Dienstag , Januar 17 2017

Test – Mars War Logs – Das Arcade-RPG im Test

Seit die Menschheit damit begonnen hat, aktiv Raumfahrt zu betreiben, war auch der Mars, unser roter Nachbarplanet, immer ein Ziel für eine bemannte Reise. Im Jahre 2013 sind wir noch nicht soweit, dass wir einen Fuß auf den Mars setzen können, doch virtuell ist dies möglich. Entwickler Spiders hat diesen Traum weitergeträumt und sogar damit begonnen, den Mars zu kolonialisieren. Mit Mars: War Logs betreten wir nun den vierten Planeten des Sonnensystems aber werden dort kein Paradies vorfinden. Der Krieg auf dem Mars dauert schon lange an. Viele wissen gar nicht mehr, warum wir noch gegeneinander kämpfen. Wäre der Sand…

Review Übersicht

Grafik - 80%
Sound - 78%
Gameplay - 75%
Umfang - 88%
Story - 60%

76%

Sehr viel Potential aber...

User Rating: Be the first one !

Seit die Menschheit damit begonnen hat, aktiv Raumfahrt zu betreiben, war auch der Mars, unser roter Nachbarplanet, immer ein Ziel für eine bemannte Reise. Im Jahre 2013 sind wir noch nicht soweit, dass wir einen Fuß auf den Mars setzen können, doch virtuell ist dies möglich. Entwickler Spiders hat diesen Traum weitergeträumt und sogar damit begonnen, den Mars zu kolonialisieren. Mit Mars: War Logs betreten wir nun den vierten Planeten des Sonnensystems aber werden dort kein Paradies vorfinden.

Der Krieg auf dem Mars dauert schon lange an. Viele wissen gar nicht mehr, warum wir noch gegeneinander kämpfen. Wäre der Sand auf dem Mars nicht schon vor Äonen rot gefärbt worden, so hätten wir dies mit dem Krieg übernommen. Die einstige Hoffnung der Menschheit ist für uns nichts weiter als ein großes Schlachtfeld. Freunde, die noch eben an deiner Seite waren, sind längst tot, weil sie eine Kugel erwischt hat.

Wer nicht stirbt hat eventuell das Glück in ein Gefangenenlager zu kommen. Das Leben dort ist fast schlimmer als der Krieg. Neulinge werden als Frischfleisch vom Gesindel geschändet oder gar getötet. Wer hier überleben will, braucht mehr als nur einen starken Willen. Waffen sind zwar nicht erlaubt, werden aber geduldet. Warum fragt ihr? Selbst den Wächtern ist es zuwider im Lager zu arbeiten. Ihr Frust richtet sich gegen die Gefangenen oder die Mutanten, die ebenfalls in Lagern leben müssen. Bisher war ich damit beschäftigt Kisten von A nach B zu tragen, ein Job, den selbst ein Affe erledigen könnte. Doch der Zufall trieb mich in die Sanddusche. Hier begegnete ich ihm zum ersten Mal. Einem Jungen, der meine Zukunft und mein Leben auf den Kopf stellen sollte. Dies ist unsere Geschichte.

Mars-War-Logs-2

Das hat uns gefallen:

Mars War Logs ist kein Vollpreisspiel, es steht zum Preis von 1.200 MS-Points, also umgerechnet 15 Euro, zum Download via Xbox Live bereit. Für diesen Preis hat Entwickler Spiders tief in die Trickkiste gegriffen und ein Spiel geschaffen, das satte 15-20 Spielstunden beinhaltet.

Basierend auf der Silk-Engine hat Spiders Games die wohl bekanntesten Elemente aller RPGs in Mars War Logs vereint. In der Rolle von Roy Temperance gilt es, den eigenen Charakter zu erweitern. Dabei könnt ihr auf drei verschiedene Skill-Trees zugreifen. Jeder Level bietet dabei die Möglichkeit, neue Erfahrungspunkte einzusetzen und euch so einen Vorteil gegenüber den Feinden zu verschaffen. Damit nicht genug: es gibt auch eine Art Moral-System, wie man es aus Mass Effect oder Kotor her kennt. Eure Taten haben Einfluss auf die Welt von Mars War Logs. Entscheidet man sich dazu, die Leute nach einem Kampf zu töten, werdet ihr mit der Zeit zum richtigen Bad Boy, was auch das Verhalten NPCs verändert. Das war es aber noch immer nicht. Jeder Level bringt auch noch Fähigkeitspunkte mit sich, die ihr in persönliche Fähigkeiten wie das bessere Erbeuten von Schrott investieren könnt. Je nach dem, wie gut oder schlecht ihr seid, werden sich einige Fähigkeiten nur dann offenbaren, wenn ihr den nötigen Ruf erreicht habt. Rüstungen bzw. Kleidung findet ihr bei den hiesigen Händlern. Viele Kleidungen und Waffen könnt ihr nach eigenem Gusto verbessern und aufwerten. Dafür sammelt man quasi unentwegt Schrott auf oder plündert gefallene Feinde. Diese Materialen könnt ihr dann entweder verkaufen oder zu neuer Ausrüstung kombinieren.

