Donnerstag , Januar 19 2017

Test – InFamous Second Son – Wie gut ist es wirklich?

Sucker Punch hat sich seinerzeit mit der InFamous-Reihe einen Namen in der Videospielwelt sichern können. Auf der PS3 hat man gleich zwei Spiele der Reihe veröffentlicht und mit InFamous: Second Son schickt man sich nun an, auch die PS4 zu erobern. Wir haben uns InFamous: Second Son in diesem Test einmal ganz genau angeschaut.

Conduits – Menschen, die scheinbar ohne Gründe plötzlich über Fähigkeiten verfügten, von denen Menschen nie zu träumen wagten. Blitz, Feuer, Rauch, Wasser und andere Kräfte oder Elemente wurden nun zum Spielball einiger Menschen. Wir, die mit diesen Kräften leben gelernt haben, hatten uns eine wundervolle Zukunft ausgemalt, in der wir zu Helden werden konnten, doch alles sollte anders kommen.

Eines zeichnet uns Menschen – ob mit Kräften oder ohne – aus: wir haben Angst vor dem Unbekannten und leider waren wir es, die Conduits, die nun das große Unbekannte in dieser Welt waren. Schnell schlossen sich Gruppen zusammen, haben gegen Conduits demonstriert oder uns sogar angegriffen. Aus kleinen Gruppen wurden Massen und bald schon war der Begriff Conduit geächtet – so sehr, dass er durch den Namen Bioterrorist ersetzt wurde.

Die Jahre verstrichen und wir Conduits wurden eine Seltenheit. Eine Organisation, das Department of Unified Protection, kurz D.U.P. wurde gegründet und sperrte uns ein. Dennoch gibt es uns noch in der Freiheit, nicht immer wissend, was für Fähigkeiten in uns schlummern. Ich möchte euch nun eine Geschichte erzählen. Eine Geschichte über einen jungen Conduiten, der gerade seine Kräfte erst entdeckt. Die Geschichte von Delsin Rowe.

infamous second son 1

Das hat uns gefallen:

InFamous: Second Son ist vor allen anderen Dingen, vor allem eines: wunderschön anzuschauen. Grafisch hat Sucker Punch die Franchise auf eine neue Ebene geholt. Licht und Schatten, Texturen und Effekte lassen kaum einen Wunsch offen. Die Animationen von Delsin und anderen Charakteren sind flüssiger denn je, aber vor allem die Effekte sind auf einem neuen Level. Die neuen Fähigkeiten wie Neon oder Rauch verdeutlichen dies sehr genau. Setzt man beispielsweise die Neon-Kraft ein und entzieht so einigen Leuchtreklamen die Energie, nimmt Delsin ein breites Spektrum an Farben in sich auf, die er dann in verschiedene Angriffe oder Fähigkeiten umwandeln kann. Dabei gibt es mehr Effekte, als man es je auf der PS3 gesehen hat.

Gut gefallen hat uns auch die Synchronisation von Second Son. Zwar ist das englische Original immer um einiges besser als die deutsche Vertonung, doch sind die Sprüche des jungen Akomisch auch in Deutsch sehr unterhaltsam und lustig. Musikalisch hält sich Second Son etwas mehr im Hintergrund und oft hört man einfach die Geräusche der Stadt, was wir allerdings begrüßt haben. Musik setzt immer erst ein, wenn es brenzlig wird oder bei den sehr beeindruckenden Bosskämpfen.

Der Umfang der virtuellen Stadt Seattle konnte ebenfalls punkten, denn Delsin steht ein Nord- und Südbereich zur Verfügung, die er nach und nach von der D.U.P befreien kann und soll. Dabei setzt Sucker Punch unter anderem auf den neuen DualShock 4-Controller als Waffe gegen die Bösen. Das Touchpad kommt ebenso zum Einsatz wie die verschiedenen Achsen des neuen Controllers. Mit dem Touchpad kann man entweder einen Handscanner bedienen oder Scherben aufsammeln, mit deren Hilfe man die verschiedenen Kräfte aufpowern kann. Die Achsen des DualShock 4 kommen vor allem bei Delsins Hobby, Graffiti, zum Einsatz. Hier hält man den Controller ähnlich wie eine Sprühdose, eine sehr einfallsreiche Idee, leider ohne jeden Mehrwert.

