. Allerdings auch recht teuer, wie man es von Alienware gewohnt ist. In diesem Fall eventuell sogar zu teuer, doch für den Preis bekommt eine kleine, wirklich sehr kleine, kraftvolle Maschine.

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