Donnerstag , Juni 29 2017

Test – Alienware 18 – Der Gaming-Laptop im Test

Es gab eine Zeit, da waren Laptops und Notebooks nur für allgemeine Office-Aufgaben konzipiert. Spiele waren nur in simpelster Form möglich und brachten so manchen Solitärmeister hervor. Diese Zeiten gehören der Vergangenheit an. Spätestens seit Dell bzw. Alienware den Markt betreten haben. Wir haben uns Dells neuestes Gaming-Produkt einmal genauer angeschaut – den Alienware 18 Gaming Laptop. Warum wir himmelhoch entzückt und bitter enttäuscht waren, wollen wir in diesem Review klären.

Nicht von dieser Welt

Bevor wir uns den technischen Daten des Alienware 18 widmen, wollen wir auf die äußeren Aspekte eingehen. Ein Laptop der nur auf Gaming ausgelegt wurde, will auch als solcher erkannt werden. Alienware hat mit der neuen Laptop Reihe das Design der R4-Serie ablegt und sich einem neuen Aussehen verschrieben. Der Alienware 18 weist klare und deutliche Linen auf, fast schon etwas stealth-artig. Die Beleuchtung wurde ebenfalls angepasst. Jetzt erstrahlt der Laptop auch äußerlich in den von euch gewünschten Farben. Egal ob die Seite oder der Bildschirmhintergrund, sie alle sind schlicht aber stilvoll beleuchtet.

Zudem ist nun die Abdeckung, also dort wo der Alienware-Kopf thront, nicht länger gummiert, sondern besteht aus formschönen Metall. Ein Blick genügt und man sieht, dass Dell nur hochwertige Materialien verwendet hat. Plastik ist natürlich auch beim Alienware 18 ein wichtiger Bestandteil, wirkt aber zu keiner Zeit billig oder fehl am Platz. Klein und zierlich ist der Alienware 18 wahrlich nicht. Im zugeklappten Zustand ist das Gerät satte fünf Zenitmeter dick und auch in der Breite und Tiefe sieht es nicht anders aus.

Das resultiert jedoch daraus, dass das Diyplay des Alienware 18 stolze 18,4 Zoll misst. Nicht nur die Maße wirken sich auf das Gewicht aus, sondern auch die Tatsche, dass rund 41 Prozent mehr Metall zum Einsatz gekommen ist. Nimmt man es allerdings sehr genau, ist der Alienware 18 nur 62 Gramm schwerer als der M18x, das Vorgängermodell. Insgesamt bringt der Alienware 18 etwas mehr als 5,4 Kilo auf die Waage und ist damit relativ schwer.

Geht man nur von der Verarbeitung aus, ist der Alienware 18 jeden Cent wert. Nichts wackelt oder macht unschöne Geräusche. Auch die Haptik spiegelt dieses Bild wieder. Was wir jedoch etwas vermisst haben, waren die Knöpfe, die man über der Tastatur finden konnte. Bei der R4-Generation konnte man darüber die Lautstärke und andere Dinge regeln. Diese Buttons fehlen beim Alienware 18 leider.

alienware18_03

Die pure Leistung

Alienware stellt unter anderem Laptops für Gamer her. Ohne die nötige Power macht eine Anschaffung aber wenig Sinn. Nun, wir können euch beruhigen: der Alienware 18 hat Power und das reichlich. Kommen wir zu den knallharten Fakten. In unserem Testgerät waren die folgenden Komponenten verbaut:

  • Prozessor: i7-4930MX (8 Kerne) 3.00 GHz
  • Grafikkarte: zwei Nvidia GeForce GTX 780M mit 4 GB GDDR5 RAM
  • Arbeitsspeicher: 16 GB DDR
  • Festplatte: Samsung SSD SM84 (512 GB) / WD7500BPKT (768 GB)
  • Soundkarte: Realtek High Def. Audio Card / Nvidia High Definition Audio

Wahlweise könnt ihr noch bis zu 32 Gigabyte Arbeitsspeicher einbauen lassen, was natürlich noch etwas mehr Geld verlangt.

Anschlüsse:

  • Stromanschluss (links)
  • (1x) RJ-45 Gigabit Ethernet IPv6
  • (3x) SuperSpeed USB 3.0 Ports
  • (1x) SuperSpeed USB 3.0 Port mit PowerShare Technologie
  • (1x) Mini-Display Port
  • (1x) HDMI 1.4 Output / 1.3 Input
  • (1x) 7-in-1 Media Card Reader
  • (2x) Audio Out 1/8″ Ports
  • (1x) Line In Microphone 1/8″ Port

alienware18_02

Auf in den Kampf:

Getestet haben wir den Laptop aus dem Hause Alienware mit Battlefield 4, dem wohl bisher schönsten Shooter für den PC, getestet. Unsere Einstellungen hier waren einfach, wir haben einfach alles auf Ultra gesetzt und auch die Effekte wie MSAA so hoch geschraubt, wie es uns EA und DICE erlaubt haben. Der Alienware 18 hat diese Herausforderung angenommen und ohne Probleme gemeistert. Battlefield 4 lief ohne Probleme. Die Framerate blieb stabil, selbst im Multiplayer

Damit der Alienware 18 nicht zu heiß wird, verrichten drei Lüfter auf der Unterseite des Geräts ihr Tagewerk. Bei Battlefield 4 kam es dann aber schon zu so viel Leistung, dass der Alienware 18 einiges an Kühlung bedurfte.

