Mittwoch , Februar 22 2017

Test – Dark – Wenn Vampire schleichen

Mit Dark will Kalypso Media die Vampire wieder cool machen, sie so zeigen, wie Vampire sein sollten. In Dark werdet ihr keinen jugendlichen Vampir finden, der mehr Zeit im Badezimmer verbringt, als damit Blut zu trinken. Dark ist ein Stealth-Titel, der für PC und Xbox 360 erschienen ist. Wir haben Dark unter die Lupe genommen und wollen unsere Eindrücke in diesem Review zusammenfassen. Der Mond lässt sein Licht durch den wolkenverhangenen Himmel scheinen, direkt auf eine kleine Gasse. Langsam rappelt er sich auf, verwirrt, hilflos und ohne Erinnerung. Nur taumelnd und unter großer Anstrengung ist er in der Lage vorwärts…

Review Übersicht

Grafik - 74%
Sound - 86%
Gameplay - 79%
Umfang - 83%
Story - 83%

81%

So ist ein echter Vampir!

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Mit Dark will Kalypso Media die Vampire wieder cool machen, sie so zeigen, wie Vampire sein sollten. In Dark werdet ihr keinen jugendlichen Vampir finden, der mehr Zeit im Badezimmer verbringt, als damit Blut zu trinken. Dark ist ein Stealth-Titel, der für PC und Xbox 360 erschienen ist. Wir haben Dark unter die Lupe genommen und wollen unsere Eindrücke in diesem Review zusammenfassen.

Der Mond lässt sein Licht durch den wolkenverhangenen Himmel scheinen, direkt auf eine kleine Gasse. Langsam rappelt er sich auf, verwirrt, hilflos und ohne Erinnerung. Nur taumelnd und unter großer Anstrengung ist er in der Lage vorwärts zu stolpern. Die Welt um ihn ist stumm. Kein Geräusch dringt an sein Ohr, kein Geruch in seine Nase. Weiter, er muss nur weitergehen. Schmerz breitet sich wie eine Decke über seinen zitternden Leib aus, doch es ist nicht die Kälte, die ihn erzittern lässt.

Weiter, Schritt für Schritt – nur nicht innehalten. Kraftlos hebt er seinen Kopf, seine Füße haben ihn vor eine Tür getragen. Leute starren ihn an, lachend und feiernd. Worüber lachen sie? Wut keimt in ihm auf, ein Gefühl so stark, dass er jeden von ihnen in Stücke reißen möchte. Ruhig… Eine Stimme klingt an sein Ohr – lieblich, fein und rein. Ein Flüstern so leise und doch so stark. Der Schmerz schwindet sowie die Angst und die Wut. Langsam lüftet sich der Schleier. Geräusche und Gerüche finden langsam wieder den Weg in seine Welt. Plötzlich wird die Stille von Musik verzerrt, er steht im Eingangsbereich eines Clubs. Seine Erinnerung ist hinter einem Schleier verborgen – was nur ist geschehen? Erneut nimmt er die sanfte Stimme wahr, wie sie seinen Namen nennt – Eric. Eric Bane, so lautet sein Name aber der Rest liegt noch im Nebel der Vergessenheit. Wieder Herr seines Körpers begibt er sich zur Bar, ein Drink wird sicher helfen. Eine Frau spricht ihn an, ordert eine Bloody Mary für ihn, nach „Art des Hauses“. Wer ist diese Frau und warum gibt sie Eric einen Drink aus? Skeptisch nimmt er das Angebot an, nur um festzustellen, dass sein Getränk seltsam und unvertraut schmeckt. Hier beginnt nun die Reise von Eric Bane, der in eine Welt eintaucht, wie man sie nur aus Mythen und Legenden kennt.

 dark 1

Das hat uns gefallen:

Realmforge wollte ein unverfälschtes Stealth-Spiel entwickeln, das sich auf die Wurzeln des Genres bezieht. Der Schatten und die Dunkelheit sind eure Freunde und entdeckt zu werden, bedeutet das sichere Ableben. In DARK ist genau das der Fall. Obgleich Eric ein Vampir ist, bedeutet Unsterblichkeit nicht Unverwundbarkeit. Kugeln können töten, es bedarf nur der richtigen Menge. Es gilt also clever zu agieren. Deckungen zu nutzen, Laufwege zu erkennen und nicht immer muss ein Gegner auch sterben.

