Montag , Februar 27 2017

Test – Injustice: Götter unter uns – Kampf der Titanen

Entwickler NetherRealm und Warner Bros. haben sich einmal mehr zusammengeschlossen und dabei dem DC-Universum einmal mehr einen Besuch abgestattet. Dabei entstanden ist Injustice: Götter unter uns (Gods among us). Wir haben dieses Beat ’em Up natürlich mit Argusaugen betrachtet und unsere Eindrücke im folgenden Review zusammengefasst. Superman – ein Sinnbild für Gerechtigkeit und Kraft, Ritterlichkeit und Macht. Der stärkste unter den Helden und gefürchtet bei allen Schurken hat nie mutwillig Schaden zugefügt oder Böses über Metropolis und seine Bewohner gebracht. Was aber wenn Superman gebrochen wird? Was ist, wenn der Mann aus Stahl alles verliert? Ist die Menschheit dann verloren?…

Review Übersicht

Grafik - 90%
Sound - 92%
Gameplay - 90%
Umfang - 85%
Multiplayer - 78%

87%

Absolut empfehlenswert!

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Entwickler NetherRealm und Warner Bros. haben sich einmal mehr zusammengeschlossen und dabei dem DC-Universum einmal mehr einen Besuch abgestattet. Dabei entstanden ist Injustice: Götter unter uns (Gods among us). Wir haben dieses Beat ’em Up natürlich mit Argusaugen betrachtet und unsere Eindrücke im folgenden Review zusammengefasst.

Superman – ein Sinnbild für Gerechtigkeit und Kraft, Ritterlichkeit und Macht. Der stärkste unter den Helden und gefürchtet bei allen Schurken hat nie mutwillig Schaden zugefügt oder Böses über Metropolis und seine Bewohner gebracht. Was aber wenn Superman gebrochen wird? Was ist, wenn der Mann aus Stahl alles verliert? Ist die Menschheit dann verloren?

Das Verhör ist anders als sonst, die Umgebung nicht vertraut – doch auch in Metropolis schlafen Gerechtigkeit und Kriminalität niemals. Ein Lachen reißt Batman aus seinen Gedanken. Innerlich aufgewühlt lässt sich der dunkle Ritter aus Gotham nichts anmerken, wenngleich das Lachen vertraut ist, steht es nur für Chaos und Tod. Der Joker, der wohl verrückteste Schurke aus Gotham, ist zu weit gegangen – hat Dinge in Gang gesetzt, die lieber unangerührt blieben. Er hat den Mann aus Stahl gebrochen. Batman, sich bewusst, dass er nur wenige Minuten hat, ist dieses Mal nicht zurückhaltend, will erfahren, wieso er getan hat, was den Lauf der Dinge ändern wird.

Ein Krachen, ein Knall – die meterdicke Wand fliegt im hohen Bogen durch den Raum. Eine Naturgewallt sondergleichen ist wahnsinnig vor Zorn und hat seinen Blick nur auf den Joker gerichtet. Sofort weiß Batman die Situation einzuschätzen, redet auf Superman ein, seinen Freund und Mitstreiter, doch es ist alles zu spät. Superman tut das, was nie ein Held zuvor getan hat: er tötet den Joker. Das Leid in Supermans Herzen ist nicht gestillt, die Wut nicht verflogen – was bleibt zu tun? Die Menschheit wird unter Schutz gestellt, das Böse ausradiert wie der Joker. Wer nicht für den Kryptonier ist, der ist gegen ihn und somit ein Feind – ganz gleich ob gut oder böse. Das Regime unter Superman hat begonnen.

Einst war der dunkle Ritter ebenfalls ein Sinnbild für Gerechtigkeit, doch jetzt ist er das Gesicht des Widerstandes. Superman muss besiegt und gefangen genommen werden, damit die Menschheit wieder frei ist. Wie hält man den Unbesiegbaren auf? Für Batman gibt es nur eine Antwort: Verstärkung. Mit Hilfe einiger Verbündeter zieht er viele Helden einer parallelen Welt in sein Universum – eine Welt, in der der Joker gerade dabei ist, Metropolis mit einer Atombombe zu zerstören. Batman, der Joker, Green Lantern, Wonder Woman und Green Arrow werden in die düstere Welt von Superman gezogen – hier fängt der Kampf um die Freiheit an.