Besonders beeindruckend fanden wir die verbauten Boxen in Alienwares neuem Gerät. Die beiden an der Vorderseite des Geräts angebrachten Lautsprecher sind vollwertige 2.1-Systeme mit Subwoover, die für satten Sound sorgen und für jeden Geschmack andere Einstellungsmöglichkeiten bieten.

Natürlich ist auch im Alienware 18 wieder AlienFX mit an Board. Bei Spielen, die dieses Feature unterstützen, sorgt die Beleuchtung nicht nur für ein schönes Aussehen, sondern übernimmt auch eine Funktion. Titel wie Blacklight: Retribution machen davon besonders guten Nutzen. Trifft euch beispielsweise eine EMP-Garante ist nicht nur der Bildschirm gestört, sondern alle Farben spielen gänzlich verrückt. Ist eure Lebensenergie zu tief oder werdet ihr getroffen färbt sich die Beleuchtung rot.

Zu schön um wahr zu sein

So gut der Alienware 18 auch ist, er ist nicht perfekt, obwohl schon sehr nah dran. Leider lässt sich der Akku nicht mehr entfernen, was gerade für Gamer, die den Laptop nur Stationär nutzen wollen etwas ungewöhnlich sein dürfte. Hinzu kommt die Frage was tun, wenn der Akku durch unvorhergesehene Zufälle den Betrieb einstellt. Auch die bereits entfernten Hardware-Tasten zum regulieren von Ton und anderen Einstellungen fehlen uns.

Das größte Manko des Alienware 18 ist, wie bei fast allen Alienware-Geräten, der Preis. Je nach Ausstattung muss man weit über 2000 Euro investieren. Klingt nicht nur viel m ist auch viel aber auch hier gibt es wieder Licht am Ende des Tunnels. Unser Test-Gerät dürfte auch in den kommenden Jahren keine Schwierigkeiten mit neuen Spielen haben, da die beiden Dual Nvidia Grafikkarten und der Arbeitsspeicher von 16 GB (erweiterbar) mehr als genügend Puffer für die nächsten Jahre bietet.

Fazit:

award4Jede Menge Aluminium, großartige Verarbeitung, noch mehr Power und ein toller Bildschirm. Was beschreiben wir hier? Genau, den neuen Alienware 18 Gaming Laptop. So viel Leistung auf so wenig Platz haben wir selten gesehen. Spiele wie Crysis 3 oder Battlefield 4 laufen hier völlig problemlos. Damit ist der Alienware 18 das perfekte Gerät für unterwegs.

Nur der Preis ist wie immer ein kleiner Dämpfer für unsere Euphorie. Trotzdem ist der Alienware 18 jeden Cent wert. Warum? Ganz einfach: die verbaute Technik wird euch sehr lange auf einem aktuellen Stand halten. Die nächsten Jahre dürfte kaum ein Spiel auf den Markt kommen, dass den Alienware 18 in ernsthafte Bedrängnis bringen könnte. Die pure Kraft wartet auf euch. Aber warum haben wir am Anfang des Reviews gesagt, dass wir bitter enttäuscht waren? Tja, wir müssen den Alienware 18 leider wieder aus den Händen geben, was wohl jeden Gamer enttäuschen dürfte. 

Es gab eine Zeit, da waren Laptops und Notebooks nur für allgemeine Office-Aufgaben konzipiert. Spiele waren nur in simpelster Form möglich und brachten so manchen Solitärmeister hervor. Diese Zeiten gehören der Vergangenheit an. Spätestens seit Dell bzw. Alienware den Markt betreten haben. Wir haben uns Dells neuestes Gaming-Produkt einmal genauer angeschaut – den Alienware 18 Gaming Laptop. Warum wir himmelhoch entzückt und bitter enttäuscht waren, wollen wir in diesem Review klären. Nicht von dieser Welt Bevor wir uns den technischen Daten des Alienware 18 widmen, wollen wir auf die äußeren Aspekte eingehen. Ein Laptop der nur auf Gaming ausgelegt wurde, will auch…

Review Übersicht

Haptik - 97%
Sound - 95%
Design/Optik - 95%
Display - 97%
Funktionalität - 90%
Leistung - 98%
Preis - 80%

93%

Eine Bestie

Qualität hat eben doch seinen Preis.

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