Dienstag , Juni 27 2017

TEST: Alienware Aurora und Dell S2417DG – Das ultimative Gamerpaket?

Alienware ist für viele Gamer noch immer das Maß der Dinge. Egal ob mobil, mit einem Laptop oder aber der gute alte Tower, der daheim die wunderschönen Grafiken auf den Bildschirm zaubert. Wir haben uns den Alienware Aurora samt Dell S2417DG Gaming Monitor genauer angeschaut und wollen nun wissen ob sich der Kauf wirklich lohnt.

Hört man Alienware denkt man gleich an abgefahrene Designs, leuchtende Farben und jede Menge Power. Aber auch Dinge wie Anpassung und Micro-Management kommen einem in den Sinn. Der neue Alienware Aurora hat keine Zahl mehr am Ende, wie es noch der R4 hatte, allerdings ist es natürlich der Aurora R5, und der hat ein komplett neues Design bekommen.

Er sieht deutlich schlichter aus, setzt mehr auf reduziertes Design und Funktionalität, aber ohne dabei den typischen Alienware-Touch zu verlieren. Das wichtigste ist aber die Größe. Der R5 ist deutlich kleiner und ist mit einer Höhe von 47,25 CM kein Monstrum mehr. In der Tiefe misst der R5 36 CM und ist 21,2 CM breit. Man merkt also – er ist deutlich kompakter geworden.

Das Gewicht ist natürlich von der Ausstattung abhängig. Als Main- bzw. Motherboard können Micro ATX-Platinen verbaut werden, was ebenfalls darauf hindeutet, dass man auf kompakte Leistung gesetzt hat. Das im Hinterkopf behaltend, hat sich Alienware dazu entschieden, den Zugang zum Inneren des Towers so zu gestalten, dass es platzsparend und effizient ist. Schrauben sucht man am Gehäuse vergeblich.

Es gibt zwei „Schalter“ mit denen man die Stromversorgung wie eine weitere Tür „öffnen“ kann. Zuvor muss nur ein Mechanismus betätigt werden, der dafür sorgt, dass das Seitenteil, das natürlich beleuchtet ist, abgenommen werden kann.

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Verarbeitung:

Alienware hat wie immer auf hochwertige Materialien gesetzt. Neben dem „typischen“ Metalllook, den man von Alienware schon gewohnt ist, setzte Alienware auf Plastik, was deutlich leichter ist. Bei der Entwicklung des Towers wurde auch daran gedacht ihn auch zu tragen. An der Oberseite des Towers befindet sich ein „Griff“, mit dem man den Tower deutlich besser bewegen kann.

Ebenfalls auf der Oberseite sind USB 3.0-Anschlüsse, vier an der Zahl, sowie ein Kopfhörer-. und Mikrofoneingang. Im Inneren des Gehäuses befindet sich, neben der Grafikkarte, und anderen typischen Hardwarekomponenten, auch ein kleines Plastikteil, das gerade dann sinnvoll ist, wenn man den PC viel bewegt, ihn also auch gerne einmal auf eine LAN-Party mitnimmt. Dieses kleine Teilchen könnte sehr viel Geld einsparen. Es arretiert die Grafikkarte, damit beim Absetzen keine zusätzlichen Kräfte auf die Karte wirken können. Ein kleines Teil mit viel Wirkung.

Die Haptik ist Alienware-typisch sehr qualitativ hochwertig. Man sieht einfach, dass es kein 30 Euro Gehäuse ist, mit dem man seine Games betreibt, es wirkt einfach sehr wertig.

Einen Kritikpunkt muss sich Alienware trotzdem gefallen lassen: Sobald die Seitenverkleidung entfernt ist, kann es sein, dass die Plastikhaken, die das Ganze in Position halten sollen, auch abbrechen, hier muss also immer Vorsicht mit im Spiel sein.

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Power:

Wie Eingangs schon erwähnt, kann man seinen Alienware-PC seinen eigenen Vorstellungen ausbauen. Je nach Geldbörse, kann ein Aurora R5 bereits für unter 900 Euro gekauft werden. In unserem Fall waren einige sehr interessante Komponenten verbaut.

  • Prozessor: Intel(R) Core(TM) i7-6700 Prozessor (4-Cores, 8MB Cache, Turbo Boost 2.0, bis zu 4.0GHz)
  • Grafikkarte: NVIDIA GeForce GTX 1070 Founders Edition mit 8GB GDDR5
  • Festplatten: 256GB PCIe SSD (Boot) + 1TB 7200RPM SATA 6Gb/s (Speicher)
  • RAM: 8GB Dual Channel DDR4 2133MHz (2x4GB)
  • Strom: 460W PSU Air Cooled Chassis

Sicher, dass ist nicht die High-End Variante und man hätte vor allem noch mehr Arbeitsspeicher verbauen können, aber dafür sind auf dem Mainboard glücklicherweise genügend Plätze vorhanden. Wer eine zweite Grafikkarte verbauen möchte, eventuell eine weitere 1070 von Nvidia oder gar eine 1080er, der kann das gerne im SLI-Verbund machen. Das ganze Ensemble gibt es natürlich auch mit AMD-Produkten.

