Freitag , August 18 2017

Test – Call of Duty Ghosts – Die Xbox 360-Fassung im Test

Der zehnte Teil der Call of Duty Reihe ist zwar schon seit Anfang November erhältlich, doch wollten wir euch den Test nicht vorenthalten. In Call of Duty: Ghosts, für den sich Infinity Ward zwei Jahre Entwicklungszeit genommen hat, werdet ihr in ein neues Szenario geschickt, das euch eine neue Story mit frischen Charakteren liefert. Aber ob die Entwickler damit die richtige Entscheidung getroffen haben verraten wir euch in unserem Testbericht zum First-Person-Shooter von Activision.

Eine Gruppierung, die sich „Die Förderation“ nennt ist in die USA einmarschiert und hinterlässt pures Chaos. Doch wie schafft man es diese übermächtige Nation zu stürzen? Natürlich mit ihren eigenen Waffen. In diesem Fall sogar mit einer einzigen Waffe, dem ODIN-Satelliten. Diese Superwaffe wurde kurzerhand vom Feind im Weltall übernommen und seine verheerenden Raketen auf die USA abgefeuert. Nach dem herben Verlust von Dallas ist man nun gezwungen mit den US-Streitkräften in die Offensive zu gehen, um endlich Informationen über den Feind zubekommen.

Auch Sergeant Logan Walker und sein älterer Bruder Hesh werden losgeschickt, denn sie sollen herausfinden was der Feind als nächstes plant. Auf der Suche nach Hinweisen treffen die beiden Widerstandskämpfer auf die legendären Ghosts, denen sie sich nun fortan anschließen und Teil der Gruppe werden.

Cod Ghosts

Das hat uns gefallen:

Im neuen bis zu vier Spieler Koop-Modus „Extinction“ müsst ihr euch dieses Mal durch eine Alien-Plage kämpfen. Dabei werden die Gegner natürlich von Kampf zu Kampf stärker, bis sie euch irgendwann so gut wie überrollen. Um euer Ziel zu erreichen, bedarf es allerdings guter Absprache, mit den Koop-Partnern. Auch hier kann der Charakter aufgelevelt werden, so bekommt man neue hilfreiche Fähigkeiten, die von Runde zu Runde ausgewählt werden können.

Altbekannt startet ihr nur mit einer Pistole und verdient euch etwas Geld durch Abschüsse, Assists und dem Abschließen von Herausforderungen hinzu. Damit lassen sich dann andere Waffen an bestimmten Stellen der Karte kaufen. Je nach Skill können die Spieler auch Munitionskisten für die Gruppe ablegen, Kameraden heilen, Sprengsätze verteilen oder haben Vorteile beim Aufstellen und Reparieren der Bohrer, mit dessen Hilfe man die außerirdischen Nester zerstören kann. Infinity Ward hat hierwirklich gute Arbeit geleistet, denn der Extinction-Modus zieht einen ziemlich schnell in seinen Bann.

Kommen wir nun zum wichtigsten Teil von Call of Duty, dem Multiplayer. Neu hinzugekommen sind die Trupps. Hier können bis zu zehn Soldaten freigeschaltet werden, mit denen ihr in den Kampf ziehen könnt. Im Trupp-Modus kämpft ihr entweder an der Seite von Freunden oder des Computers gegen Bots oder andere Spieler und deren Trupps. Für Einsteiger eignet sich dieser Modus recht gut, allerdings ist er für erfahrene Spieler nur in der Gruppe interessant, da der Kampf gegen die Bots doch schnell langweilig wird und es an Herausforderungen mangelt.

Im eigentlichen Multiplayer-Modus gibt es mit Cranked und Search & Rescue zwei neue und sehr interessante Modi. Cranked ist eine aufgepuschte Version des Team Deathmatches, wobei das Tempo deutlich angezogen wird. Sobald ihr einen Kill erzielt, werdet ihr zur lebenden Bombe. Ihr lauft dann deutlich schneller, allerdings habt ihr bis zum nächsten Kill nur 30 Sekunden Zeit, bis ihr euch im wahrsten Sinne des Wortes mit einem Knall verabschiedet. Von Kill zu Kill wird dann der Timer zurückgesetzt, dadurch sind eigentlich immer alle Spieler permanent in Bewegung und ihr müsst noch mehr auf Zack sein, als im normalen Team Deathmatch. Search & Rescue ist da eher eine taktische Erweiterung des bekannten Search & Destroy. Während im ursprünglichen Modus jeder Spieler pro Runde nur ein Leben hatte, verliert man in Search & Rescue nun beim Tod einen Dog Tag (Hundemarke). Wird diese von einem Spieler des eigenen Teams aufgesammelt, kann man sofort wieder am Spielgeschehen teilnehmen. Sammelt jedoch der Gegner die Marke auf, muss man den Rest der Runde aussetzen. Dieser Modus ist besonders für eingespielte Gruppen mit guter Absprache interessant, da man wirklich viele Erfahrungspunkte in kurzer Zeit ergattern kann.

