Donnerstag , September 21 2017
Assassin's Creed 3- Liberation

Test – Assassin’s Creed 3: Liberation – Ab ins 18. Jahrhundert

Assassin‘s Creed 3 Liberation ist ein weiteres neues Kapitel in einer großen und überall bekannten Spielreihe, welche uns tief in das 18. Jahrhundert mit unsere Vita eintauchen lässt, denn extra dafür hat das Hause Ubisoft dieses Spiel entwickelt und in unser 21. Jahrhundert gebracht. Die spanischen Truppen wollen Louisiana im Süden Amerikas übernehmen, doch da haben sie die Rechnung ohne unsere Meisterassassinin Aveline gemacht. Ezio gibt es nicht mehr, dafür haben wir nun Aveline! Dies hat sich Ubisoft extra für den Vita-Ableger einfallen lassen, so kann man die Vita-Version beruhigt zocken ohne Bedenken zu haben, dass man von dem zeitgleich…

Review Übersicht

Grafik - 90%
Sound - 91%
Gameplay - 89%
Umfang - 90%

90%

Perfekt für unterwegs!

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Assassin‘s Creed 3 Liberation ist ein weiteres neues Kapitel in einer großen und überall bekannten Spielreihe, welche uns tief in das 18. Jahrhundert mit unsere Vita eintauchen lässt, denn extra dafür hat das Hause Ubisoft dieses Spiel entwickelt und in unser 21. Jahrhundert gebracht.

Die spanischen Truppen wollen Louisiana im Süden Amerikas übernehmen, doch da haben sie die Rechnung ohne unsere Meisterassassinin Aveline gemacht.

Ezio gibt es nicht mehr, dafür haben wir nun Aveline! Dies hat sich Ubisoft extra für den Vita-Ableger einfallen lassen, so kann man die Vita-Version beruhigt zocken ohne Bedenken zu haben, dass man von dem zeitgleich erschienenen Assassin‘s Creed III für die Playstation 3 etwas gespoilert bekommt, denn Liberations ist ein komplett eigenständiger Teil und da hat man sich eben einfach einfallen lassen, dass man mal mit einer Frau auf die tödliche Reise geht und die Hausdächer im noch jungen Amerika unsicher macht.

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Sanft wird man herangeführt

Wenn man das Spiel das erste Mal startet, bekommt man sehr schön erklärt, was überhaupt der Animus ist. Dies ist sehr schön für Einsteiger gemacht, denn selbst wenn man noch nie vorher einen Teil Assassin‘s Creed gespielt hat, weiß man gleich, worum es geht.

Das Tutorial beginnt man als kleines Kind, was mit seiner Mutter in die Stadt gehen möchte. Dabei kann man sofort die wunderschönen Landschaften bestaunen, welche Ubisoft gezaubert hat, wobei man von dem Spiel durch die grundlegenden Steuerungsoptionen geführt wird.

Leider verläuft sich die kleine Teenagerassassinin natürlich prompt und landet gleich im extrem unfreundlichen Blickfang einer Wache und so bekommt sie bereits in ihren jungen Jahren den Hass der Erwachsenen zu spüren und wird von der Wache einfach zu Boden geworfen. Dabei erlebt man dann einen Zeitsprung und aus der Siebenjährigen wird unsere erwachsene Aveline, mit der wir uns nun endlich rächen dürfen und das Spiel beginnt!

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Kleidung für die Dame

Jede Frau wird dem zustimmen: eine Dame muss sich definitiv immer passend zu jedem Anlass einkleiden und für alles im richtigen Augenblick ausgerüstet sein und genau das kann man natürlich auch!

So bekommt man kurz danach mit sehr schönen Erklärungsbildschirmen angezeigt, dass es Umkleidekammern überall auf der Weltkarte gibt. Manche sind bereits renoviert und andere kann man für einen kleinen Beutel von Gold selbst renovieren und dann benutzen aber wie entscheidet man sich nun, welche der drei Kleidungsarten man tragen möchte?

