Sonntag , April 30 2017

Test – BioShock: Infinite – Über den Wolken

Als seinerzeit BioShock veröffentlicht wurde, waren Gamer wie auch die Fachpresse voller Lob und Freude über ein so gelungenes Spiel. Jetzt, einige Tage nach dem Release von BioShock: Infinite stellt sich die Frage, ob 2K Games erneut einen Volltreffer landen konnte. Wir haben uns BioShock: Infinite genau für die Konsolen angeschaut und unsere Eindrücke wie immer in einen Test zusammengefasst. Die Welt ist kein schöner Ort. Alkohol und die Sucht nach Glücksspiel gehören zum täglichen Begleiter vieler Menschen. Auch Booker DeWitt, einst beim Militär, konnte dem Drang nach dem schnellen Geld nicht widerstehen und verlor letztlich alles. So viel, dass…

Review Übersicht

Grafik - 80%
Sound - 95%
Gameplay - 94%
Umfang - 92%
Story - 91%

90%

Einer der besten Shooter des Jahres!

User Rating: Be the first one !

Als seinerzeit BioShock veröffentlicht wurde, waren Gamer wie auch die Fachpresse voller Lob und Freude über ein so gelungenes Spiel. Jetzt, einige Tage nach dem Release von BioShock: Infinite stellt sich die Frage, ob 2K Games erneut einen Volltreffer landen konnte. Wir haben uns BioShock: Infinite genau für die Konsolen angeschaut und unsere Eindrücke wie immer in einen Test zusammengefasst.

Die Welt ist kein schöner Ort. Alkohol und die Sucht nach Glücksspiel gehören zum täglichen Begleiter vieler Menschen. Auch Booker DeWitt, einst beim Militär, konnte dem Drang nach dem schnellen Geld nicht widerstehen und verlor letztlich alles. So viel, dass er nun einen sehr merkwürdigen Auftrag annahm, um seine Schulden zu tilgen. Finde das Mädchen und tilge deine Schuld. Diesen Satz hörte Booker von seinen Auftraggebern – nichtahnend dass eine Welt voller Wunder und Gefahr auf ihn wartet.

Es beginnt mit einem Leuchtturm – beginnt es nicht immer mit einem Leuchtturm? Nach einem kurzen Zögern betritt Booker den Turm und muss kurze Zeit später schon das erste Blut sehen. Ein Mann, vermummt und augenscheinlich tot, sitzt gefesselt auf einem Stuhl, ein Zeichen seiner Auftraggeber, lieber nicht zu versagen. Als wäre das nicht schon seltsam genug wird DeWitt das Gefühl nicht los, dass hier sehr viel mehr im Gange ist, als er es jetzt begreifen kann. Die letzten Stufen zur Turmspitze sind erklommen und es warten drei Glocken, die in der richtigen Reihenfolge abgespielt, das Tor zum Himmel öffnen wird – genauer gesagt das Tor nach Columbia, der schwebenden Stadt. Ein Mythos und doch real und dort, hoch über den Wolken, wartet das Mädchen, mit dessen Hilfe Booker seine Schulden begleichen kann. Hier sollte alles noch viel schlimmer und komplizierter werden, als er es jemals für möglich hielt.

BioShock- Infinite2

Das hat uns gefallen:

Schon immer hat sich Irrational Games darauf verstanden, eine Story zu erzählen, die nicht sofort durchschaubar ist. Auch in BioShock: Infinite verfolgen sie diese Devise. Es gilt weiterzuspielen, um alle Geheimnisse und Fragen zu klären. Einmal mehr ist es Irrational dabei gelungen, einen guten Spannungsbogen aufzubauen, ohne dabei den roten Faden zu verlieren.