call-of-duty-ghosts2

Das hat uns nicht gefallen:

Ein Chartstürmer wäre die Call of Duty Reihe bestimmt nicht geworden, wenn es sich nur um ein reines Singleplayer-Game handeln würde. Denn viel braucht ihr von der gut fünf Stunden andauernden Ghosts-Story nicht erwarten. Aber wer auf Action steht bekommt in 18 Missionen einen kleinen Adrenalinkick geboten. Zwar gestalten sich die Missionen abwechslungsreich, doch stehen wir nach wie vor einem bekannten Konzept gegenüber, das die Call of Duty-Reihe seit vielen Jahren auf der Stelle treten lässt. Damit meinen wir die Anzahl an Gegner, die man uns wieder mal in Massen vorsetzt. Da meldet sich dann auch gleich das alte Problem der KI-Gegner zurück. In Deckung gehen, immer wieder an der gleichen Stelle mal vorgucken und irgendwann wenn es länger dauert, dann doch mal suizidal vorstürmen.

In Call of Duty: Ghosts ist man auf den Hund gekommen. Riley, der treueste und klügste Schäferhund aller Zeiten, wird auf die Gegner losgelassen. In einigen Leveln übernehmt ihr den haarigen Vierbeiner, der mit einer auf dem Rücken befestigten Kamera ausgestattet ist. So hetzt ihr ihn nach und nach gezielt auf die Gegner und wird damit zu einer niedlichen unverwundbaren Extra-Waffe. An einigen Stellen jedoch zeigt er, dass in ihm Überhündisches stecken muss, denn er ist in der Lage aus dem hohen Gras heraus lautlos zu töten und das wirkt selbst für einen trainierten Armee-Hund ganz schön dick aufgetragen. Kommissar Rex würde vor Neid erblassen und den Schwanz einziehen.

Optisch gibt es zum Vorgänger keinen großen Grafiksprung (PS3, Xbox 360), was vielleicht auch an dem Ende der Konsolengeneration liegen könnte oder der sehr eingestaubten Engine. Die Umgebungen sind zwar detailliert dargestellt und es gibt Vieles zu entdecken, die Texturen sind aber längst nicht mehr zeitgemäß und zeigen eine deutliche Altersschwäche. Trotzdem läuft das Spiel zu jeder Zeit mit 60 FPS flüssig und verspricht sowohl in der Kampagne als auch in allen anderen Modi schnelle Kämpfe. Der Waffensound im Spiel kommt ein wenig schwach rüber, da fehlte uns irgendwie der richtige Wumms aus den Lautsprechern. Die deutsche Lokalisierung geht dafür aber völlig in Ordnung und die Sprecher haben gute Arbeit bei der Vertonung geleistet.

Fazit:

Insgesamt bietet die Kampagne gewohnte Ballerkost, ohne dabei auch nur die geringsten Ansprüche an den Spieler zu stellen. In nur rund fünf Stunden Spielzeit hat man die 18 Missionen der strikt linear gehaltenen Kampagne dann auch schnell hinter sich gelassen. Im Multiplayer gibt es diesmal individuell anpassbare Spielfiguren. Hier kommen auch die Gelegenheitsspieler auf ihre Kosten, denn durch das gute Rangsystem bekommt ihr schnell euer Wunsch-Equipment zusammen. Auch mit dem neuen „Extinction“-Modus lag Infinity Ward völlig richtig und schickt euch statt der gewohnten Zombies jetzt gegen Aliens in den Kampf. Leider kann das neue Call of Duty: Ghosts optisch nicht mehr ganz mithalten, bietet aber dennoch kurzweilige Action und viel Unterhaltung.

Der zehnte Teil der Call of Duty Reihe ist zwar schon seit Anfang November erhältlich, doch wollten wir euch den Test nicht vorenthalten. In Call of Duty: Ghosts, für den sich Infinity Ward zwei Jahre Entwicklungszeit genommen hat, werdet ihr in ein neues Szenario geschickt, das euch eine neue Story mit frischen Charakteren liefert. Aber ob die Entwickler damit die richtige Entscheidung getroffen haben verraten wir euch in unserem Testbericht zum First-Person-Shooter von Activision. Eine Gruppierung, die sich "Die Förderation" nennt ist in die USA einmarschiert und hinterlässt pures Chaos. Doch wie schafft man es diese übermächtige Nation zu stürzen?…

Review Übersicht

Grafik - 75%
Sound - 80%
Gameplay - 85%
Umfang - 75%
Multiplayer - 90%
Story - 65%

78%

Dank des wieder einmal großartigen Multiplayers wird Call of Duty: Ghost seinen erhofften Absatz bei den Gamern finden!

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