Es wäre einerseits total schick, als feine Dame durch die Straßen von Louisiana zu stolzieren und dabei mit dem nahezu unbegrenzten Charme die Wachen zu betören aber es wäre auch genial, bis unter die Zähne bewaffnet als Meisterassassinin umherzustreifen, über die Dächer zu springen und wenn es einmal ernst wird, dann holt man sein großes Schwert heraus und macht schnell mit den bösartigen Wachen kurzen Prozess. Andererseits könnte man sich  auch als Sklavin getarnt unter das arme Volk mischen und so problemlos in gut bewachte Anwesen eindringen, wo nicht einmal einer feinen Dame mit ihrem bezaubernden Charme der Einlass gewährt wäre.

Wie ihr seht, wurden nicht einfach nur Kleidungsstücke in das Spiel integriert, sondern man muss schon mitdenken, wie man sich zu welcher Mission kleidet. Denn eine Sklavin sollte nicht gerade versuchen, ihren Charme bei den Wachen spielen zu lassen, um durch die gut bewachten Haupteingänge zu kommen und eine hinreißend gekleidete Dame des 18. Jahrhunderts sollte vermeiden, über den morschen Baum zu klettern, welcher etwas über die hohe Mauer ragt, um in das Anwesen einzubrechen.

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Und ab geht es in das Getümmel

Es gibt natürlich sehr viel mehr zu tun, als nur in Anwesen einzubrechen oder die Wachen um den Finger zu wickeln, damit diese alles durchgehen lassen, was man gern hätte.

Nein, natürlich gibt es auch satte Action in Assassin‘s Creed, wie man es auch von Ezio immer gewohnt war. So kann man zum Beispiel ganz neue Waffen freispielen, sich auf ganz verschiedene Arten fortbewegen oder auch einfach mal extrem viel Chaos stiften, indem man einfach mal eine gut bewachte Kolonnenfahrt des Stadtoberhauptes in die Enge treibt. Dazu sabotiert man beispielsweise große Wassertanks, welche sich auf den Dächern befinden und lockt so die Kolonne aus Pferdewagen. Und wenn man vorher noch ein großes Fass voll Schwarzpulver deponierte, lockt man damit die bis unter die Zähne bewaffneten Soldaten in die Falle, lädt dann sein Barrett vom gegenüberliegenden Dach durch, schultert das Gewehr, zielt und schießt auf das hoch explosive Fass. Und schon hat man als kleine zierliche Lady zwei dutzend Soldaten bezwungen und kann genau das Erbstück wieder holen, was der Auftraggeber haben wollte.

Zu den vielen neuen und sehr einfallsreichen Waffen möchte ich abernicht zu viel verraten, denn ihr sollt ja genauso positiv überrascht sein, wenn ihr sie freispielt und könnt diese dann auf Herz und Nieren austesten und euch damit in das wunderschöne Amerika stürzen.

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Zuviel Grafikpower für die Vita?

Wie man es auch aus den ganzen Konsolenablegern von Assassin‘s Creed kennt, gibt es auch in Liberation wieder Aussichtspunkte, die man mit aller Kraft erklimmen muss. Sobald dies endlich geschafft ist, hat man auch im Vita-Ableger wieder die Möglichkeit, die Umgebung zu synchronisieren, wodurch man auf der Map den Kriegsnebel lichtet und somit auch Sammelobjekte finden kann. Dabei zweifelt man ja schon daran, ob die Vita die ganzen Texturen rechtzeitig laden kann, damit es nicht zu unerwünschten Performanceeinbrüchen kommt. Aber so etwas hat sich Ubisoft nur bei dem allerersten Assassinengame auf der PS3 erlaubt. Dort „ruckelte“ es leider sehr, aber egal ob Brotherhood, Revelations oder nun sogar auf der Vita in Liberations -> es ruckelt nichts und es läuft tatsächlich mit einer durchaus akzeptablen Framerate durch und durch flüssig.