Die hohe Anpassungsfähigkeit sorgt auch dafür, dass man schon bei der Bestellung darauf achten kann, dass man beispielsweise einen VR-fähigen PC zusammenstellt oder ihn komplett auf 4K auslegt.

Mit den verbauten Komponenten konnte man allerdings ebenfalls sehr gute Resultate erzielen. Gerade neue Titel wie beispielsweise Gears of War 4, das schon auf der Xbox One gut aussieht, läuft auf dem Aurora R5 auf allen Ultra-Einstellungen und natürlich mit 60 Bildern pro Sekunde ohne auf veraltete Komponenten Rücksicht nehmen zu müssen.

Einzig etwas mehr RAM hätten wir uns für einige Spiele gewünscht, die damit dann noch einmal etwas besser laufen würden. Allerdings, sorgen die verbauten Teile, in dieser Zusammenstellung ebenfalls dafür, dass ihr die meisten Titel auf hohen bzw. den Ultra-Einstellungen genießen könnt.

Anschlüsse:

Auf der Oberseite haben wir bereits von den Anschlüssen berichtet. Wie sieht es aber auf der Rückseite aus? Hier ist ein kleines Sammelsurium von Anschlüssen vorhanden. Den Start macht der S/PDIF Audioausgang, gefolgt von Coaxial S/PDIF Port.

Allgemein haben wir darunter:

  • 6x USB 2.0
  • 1x Gigabyte Ethernet Netzwerk-Anschluss
  • 1x Displayport
  • 1x USB 3.1 Typ C (bis zu 10 Gbps )
  • 1x USB 3.1 Typ A (bis zu 10 Gbps)
  • 3x USB 3.0
  • Surround Sound (7.1) Anschlüsse

Für Grafikkartenplatz ist, wie erwähnt, ebenfalls gesorgt, es können bis zu zwei „große“ Karten eingesetzt werden, da insgesamt 4 Steckplätze zur Verfügung stehen.

Farben und Geräusche:

Was wäre Alienware, wenn es nicht leuchten würde und dabei noch schön aussieht? Genau, es wäre nicht Alienware. Auch der Alienware Aurora hat wieder diverse Akzente gesetzt, die sich aber dieses Mal sehr zurückhalten. An den Seiten gibt es drei Lichtelemente, während an der Front nur das Alienlogo selbst leuchtet.

Wie immer kann das auch nach eigenen Wünschen farblich angepasst werden – die Seiten als auch das Logo selbst. Durch das dezente Design ist die Beleuchtung nicht störend, sondern setzt einfach ein paar farbenfrohe Akzente.

Was die Lautstärke des Towers betrifft, muss sich Alienware nicht verstecken. Selbst unter „Volllast“ bleib es nur ein untertöniges Brummen. Nur die Grafikkarte sorgt für etwas mehr Lautstärke, sofern man sie in solche Bereiche bringen kann.

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Der Dell S2417DG Gaming Monitor:

Wir haben ein kleines Gesamtpaket für den Zocker geschnürt bekommen, was neben dem Alienware Aurora noch den Dell S2417DG Gaming Monitor enthielt. Dieser 24 Zoll große „2K“ Monitor ist derzeit eine preisliche Superalternative, für alle, die nicht gleich den großen Sprung auf 4K-Monitore machen wollen. Für rund 400 bis 550 Euro kann das gute Stück, was ebenfalls 3D-ready ist, derzeit erworben werden und befindet sich preislich damit im oberen Mittelklassebereich.

Der Dell S241DG löst mit 2.560 × 1.440 Pixeln auf und bietet dabei eine dabei noch satte 144 Hertz. Zusätzlich wird noch das G-Sync Feature von Nvidia unterstützt. Die Reaktionszeiten sind deutlich auf Gaming ausgelegt, weshalb es hier keinerlei Beanstandungen geben dürfte, egal für welche Art Spiel man den Monitor kaufen möchte.

Die Front des S2417DG ist einfach wunderschön anzuschauen. Dell hat fast einen Rahmenlosen Monitor auf den Markt gebracht, der nur leicht glänzend auch allen ergonomischen Ansprüchen mehr als nur gerecht wird. Der Dell S2417DG kann rund 30 CM in der Höhe verstellt, und um 90 Grad zu beiden Seiten gedreht werden.