Das Gameplay selbst ist recht simpel gehalten und sollte schnell in Fleisch und Blut übergehen. Roy ist in der Lage zu schlagen, Blitze zu schleudern oder zu schießen. Ein Schnellwahlmenü ist auch im Kampf aufrufbar und gewährt euch auf alle Fähigkeiten und Waffen Zugriff. Alternativ könnt ihr auch drei Hot-Buttons belegen, die eure drei Lieblingsfähigkeiten per Knopfdruck abrufen können. Abwechslung von der eigentlichen Geschichte findet man in diversen Sidequests, die noch einmal einen Pluspunkt in der Akte Mars War Logs mit sich bringen.

Grafisch ist das Spiel zwar keine Augenweide, aber für einen Arcade-Titel zum Preis von 15 Euro durchaus ein Hingucker. Die Silk-Engine leistet gute Dienste, wenngleich viele Bewegungen noch recht steif und unbeholfen wirken. Die Vertonung von Mars War Logs ist komplett in Englisch gehalten, was nicht wirklich verwunderlich ist. Ein Untertitel sorgt bei Sprachmuffeln für Abhilfe. Die Sprecher liefern einen soliden Job ab.

Mars-War-Logs-3

Das hat uns nicht gefallen:

Mars War Logs ist günstig, ja aber es ist auch inkonsequent. Ein Spiel mit so viel Potential hat es wohl lange nicht gegeben. Doch leider konnte Spiders Games nicht viel davon umsetzen. Die Story verliert sich schnell und ist teils kaum nachvollziehbar. Es macht nur wenig Sinn, den Helden und Schurken bei ihrem Treiben zuzuschauen, da man oft nicht weiß, warum gerade das passiert was man sieht.

Gleiches gilt auch für das Gameplay. Zwar ist es Simpel aber auch eintönig. Im Grunde ist man nur dabei drauf zu schlagen, zu blocken oder auszuweichen. Bosskämpfe sind zumindest auf dem normalen Schwierigkeitsgrad nicht der Rede wert. Nur einmal während der gesamten Spielzeit wird man Zeuge eines echten Bossfights, der allerdings genauso lieblos dahingezimmert wirkt. Die k.I ist zwar gut aber auch schnell zu durchschauen. Im Grunde gibt es nur wenige Klassen. Schützen, die euch dauernd auf’s Korn nehmen, Schläger und Technomancer, die mit Blitzen eurem Leben ein Ende bereiten wollen. Geht man systematisch vor und hat immer eine Granate dabei, ist so ein Kampf schnell entschieden.

Den letzten Kritikpunkt müssen wir der deutschen Übersetzung widmen. Die zum Teil komplett andere Sätze in den Untertitel anzeigt, als das was wirklich gesprochen wird, was die Geschichte nur verwirrender machen könnte.

Fazit:

Mars War Logs hat uns viele Stunden gut unterhalten können und ist ein waschechtes RPG. Blitze, Schlag- und Schusswaffen begleiten uns auf der Reise, genau wie viele kleine Fehler und unlogische Handlungsweisen.

Es scheint so als hätte dem Spiel die nötige Zeit gefehlt und etwas mehr Budget. Grafisch darf man keine großen Ansprüche haben, da wir hier von einem Arcade-Titel reden, der das besagte Budget eines großen Spiels nicht zur Verfügung hat. Spiders Games scheint an zu vielen Fronten gleichzeitig gekämpft zu haben und konnte dabei nur alles so gut machen, wie es die Zeit und das Geld erlaubten. Hätte man auf einige Dinge verzichtet wäre Mars War Logs wohl sehr viel besser geworden.

Vor allem aber die Story hätte überarbeitet werden müssen, denn dann hätte man über viele kleine Fehler hinwegschauen können. Mars War Logs ist ein solides Spiel, wir empfehlen aber das ihr vor dem Kauf die kostenlose Demo ausprobiert. 

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