Freitag , Juni 23 2017
Dead Space 3 1

Test – Dead Space 3 – Viel Action, wenig Horror

EA hat nun auch den dritten Teil der Dead Space-Trilogie veröffentlicht aber bevor wir die Vorhänge zuziehen und die Anlage aufdrehen, kommt vorher noch eine kleine Einführung für all Jene die sich noch nicht an Dead Space ran getraut haben und somit den Anfang der Geschichte verpasst haben. Im 26. Jahrhundert hatte die Menschheit mehrfach wegen der mysteriösen »Marker«, einer Art steinerner Empfangstürme für außerirdische Signale, bereits mit blutrünstigen Mutationen zu tun, den sogenannten Nekromorphen. Die von den Markern in Monster verwandelten Menschen übertragen das Gen zur Verwandlung wie die klassischen Zombies und lassen sich nur durch komplette Zerstückelung des…

Review Übersicht

Grafik - 80%
Sound - 95%
Gameplay - 75%
Umfang - 75%
Multiplayer - 70%

79%

Der schlechteste Teil der Serie

User Rating: Be the first one !

EA hat nun auch den dritten Teil der Dead Space-Trilogie veröffentlicht aber bevor wir die Vorhänge zuziehen und die Anlage aufdrehen, kommt vorher noch eine kleine Einführung für all Jene die sich noch nicht an Dead Space ran getraut haben und somit den Anfang der Geschichte verpasst haben.

Im 26. Jahrhundert hatte die Menschheit mehrfach wegen der mysteriösen »Marker«, einer Art steinerner Empfangstürme für außerirdische Signale, bereits mit blutrünstigen Mutationen zu tun, den sogenannten Nekromorphen. Die von den Markern in Monster verwandelten Menschen übertragen das Gen zur Verwandlung wie die klassischen Zombies und lassen sich nur durch komplette Zerstückelung des Körpers aufhalten. Dies konnte Raumfahrtingenieur Isaac Clarke bereits zwei Mal verhindern. Doch das war nicht genug: Denn die Marker sind über das gesamte All verteilt und die Bedrohung durch die Nekromorphen ist jetzt akuter denn je. Natürlich wird die Hoffnung nicht aufgegeben und so macht sich ein Expeditions-Team auf den Weg ins All um den Gerüchten einer möglichen Superwaffe auf den Grund zu gehen und die Nekromorph-Plage auszulöschen.

Dem Team um Sergeant John Carver soll sich natürlich auch wieder Isaac Clarke anschließen und so geht es auf zum Planeten Tau Volantis, um das Geheimnis um die mögliche Vernichtung zu finden. Bei der Ankunft im Orbit von Tau Volantis geht allerdings Eniges schief, denn das Team gerät in ein altes Trümmerfeld aus Wrackteilen und Minen, dabei wird das eigene Raumschiff schwer beschädigt. Isaac und John können sich retten und folgen dem SOS-Signal der Vorgängerexpedition auf eines der Wracks.

Doch als Isaac den Reaktor des Schiffes wieder zum Laufen bringt, beginnt der Horror von Neuem und die Nekromorphen erwachen aus ihrer Schlummer.

Wenn Action Horror ablöst

Nachdem wir uns in der ersten Hälfte von Dead Space 3 durch Schiffswracks und Forschungseinrichtungen gegruselt haben und so einige Schockmomente überstanden hatten, wie finstere Gänge zu durchqueren in denen stöhnende Laute hallen und die Nekromorphen durch die Decken krachen, erwischen wir uns schon mal dabei einen kleinen spitzen Schrei von uns zu geben. Bis dahin sind es auch die stärksten Stunden des Spiels gewesen und diese hätte wir lieber gegen Ende der Story erlebt. Denn leider geben wir euch ab jetzt zum Teil Entwarnung. Sobald die Crew um Isaac Clarke auf dem Eisplaneten Tau Volantis ankommt, wird der Horror größtenteils durch Action ersetzt.

Es kommt zu langen Gewaltmärschen bei denen ihr euch während häufigen Deckungsschießereien gegen die menschlichen Unitologen-Soldaten wehren müsst. Das erinnert ein wenig an Lost Planet. Es fängt an zu nerven wenn die Gegner-KI alles andere als clever agiert und die Schießereien so zur tristen Geduldsprobe verkommen.