Visuell sehr affine Menschen werden aber auch beim Dell S2417DG nicht gänzlich zufrieden sein. Noch immer ist ein TN-Panel verbaut, was zweierlei Probleme mit sich bringt. Zum einen bedarf es einiges an Kalibrierung, bis der Monitor das für jeden Gamer passende Farbbild widerspiegelt und zum einen leidet die Farbtreue darunter. Mit zunehmenden Blickwinkel, schwindet auch die Farbtreue. Allgemein hat der Monitor, laut Dell, einen Blickwinkel von 160 Grad vertikal und 170 Grad horizontal.

Die Anschlüsse sehen beim Monitor wie folgt aus:

  • 1 x DP (ver 1.2)
  • 1 x HDMI (ver 1.4)
  • 1 x USB 3.0 Port – Upstream
  • 2 x USB 3.0 Ports (seitlich)
  • 2 x USB 3.0 Ports (Unterseite)
  • 1 x Audio line-out jack (Unterseite)

Fazit Alienware Aurora:

Fangen wir mit dem Alienware Aurora (R5) an. Dell bzw. Alienware hat den Aurora ins nächste Jahrhundert geholt und damit auch gleich neue Maße gesetzt. Er ist längst nicht mehr so „bullig“ und sperrig, wie sein Vorgänger, sondern setzt auf Effizienz und cleveres Design. Wie fast jedes Alienware-Produkt sieht der Aurora sehr hochwertig aus, was er letztlich auch ist.

Trotz seiner kleinen Bauweise kommt er mit vielen Lüftungsmöglichkeiten, und auch Platz für eine zweite Grafikkarte daher. Die vielen Anschlüsse sorgen zudem dafür, dass man wohl nie einen zusätzlichen USB-Port benötigt oder gar nachfordern muss. Einzig und allein das Seitenteil, mit seinen Plastikhaken hätte etwas mehr Aufmerksamkeit bei der Verarbeitung erhalten können.

Der Preis ist natürlich immer recht stolz aber auch dieses Mal kann ich sagen, dass der Aurora R5 sein Geld wert ist. Das neue Design ist noch um einiges ansprechender und letztlich nicht zu abgedreht, sondern schlicht schön anzusehen.

Fazit zum Dell S2417DG:

Der Monitor von Dell ist in seiner DNS auf das Gaming ausgelegt worden. Obwohl er eher schlicht aussieht, ist er eine kleine Schönheit. Sein fast rahmenloses Design und die verschiedenen Möglichkeiten zur Justierung von Höhe und Winkeln lassen ihn zum perfekten Wegbegleiter für Gamer werden.

Nur auf ein TN-Panel hätte man verzichten können, da es bei gewissen Blickwinkeln schnell zu Farbverlust kommen kann. Die Rückseite ist zudem mit Klavierlack überzogen, was vor allem dann nervt, wenn man den Monitor entweder gut sichtbar positioniert hat oder viel bewegt oder umstellt. Dafür punktet der Monitor bei der Hertz-Zahl und durch Features wie G-Sync und seine 3D-Fähigkeit.

Wer also ein festes Budget hat und nicht direkt einen 4K-Monitor zum Preis eines TV-Geräts kaufen möchte, der kann sein Geld getrost in diesen 1440p Monitor von Dell investieren.

Alienware ist für viele Gamer noch immer das Maß der Dinge. Egal ob mobil, mit einem Laptop oder aber der gute alte Tower, der daheim die wunderschönen Grafiken auf den Bildschirm zaubert. Wir haben uns den Alienware Aurora samt Dell S2417DG Gaming Monitor genauer angeschaut und wollen nun wissen ob sich der Kauf wirklich lohnt. Hört man Alienware denkt man gleich an abgefahrene Designs, leuchtende Farben und jede Menge Power. Aber auch Dinge wie Anpassung und Micro-Management kommen einem in den Sinn. Der neue Alienware Aurora hat keine Zahl mehr am Ende, wie es noch der R4 hatte, allerdings ist…

Wertung

Haptik Aurora - 95%
Haptik S2417DG - 91%
Verarbeitung (beide) - 89%
Preis Aurora - 77%
Preis S2417DG - 82%
Leistung Aurora - 90%
Display - 82%
Funktionalität - 96%
Design Aurora - 97%
Design S2417DG - 94%

89%

Sehr Gut!

Das Gamer-Bundle schlecht hin! Alienware und Dell passen wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Zwar ist der Preis beider Komponenten alles andere als günstig, doch lohnt die Anschaffung noch immer. Kleine Schwächen gibt es beim Monitor, doch die vielen Vorteile wiegen das schnell wieder auf.

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