Die Story ist aber nur das Tüpfelchen auf dem sprichwörtlichen i. Vor allem aber die Aufmachung von Columbia, der fliegenden Stadt, fesselte uns Stunde um Stunde vor dem Fernseher. Keine Spur mehr vom modrigen Rapture. Columbia ist luftig, bietet einen großartigen Ausblick auf Himmel und Wolken und ist auf den ersten Blick ein kleines Paradies. Vor allem aber die Reise mit den Skylines, achterbahn-ähnliche Metallschienen, die einen schnell von A nach B bringen können, ist unglaublich gut in Szene gesetzt. Bevor Infinite veröffentlicht wurde, haben sich viele Gamer sicherlich gefragt, wie es mit dem Mädchen ablaufen wird. Booker trifft nach einigen Stunden auf seine „Beute“, das Mädchen mit Namen Elizabeth. Im späteren Spielverlauf bestreiten beide zusammen Kämpfe und Abenteuer. Elizabeth ist aber kein Klotz am Bein und es gilt nicht, sie zu beschützen. Das zierliche Mädchen stellt sich als echte Hilfe heraus. Sie ist in der Lage, Schlösser zu knacken, „Risse“ in eine andere Realität zu öffnen, mit deren Hilfe man oft einen entscheidenden Vorteile gegenüber den Feinden genießt, oder versorgt DeWitt mit Munition, Salzen oder Gesundheit. Beschossen wird Elizabeth nicht, da sie für die Herrscher von Columbia sehr wertvoll ist, was uns in die angenehme Lage bringt, sie während der Kämpfe nicht beschützen zu müssen.

Dieses tolle Gesamtbild wird noch von einem gut abgestimmten Gameplay abgerundet. Selbst mit dem Kontroller hatten wir zu jeder Zeit die Kontrolle über Bookers Fähigkeiten und Waffen. Wie schon in den ersten beiden BioShock-Titeln gibt es auch in Infinite wieder besondere Fähigkeiten. Damit könnt ihr beispielsweise Feuerbomben werfen, Blitze schleudern oder Besitz von Feinden ergreifen, die euch dann im Kampf zur Seite stehen. Um diese Fähigkeit aufzuladen, bedarf es dieses Mal sogenannter „Salze“, die man entweder käuflich erwerben oder durch Nahrung zu sich nehmen kann.

Wer bereits die ersten beiden BioShock-Titel gespielt hat, durfte sich über eine sehr gute deutsche Synchronisation freuen. BioShock: Infinite ist da nicht anders. Bekannte Stimmen aus Film und Fernsehen könnt ihr während Bookers und Elizabeths Abenteuer hören. Einige Sprecher kamen bereits in den ersten beiden Teilen zum Einsatz.

BioShock- Infinite1

Das hat uns nicht gefallen:

Viele Spiele sehen heutzutage selbst auf der in die Jahre gekommenen Xbox 360 einfach unglaublich gut aus. Leider hat Irrational Games in puncto Grafik nicht das hohe Niveau von Gameplay, Sound und Story halten können. BioShock: Infinite steht grafisch auf einem Level mit den ersten beiden Spielen, zumindest auf den Konsolen. Obgleich die PS3-Fassung einen Hauch besser aussieht, gibt es kaum große Unterschiede zu sehen.

Matschige Texturen und teils lieblos wirkende Grafiken säumen leider viel zu oft den Wegesrand. Es wirkt oft so, als würden einfach die HD-Texturen fehlen. Hier hätte deutlich mehr möglich sein können und müssen.

Fazit:

BioShock: Infinite ist ein wunderbares Spiel. Sound, Gameplay und Story konnten vollkommen überzeugen und sorgen dafür, dass man über viele Stunden hinweg nicht das Gamepad aus der Hand legen kann. Nur die Grafik kann dieses Niveau nicht erreichen.

Ist Infinite deswegen ein schlechtes Spiel? Nein, denn Atmosphäre wird trotz etwas altbackener Grafik und matschiger Texturen erzeugt und vor allem gehalten. Jeder Fan von BioShock sollte unbedingt zugreifen, denn es erwartet ihn ein spannendes und packendes Abenteuer.

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