Vor allem aber die Kombination aus Vampir-Fähigkeiten und Stealth hat uns gefallen. Eric geht ohne Waffen in den Kampf Vampir gegen Mensch. Seine Widersacher sind allerdings nicht so freundlich. Im späteren Spielverlauf sind die Gegner immer besser ausgerüstet. Anfangs noch mit einer Pistole im Anschlag ist es später schon ein Sturmgewehr oder eine Granate. Das letztere etwas mehr Schaden zufügen, erklärt sich wohl von selbst. Eric mag zwar waffenlos sein, aber unbewaffnet ist er als Vampir sicher nicht. Fähigkeiten wie der Schattentritt sorgen dafür, dass die Feinde mit nur einem Schlag ins Jenseits geschickt werden. Leichen müsst und solltet ihr unbedingt verstecken, denn sobald ein toter Kamerad gefunden wurde, sind dessen Kollegen auf der Hut und haben einen sehr nervösen Zeigefinger.

Für jeden erledigten Gegner oder das unentdeckte Beenden eines Level-Abschnitts erhält Eric Erfahrungspunkte, die ihr wiederum in neue Fähigkeiten, wie Verdunklung, investieren könnt. Später könnt ihr nicht nur schneller und leiser schleichen bzw. laufen, sondern habt ein kleines Arsenal an Fähigkeiten, die zum Ablenken, verstecken oder töten ausgelegt sind.

Wirklich gut hat uns die Besetzung der Synchronsprecher gefallen. Obgleich die Lippensynchronisation alles andere als perfekt ist, liefern die Sprecher einen sehr guten Job ab. DARK ist komplett in deutscher Sprache erhältlich. Musikalisch gibt es einige gruftige Töne auf die Ohren, die allerdings sehr gut zum vampirischen Thema passen.

 dark 2

Das hat uns nicht gefallen:

Grafisch ist DARK nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Der Cell-Shading Look wirkt etwas veraltet und auch einige Gameplay-Mechaniken benötigen einige Optimierungen. Wird man beispielsweise entdeckt und möchte während des Laufs einen Gegner niederstrecken, ihn also mit der Faust einen herzlichen Gruß ausrichten, gelingt dies nur selten. Eric muss den Feind wirklich im Visier haben, bevor die Faust auf Reisen gehen kann.

An manchen Stellen scheint DARK auch recht „unfair“ zu sein, zumindest dann, wenn man unentdeckt bleiben möchte. Ein Level war dermaßen voller Feinde, dass es praktisch unmöglich war, sie unentdeckt zu erledigen. Zum Glück sind Feinde zu Beginn recht ängstlich und folgen euch nicht sofort ins Versteck. Sie suchen lieber systematisch, was wiederum gut ist.

Nicht schön sind auch viele kleine Fehlerchen, die derzeit noch durch Patches beseitigt werden, somit nicht so viel Gewicht in unserer Wertung bekommen.

Fazit:

Dark ist ein vollkommenes Stealth-Spiel. Man kann zwar nicht springen, hat dafür aber einige wirklich gute Fähigkeiten zur Auswahl, um sich seiner Haut zu erwehren. Innerhalb des Spiels gibt es einige Dialoge, in denen ihr auch Entscheidungen fällen müsst, die einen direkten Einfluss auf die Geschichte von DARK haben. Freunde von Stealth-Titeln kommen sicherlich auf ihre Kosten.

Dennoch gibt es diverse Fehler, die man nicht wegreden kann und sollte. Derzeit ist man bei Realmforge noch mit einigen Patch-Arbeiten beschäftigt, um Fehler zu beseitigen. Man darf aber nicht vergessen, dass DARK kein Vollpreisspiel ist. Derzeit kostet DARK keine 50 Euro und sollte somit von jedem Stealth-Liebhaber auch gespielt werden. Allen anderen empfehlen wir zunächst, die heimischen Videothek aufzusuchen und einige Runden mit Eric zu drehen. Wir hatten mit Dark und Eric Bane jede Menge Spaß.

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