Dead Space 3 2

Das hat uns gefallen:

Eine größere Offenheit der Kampagne in der euch überlassen bleibt, ob ihr bestimmte optionale Bereiche erkunden wollt oder nicht. So findet ihr zum Beispiel eine Schlüsselkarte zu einem verschlossenem Seiteneingang eines anderen Komplexes und bekommt per Funk einen Hinweis darauf, warum es interessant sein könnte, sich das ein Mal anzusehen. Auch technisch steht Dead Space 3 seinen Vorgängern in nichts nach: Die feinen Texturen der düsteren Optik im Inneren der Raumschiffe und der nervenaufreibenden Sound, der den Spieler immer wieder durch gut platzierte Geräusche zusammenzucken lässt, sorgt für gepflegte Gruselstimmung. Selbst auf dem Eisplaneten, wo der Schneesturm durch die Boxen pfeift, bekommt man ein beklemmendes Gefühl wenn man nichts mehr durch die dichte Schneewand sieht und jederzeit ein Nekromorph aus dem Boden springen kann. Aufregend ist natürlich immer noch das zerstückeln alter und neuer Nekromorphen. Eine tolle Ergänzung im Spiel ist das neue Crafting-System für Waffen.

Auf zwei verschiedenen Rahmen werden gefundene Bauteile montiert, die jeweils noch extra mit Erweiterungen, wie z.B. Feuerrate, Magazingröße oder Durchschlagskraft ergänzt und kombiniert werden können. Unterwegs findet Isaac außerdem Baupläne, die er an Werkbänken nutzt, um komplett neue Schrotflinten oder Maschinengewehre zu konstruieren. Die benötigten Rohstoffe bekommen wir entweder von erledigten Gegnern oder aus Isaacs Umgebung. Auch können an bestimmten Stellen sehr nützliche Sammler-Bots aussetzt werden, die den Planeten durchwühlen und die Funde nach kurzer Zeit an die vernetzten Werkbänke liefert.

Dead Space 3 3

Das hat uns nicht gefallen:

Spielerisch bleibt Dead Space 3 weit hinter seinen Vorgängern. Es ist schon verwundernd warum man gut nach der Hälfte des Spiels das Ganze zu einer Schießerei verkommen lässt und damit das Genre zum Shooter umwandelt. Daher wandeln sich die Feuergefechte gegen die Unitologen, mit lahmer KI und Dialogen, zum spielerischen Tiefpunkt. Dazu kommt auch ein eigensinniges Deckungssystem, das sofern es funktionieren würde auch gut ins Spiel gepasst hätte. Um das schnelle Ableben seines Charakters braucht man sich auch keine große sorge machen, Stase-Module und Heilpäckchen gibt es mehr als genug.

Auch das Stampfen auf die am Boden liegenden Gegner, für extra Gegenstände, nervt genauso wie in den Vorgängern. Nebenaufträge bieten nicht Viel, außer ein wenig eurer Inventar aufzufüllen. Aber da ihr eigentlich immer wieder die 3 Sucher-Bots losschickt, können diese extra Umwege auch gerne übersehen werden. Wunderlich ist auch, das die Munition in den Vorgängern immer nur für bestimmte Waffen zu gebrauchen war. Jetzt, in Dead Space 3 wurden universelle Patronen eingeführt, die für Plasma-Cutter, Schrotflinten und Maschinengewehre gleichermaßen verwendet werden können. So braucht man in den unteren Schwierigkeitsgraden keine große Angst vor Munitionsmangel haben. Zum Weghören sind auch die meist flachen Dialoge der Charaktere und die altbackende Mimik möchte man auch nicht schön reden. Ebenfalls enttäuschen die deutschen Synchronsprecher und die nicht so angepasste Abmischung. Auch wenn der KOOP-Modus gut in die Kampagne des Spiels integriert wurde, solltet ihr euch entscheiden Solo oder zu zweit zu spielen, denn im Alleingang könntet ihr sonst 3 optionale Missionen verpassen! Auch will die Atmosphäre im KOOP-Modus nicht mehr ganz zur Geltung kommen, da ihr weniger Angst habt wenn man weiß das immer jemand da ist der euch den Rücken frei hält.

Fazit:

An sich ist Dead Space 3 ein gutes Spiel: Es greift die Handlungsstränge gut auf, beantwortet offene Fragen und will alles zu einem spektakulären Ende bringen. Doch als Fan der Serie muss man sich ernsthaft fragen, warum EA die eine Hälfte des Spiels dem Horror zumindest zum Teil treu bleibt und in der anderen auf Action setzt.

Action-Freunde werden daher schon allein wegen des KOOP-Modus angelockt und zum Teil ihre Freude finden. Hardcore-Fans dürften jedoch enttäuscht sein und es vermissen, um Sorge eines schnellen Ablebens, die ganze Zeit mit gezogener Waffe durch die Gänge zu laufen. Auch finden wir es nicht gerechtfertigt 60 Euro zu bezahlen, wenn man im Vorfeld schon von EA die Ankündigung kommt, dass gleich elf Download-Inhalte nach kommen werden. Dead Space 3 ist einfach nicht gut genug und reicht nicht an das Original heran. 

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