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Das hat uns gefallen:

Injustice: Götter unter uns ist kein typisches Beat ’em Up. Die Story ist ein entscheidender Faktor des Spiels und wird nicht wie in anderen Genrevertretern erzählt. Es ist nicht nötig sich einen Kämpfer für den Singleplayer auszuwählen, denn man spielt sie fast alle. In verschiedenen Episoden schlüpft man in die Rollen von Batman, dem Joker, Green Arrow, Cyborg und anderen DC-Helden und muss gegen das Regime des bösen Supermans ankämpfen. Dabei wird in nur einer Runde entschieden wer gewinnt, natürlich muss man, sollte man die Bretter küssen, erneut antreten, doch sobald man den Sieg davon getragen hat, flimmert die erste Zwischensequenz über den heimischen Bildschirm. Injustice erzählt eine komplexe Geschichte von Verlust und Gerechtigkeit, die direkt aus einem Comic entsprungen sein könnte. Es ist kein flacher Plot, sondern alle Kämpfe führen auf ein Ziel hinaus. Noch nie war ein Prügelspiel spannender und besser in Szene gesetzt als Injustice.

Für das Gameplay gilt einmal mehr: leicht zu lernen, schwer zu meistern. Im Grunde verfügen alle Helden über die gleichen Tastenkombinationen, die natürlich unterschiedliche Angriffe und Würfe zum Ergebnis haben. Die Verkettung in Kombos ist allerdings alles andere als einfach. Vom Laserblick, bis zum Batarang sind fast alle Helden und Schurken mit individuellen Angriffen ausgestattet, die keine Langeweile aufkommen lassen. Abseits des Storymodus kann man sich in diversen anderen Modi offline der einen oder anderen Herausforderung stellen, um so neue Outfits und andere Goodies freizuschalten.

Ein weiterer Pluspunkt des Spiels ist die sehr gute Vertonung, auch in Deutschland. Zwar sind nicht alle Kämpfer mit den originalen Stimmen aus Film und Fernsehen versehen worden, doch liefern die Synchronsprecher durchweg einen sehr guten Job ab. Gleiches gilt im Übrigen auch für die musikalische Untermalung von Injustice.

Nach so viel Lob muss doch jetzt etwas Negatives folgen? Nein, denn auch grafisch ist Injustice ein echter Hingucker. Die Angriffe laufen flüssig, die Texturen sind schön anzuschauen – im direkten Vergleich mit anderen Prügelspielen – und Effekte gibt es ebenfalls reichlich.

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Das hat uns nicht gefallen:

Man soll es nicht glauben, doch es gibt tatsächlich auch weniger erfreuliche Merkmale an Injustice. Wer online seine Kämpfe austragen will, muss sich mit massiven Lags auseinandersetzten, die NetherRealm leider auch nach dem letzten Mortal Kombat-Titel noch nicht in den Griff bekommen hat. Sicher, es gibt schlimmere Spiele, doch trübt dieser Aspekt, den doch so runden Gesamteindruck um einiges.

Fazit:

Gottgleiche Kräfte, viele Fighter, wunderschöne Grafiken, ein toller Sound und eine durchdachte Story. Was will man mehr, könnte man fragen? Könnte man, denn Injustice ist vor allem anderen eines: Ein Spiel, das man auch gegen andere Menschen spielen möchte. Wählt man dafür den Online-Modus kommt das Spiel schnell an seine Grenzen.

NetherRealm hat in allen Kategorien punkten können, leider nur in einem nicht. Ist Injustice: Götter unter uns deswegen ein schlechtes Spiel? Sicher nicht, wären die Kämpfe im Online-Modus nicht von Lags geplagt, dann wäre es das wohl bisher beste Beat ’em Up, was die aktuellen Konsolen anbieten können.

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