Dienstag , Mai 23 2017

Test – Army of Two: The Devil`s Cartel – Feuer frei!

Koop-Spiele gibt es in letzter Zeit nicht viele und noch seltener ist ein integrierter Splitscreen-Modus. Doch bei Army of Two: The Devils Cartel wird dies für die meisten, die Spiele gemeinsam statt einsam erleben wollen, die Hauptoption des Spieles sein. Also haben wir uns dieses Mal zusammen an die Konsole gesetzt und für euch getestet. Publisher EA und Entwickler Visceral Games haben dieses Mal auf einen Online Modus komplett verzichtet, lediglich der Online-Coop Modus bleibt erhalten und somit bleibt nur die Kampagne, welche ihr innerhalb von ca. acht Stunden gemeistert haben dürftet. Für den dritten Teil der Reihe hat EA…

Review Übersicht

Grafik - 75%
Sound - 75%
Gameplay - 65%
Umfang - 66%

70%

Keine Ideen aber viel Geballer

User Rating: Be the first one !

Koop-Spiele gibt es in letzter Zeit nicht viele und noch seltener ist ein integrierter Splitscreen-Modus. Doch bei Army of Two: The Devils Cartel wird dies für die meisten, die Spiele gemeinsam statt einsam erleben wollen, die Hauptoption des Spieles sein. Also haben wir uns dieses Mal zusammen an die Konsole gesetzt und für euch getestet.

Publisher EA und Entwickler Visceral Games haben dieses Mal auf einen Online Modus komplett verzichtet, lediglich der Online-Coop Modus bleibt erhalten und somit bleibt nur die Kampagne, welche ihr innerhalb von ca. acht Stunden gemeistert haben dürftet. Für den dritten Teil der Reihe hat EA die Frostbite 2-Engine bereitgestellt aber eine gute Technik macht ja noch lange kein gutes Spiel, denn lässt man die teils wirklich gute Präsentation mal beiseite, so wirkt ‚Army of Two: The Devil’s Cartel‘ wie eine Fortsetzung die es nicht ins Kino geschafft hat, sondern direkt im DVD-Regal gelandet ist.

In Army of Two: The Devil`s Cartel werden wir als Rekruten „Alpha“ und „Bravo“ auf die Straßen Mexikos geschickt, um einen Bürgermeister zu schützen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Drogenkrieg zwischen den Kartellen zu beenden. Das wollen die Drogenhändler natürlich verhindern und so bricht der Krieg in einem reinen Geballer aus. Ab jetzt dürft ihr hier auch nicht mehr erwarten, denn während die letzten beiden Titel noch einige recht innovative Koop-Features boten, ist die Reihe mit dem dritten Teil endgültig zur reinen Schießbude verfallen. Hin und wieder kamen wir zwar in Situationen, in denen wir in Zusammenarbeit ein stationäres MG erfolgreich flankieren mussten, doch die meiste Zeit ballerten wir uns nur durch Horden sehr stumpf agierender Gegner.

Army of Two- The Devil`s Cartel2

Das hat uns gefallen:

Dank der Frostbite 2-Engine wird euch eine neue taktische Dynamik geboten – die zerstörbare Deckung. Bekannt aus Battlefield 3, könnt ihr euch hier ebenfalls nicht darauf verlassen, dass das Objekt, hinter dem Schutz gesucht wird, in zehn Sekunden immer noch steht und so hechtet ihr immer von Deckung zu Deckung um nicht erwischt zu werden.

Altbekannte Elemente wurden beibehalten: wie die Befehle an den Koop-Partner im Solo-Modus (Aufmerksamkeit erregen, folgen, oder direkte Angriff), die über das Digipad ausgewählt werden.

Gut fanden wir auch die Personalisierungs- und Ausrüstungsoptionen in denen ihr eigene Masken selber designen könnt, Outfits auswählt und das Arsenal (bestehend aus drei Waffen) aus freigeschalteten Waffen wählt – inklusive zahlreicher Modifizierungen wie Zielfernrohre, Munitionsmagazinen oder Waffen-Skins.

 Army of Two- The Devil`s Cartel1

Das hat uns nicht gefallen:

Uns fehlten aus den Vorgängern die gelungenen Elemente wie die Rücken an Rücken-Schießereien oder das in Sicherheit Schleifen des verletzten Koop-Partners, sowie das Teilen von Munition und wo bleibt die Logik im Online-Koop, wenn man den kompletten Abschnitt von vorne spielen muss, weil der Spieler dem Spiel beitritt oder wieder verlässt? Das macht das Spielen mit Fremden zu einer wahren Geduldsprobe.

Ärgerlich ist auch, das nicht immer so funktionierende Deckungssystem. Mal hängt sich unser Charakter ungewollt hinter eine Deckung und an anderen Stellen weigert er sich einfach eine schützende Stellung einzunehmen. Das kann spätestens im höchsten Schwierigkeitsgrad nerven und das virtuelle Leben kosten.

Trotz der Frostbite 2-Engine ist das Spiel nicht gerade eine Wucht. Die Hauptfiguren sehen zwar detailliert aus aber bei dem Rest, wie Gegner oder Umgebung, hätte man mehr rausholen können.

Ungeschnitten? Durch einen Fehler EAs wurde mit einem Day 1-Patch die PEGI-Version auf das deutsche Niveau zurechtgestutzt. Laut EA sei dies ein technisches Problem bei der Xbox 360-Version des Spiels und nicht beabsichtigt. Trotz des Fehlers können deutsche Spieler mit internationalen Online-Spielern auf gemeinsame Baller-Tour gehen.

Fazit:

Den Austausch der Hauptfiguren Salem und Rios aus den ersten Teilen, zu zwei völlig gesichtslosen Charakteren ohne Persönlichkeit, konnten wir nicht nachvollziehen. Tolle Action, heftige Explosionen und viel Blut reichen nicht aus um ein Spiel zum Hit zu machen. Man könnte meinen das die Entwickler beim programmieren nach den ersten Minuten die Ideen ausgegangen sind oder sie glatt vergessen haben einzubauen.

Abschließend bleibt zu sagen, dass dem Spiel etwas mehr Entwicklungszeit und Liebe zum Detail sehr gut getan hätten. Für einen kurzen Schusswechsel zwischendurch ist Army of Two: The Devils Cartel zu gebrauchen. Langzeitmotivation wird man allerdings vergeblich suchen.

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