Richtig gut haben uns dieses Mal die Kräfte, die wir hier nicht alle nennen wollen, gefallen. Es macht wirklich Spaß mit Rauch und Neon, um zwei zu nennen, zu spielen. Auch im Kampf hat jede Kraft ihre Vor- und Nachteile, wodurch man oft zwischen den einzelnen Fähigkeiten wechselt, sofern die Möglichkeit dazu besteht.

infamous second son 2

Das hat uns nicht gefallen:

Leider hat Second Son nicht nur eine Sonnenseite zu bieten. Spielerisch gibt es kaum Veränderungen zu den beiden ersten Teilen. Zwar sind die Animationen von Delsin und Co butterweich, doch rein spielerisch gibt es kaum Verbesserungen. Die neuen Kräfte sind zwar sehr unterhaltsam, doch fühlt sich das Klettern und Laufen noch genauso an, wie es in den beiden ersten Teilen der Fall war.

Enttäuscht waren wir leider von der Story rund um Delsin Rowe. Die Hauptmissionen sind in rund 6-9 Stunden durchgespielt, wenn man sich auf eine Seite konzentriert, sprich gut oder böse. Nebenmissionen gibt es zwar ebenfalls, doch sind diese nicht so unterhaltsam, dass man zwangsläufig alles in Seattle erledigen möchte. Auch das Karma-System wurde kaum verbessert.

Entscheidungen trefft ihr nach leichten Kriterien. Entweder während einer Sequenz, in der ihr euch mit einem Tastendruck entscheidet oder man wählt zwischen guter und böser Mission. Konzentriert man sich nur auf eine Seite, hat man nach dem Durchspielen noch die Möglichkeit ein weiteres Mal die Dinge aus einer anderen, eventuell weniger guten Perspektive zu betrachten. Die Handlung allerdings ist eher als durchschnittlich zu betrachten und weckt weder Emotionen noch das Bedürfnis weiter in der Welt bleiben zu wollen.

Fazit:

InFamous: Second Son ist zweifelsohne das bisher schönste PS4-Spiel. Delsin Rowe präsentiert sich mit einer tollen Grafik und ebenso schönen Effekten. Auch die neuen Kräfte sind endlich so unterhaltsam, wie man es sich in den beiden ersten Teilen immer gewünscht hat.

Schade ist nur, dass Sucker Punch bei der Story, dem Gameplay und der Spielzeit etwas knauserig war. Eine packendere Geschichte mit mehr Umfang wäre uns sehr viel lieber gewesen, aber man kann davon ausgehen, dass Second Son nicht der letzte Teil der Serie gewesen sein wird.

Sucker Punch hat sich seinerzeit mit der InFamous-Reihe einen Namen in der Videospielwelt sichern können. Auf der PS3 hat man gleich zwei Spiele der Reihe veröffentlicht und mit InFamous: Second Son schickt man sich nun an, auch die PS4 zu erobern. Wir haben uns InFamous: Second Son in diesem Test einmal ganz genau angeschaut. Conduits – Menschen, die scheinbar ohne Gründe plötzlich über Fähigkeiten verfügten, von denen Menschen nie zu träumen wagten. Blitz, Feuer, Rauch, Wasser und andere Kräfte oder Elemente wurden nun zum Spielball einiger Menschen. Wir, die mit diesen Kräften leben gelernt haben, hatten uns eine wundervolle Zukunft…

Review Übersicht

Grafik - 97%
Sound - 94%
Gameplay - 85%
Umfang - 80%
Story - 80%

87%

Sehr Gut!

Spaß, Superkräfte und wunderschöne Grafik - Gamerherz was willst du mehr?

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