Wird man in den Bann gerissen?

Auf jeden Fall! Denn auch die Soundkulisse ist stets prima angepasst. So hat man in Verfolgungsjagden dramatische Musik und kommt stets ins Schwitzen, ob man es nun schafft, die Mission erfolgreich zu absolvieren oder ob man doch den gnadenlosen Klingen der Feinde unterliegt. Sehr angetan haben mich auch die Dialoge, die Aveline mit ihren Auftraggebern oder Familienangehörigen führt. So kommen dort ständig Wörter vor, die vollkommen untypisch für unsere Zeit sind und welche einem zeigen das nicht einfach ein Gespräch aufgezeichnet wurde, sondern es werden genau die Bezeichnungen benutzt, wie es für dieses Zeitalter üblich war – in der Tat ein geniales Spielerlebnis, wo man tief in die Welt des lautlosen Tötens einsinken kann.

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Im Kampf mit anderen Gamern

Man kennt es ja zum Beispiel von AC Relevations, dass man sich online treffen kann und verschiedene Spielmodi bestreiten kann. Doch geht dies auch auf der Vita? Dabei muss man sagen, dass sich Ubisoft definitiv etwas komplett Neues einfallen lassen hat. Denn im Multiplayerpart des Games kämpft man nicht wie gewohnt gegen Assassinen und steuert seinen Meuchelmörder sellbst – nein – es ist wie ein Browsergame aufgebaut?! Ja, leider hört ihr richtig. Denn der Mulitplayerpart des Spieles hat sich leider überhaupt keine Lorbeeren verdient. Man legt in einem Zyklus, der 7 bis 8 Stunden geht, eine Heimatstadt auf einer Art Weltkugel fest, zum Beispiel München, und dort kann man jetzt wählen, ob man zu den Assassinen oder zu den Abstergo-Agenten gehört. Nach dieser Wahl kann man den eigenen Standort anklicken oder eine andere Stadt wählen. Der nächste Klick lässt einen wählen, welchen Agenten man entsenden möchte. Dabei wird nur kurz per Textform angezeigt, dass ein Kampf stattfindet und wenige Sekunden steht da, dass man den Kampf gewonnen hat. Dies wiederholt man dann 15 bis 20 mal und man ist auf einmal 2 Level aufgestiegen. Es ist auch vollkommen egal, ob man einen Agenten auf Mission schickt, welcher gerade eine Pause macht oder einen, der super ausgeruht ist, denn es kommen immer die gleichen Textmeldungen. Leider konnte ich auch nach längerem Testen nichts weiter herausfinden, was für einen tieferen Sinn der Onlinepart des Games hat.

Daher bleibt mir dazu nur abschließend zu sagen: Man sollte ganz tief in den Singleplayerpart einsteigen und den Multiplayerpart einfach links liegen lassen.

Fazit:

Es ist eine super Abwechslung, mit Aveline in das von Ubisoft geschaffene atemberaubende Zeitalter des 18. Jahrhunderts einzutauchen. Die Story ist genial, die Grafik ist mit Uncharted zusammen das bisher Beste, was die Vita zu bieten hat und der Sound ist einfach wunderschön angepasst. Leider hat es nicht geklappt, dass sie den Multiplayer einmal komplett anders aufbauen, als man es kennt, denn die neue Idee hat sich leider zu einem Flop entwickelt. Also deswegen am besten einfach wieder in den Singleplayer wechseln und sich weiter von den Straßen Louisianas und den kampfwilligen Spaniern verzaubern lassen und versucht auch einmal herauszufinden, was es mit „Bürger E“ auf sich hat.

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„…das bisher beste Vita-Spiel“

 

Assassin’s Creed 3: Liberation

Price: EUR 40,23

3.8 von 5 Sternen (112 customer reviews)

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