Mittwoch , März 1 2017

Test – Gears of War: Judgment – Ein neuer Meilenstein der Serie?

Das neue Gears of War ist da und wir haben uns erwartungsfreudig sofort an die Konsole gesetzt um es euch im folgendem Test näher zu bringen. Während Epic Games noch mit kommenden Titeln alle Hände voll zu tun hat, bemüht sich erstmalig das Team von People Can Fly - bekannt durch Bulletstorm - um das neueste Gears of War. Der vierte Teil der Shooter-Serie schickt euch zurück in die Vergangenheit, in dem die Ereignisse näher beleuchtet werden, die 15 Jahre vor dem ersten Gears of War-Spiel stattfanden. In Judgment wird die Erzählung diesmal ein wenig anders ablaufen: statt mit Marcus…

Review Übersicht

Grafik - 88%
Sound - 79%
Gameplay - 84%
Umfang - 80%
Multiplayer - 77%

82%

Spaßige Ballerei!

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Das neue Gears of War ist da und wir haben uns erwartungsfreudig sofort an die Konsole gesetzt um es euch im folgendem Test näher zu bringen. Während Epic Games noch mit kommenden Titeln alle Hände voll zu tun hat, bemüht sich erstmalig das Team von People Can Fly – bekannt durch Bulletstorm – um das neueste Gears of War.

Der vierte Teil der Shooter-Serie schickt euch zurück in die Vergangenheit, in dem die Ereignisse näher beleuchtet werden, die 15 Jahre vor dem ersten Gears of War-Spiel stattfanden. In Judgment wird die Erzählung diesmal ein wenig anders ablaufen: statt mit Marcus Fenix oder Dominic Santiago gegen unzählige Locust anzukämpfen, wird nun die Geschichte aus der Sicht von vier verschiedenen Charakteren erzählt.

Nur wenige Tage sind vergangen, nachdem die Bedrohung durch die Locust ihren Lauf genommen hat. Das Kilo-Squad, einst gefeiert für ihre Heldentaten, steigt jetzt in Handschellen abgeführt aus einem Helikopter aus – aber warum? Colonel Ezra Loomis erhebt Anklage gegen das Squad, bestehend aus Damon Baird, Augustus „Cole Train“ Cole, Sofia Hendrik und Garron Paduk, nachdem sie in Halvo Bay illegale Militärtechnologie gegen die Locust eingesetzt haben. Ihnen wird nun die Möglichkeit gegeben sich vor dem Gericht zu erklären. Jeder der Angeklagten hat seine eigene Story und jede zeigt einen anderen Blickwinkel der Geschehnisse.

gears of war judgment 1

Das hat uns gefallen:

Mit dem neuen Belohnungssystem können Sterne gesammelt werden, die es für das Besiegen und Hinrichten von Gegnern, sowie für das Töten in Serie gibt. Zusätzlich steigert ihr durch diese Punkte das XP-Level, um beispielsweise für den Multiplayer-Modus Waffen- und Rüstungs-Skins oder Charaktere freizuschalten.

Etwas fordernd und bei Laune haltend sind auch die deklassifizierten Missionen – das sind extra Aufträge, die ihr während eurer normalen Kampagnen erledigen könnt. Dazu gehören zum Beispiel Aufträge in denen ihr nur mit Locust Waffen agieren sollt oder in denen eure Sicht durch Nebel, Sand oder ähnliches getrübt ist.

Bei dem freispielbaren Epilog „Nachspiel“ welcher zur Zeit von Gears of War 3 angesiedelt ist wird erklärt wie Baird und Cole zur dringend benötigten Verstärkung gekommen sind. Hier nimmt die Qualität der Story und der Dialoge von Gears of War: Judgment deutlich zu. Auch wirkt das Leveldesign stimmiger und gleichzeitig füllt es noch den löchrigen Teil des Plots von Gears of War 3 stellenweise auf.

Der Mehrspieler-Modus von Judgment sorgt einmal mehr für große Spielfreude. Insgesamt sechs verschiedene Spielarten werden den Fans geboten, die auf bisher acht Karten ausgetragen werden können. Neben den Standartmodi, wie Death Match, Team Death Match und „Überleben“, gibt es auch einen komplett neuen Modus mit Namen Overrun. Hier treten die Teams abwechselnd als KOR-Soldaten oder Locust an und müssen bestimmte Ziele verteidigen beziehungsweise zerstören.

gears of war judgment2

Das hat uns nicht gefallen:

Jede der 42 Missionen verläuft nach dem gleichen Schema: Die vier Helden betreten eine Arena-artige Karte, Locust kommen, Chaos herrscht. Nach dem bluttriefenden Gemetzel, was in der Regel zwischen fünf und 15 Minuten dauert, warten die drei virtuellen Kollegen am Ausgang zur nächsten Arena, in der alles wieder von Vorne beginnt.

Die Entwickler von People Can Fly leistet sich noch einige herbe Schnitzer: so leidet die KI stellenweise an Aussetzer, wie Drohnen, die einfach an euch vorbeimarschieren ohne auch nur einmal den Abzug zu betätigen. Euer Squad ist ebenfalls keine große Hilfe. Viel zu häufig versperren sie euch das Schussfeld, laufen zu weit vor, bleiben an Wänden stehen, oder verweigern euch in hektischen Situationen die nötige Hilfe. Eine Garantie für Frust und „dezente“ Wutausbrüche.

Fazit:

Abschließend bleibt zu sagen, dass die Kampagne von Gears of War Judgment solide ist aber nicht mit ihren Vorgängern gleichziehen kann. Es mangelt an Höhepunkten und Spannungsspitzen, außergewöhnliche Schauplätze oder große Boss-Kämpfe. Doch durch das gute Deckungssystem, die Waffenauswahl, muskelbepackte Charaktere, die tollen Nahkämpfe und Finisher zeigt Judgment, das die alten Stärken der Reihe auch unter neuer Hand erhalten blieben.

Grafik und Gameplay lassen kaum Grund zu Meckern aufkommen – großartige Ballerei auf hohem Level. Auch in Sachen Sound gibt es kaum etwas zu bemängeln, außer der Soundtrack der etwas Schwach auf der Brust daher kommt. 

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