Freitag , Dezember 15 2017

Test – God of War: Ascension – Kratos ist zurück

Review Übersicht

Grafik - 90%
Sound - 80%
Gameplay - 88%
Umfang - 83%
Multiplayer - 76%

83%

Nur ein Zwischenspiel

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Kratos – ein Name, der schon vor Jahren die Gamer hat die Köpfe heben lassen und ein breites Grinsen in die Gesichtern gezaubert hat. Auch auf der PlayStation 3 ist es nicht anders. God of War: Ascension ist ein weiterer Titel, der uns die Geschichte rund um Kratos, den härtesten aller Spartaner, erzählen will. Wir haben uns das Spiel angeschaut und wollen in diesem Review klären, ob es gelingt am Erfolg von God of War 3 anzuknüpfen.

Er hat alles verloren. Seine Familie tot – gibt es noch einen Sinn? Ja, Rache. Rache an jene die ihn verfluchten, jene die ihm alles nahmen, doch auch die Götter sind nicht untätig. Gefangen von den Furien soll Kratos auf alle Ewigkeit leiden. Eine der Furien hasst den unbeugsamen Spartaner besonders und darin besteht eine Möglichkeit, eine kleine Chance.

Als erfahrener Kämpfer wartet der Geist Spartas geduldig, nimmt jeden Schlag hin und steht jedes Mal wieder auf. Wohl merkend, dass sich die Ketten, die ihn auf Ewigkeit halten sollen, lockern. Als die Furie erneut zum Schlag ausholt, geschieht es schnell. Ein Ruck und die Kette ist gesprengt, das Gefängnis nicht mehr so unüberwindlich wie es sein sollte – der Kampf gegen die Furien beginnt und somit auch der Kampf gegen Götter und das Schicksal.

God-of-War-Ascension 2

Das gefällt uns:

God of War: Ascension ist, wie auch God of War 3, eine Augenweide. Sony Santa Monica hat es noch einmal geschafft, die Texturen zu verbessern. Vor allem aber bei der Charaktergestaltung hat man viel Liebe zum Detail bewiesen. Sicherlich ist Ascension nicht perfekt, aber keinesfalls schlechter als God of War 3.

Am besten gefallen hat uns das Gameplay zu God of War: Ascension. Sony hat deutlich versucht mehr Dynamik abseits von Quicktime Events zu schaffen. Kratos kann jetzt auch in den Nahkampf übergehen, in dem es gilt, Schläge auszuteilen und selbigen auszuweichen. Im „normalen“ Spielgeschehen ist aber auch Ascension ein God of War bis auf die Knochen. Hier hat Sony kaum Veränderungen vorgenommen.

God-of-War-Ascension 3

Das gefällt uns nicht:

Jedes God of War-Spiel auf den Konsolen war bisher episch, was es vor allem einer unglaublichen tollen musikalischen Untermalung verdanken konnte. In God of War: Ascension herrscht oftmals aber Stille. Über viele Minuten hinweg hört man nichts als Kratos, der schnaufend und springend seinen Weg durch die verschiedenen Levelabschnitte abarbeitet. Erst in einem Kampf ertönt wieder Musik oder in einer der recht seltenen Zwischensequenzen.

Eines der größten Mankos ist aber die Geschichte zum Spiel. Man hat während des gesamten Spiels den Eindruck, nur einen Zwischenabschnitt zu absolvieren. God of War: Ascension wäre ein perfektes Spiel für die Vita geworden. Es fehlt dem Spiel einfach an Tiefgang. Wurde man in God of War 3 noch in die Welt gezogen und konnte sich ihr nur schwerlich entziehen, so hat man in God of War: Ascension kaum bis gar nicht dieses Gefühl.

Als überragend angepriesen wurde auch der Multiplayer zum neuen God of War. Sicherlich eine Neuerung der Franchise, allerdings nur von kurzer Freude gesegnet. Schon nach den ersten Runden kann der Spaß schnell verfliegen, da es deutlich an Abwechslung und Unterhaltung fehlt. Sind alle brutalen Kills gesehen, wechselt man schnell wieder zum Singleplayer-Modus.

Fazit:

God of War: Ascension wäre das perfekte Handheld-Spiel. Für ein kurzes Gemetzeln zwischendurch wie gemacht. Einen Tiefgang, wie wir ihn noch in God of War 3 vorfinden konnten, gibt es allerdings nicht. Es ist fast unmöglich, sich fallen zu lassen und in diese Welt einzutauchen. Man sieht und erlebt es, hat dabei auch Spaß, aber nicht in einem Maße, wie wir es bei God of War 3 erleben konnten.

Letztlich hat auch die recht spärliche Musik für Minuspunkte gesorgt. Nur während der recht epischen Bosskämpfe und im Kampf allgemein erklingen diverse Musikstücke, die sich dann allerdings auch hervorragend ins Spiel einfügen. Man hat während des gesamten Titels das Gefühl, nur einen Vorgeschmack dessen serviert zu bekommen , was da noch kommen mag.

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