Samstag , August 19 2017

Test – Metro: Last Light – Wunderschöner Tunnelblick

Mit Metro 2033 hat 4A Games seinerzeit bewiesen, dass auch ein Roman als Vorlage für ein Videospiel herhalten kann und dass man - mit etwas Mühe und viel Arbeit - auch echte Qualitätsarbeit abliefern kann. Mit Metro: Last Light ist im Mai 2013 nun ein weiteres Spiel der Serie erschienen. Wir haben Mütterchen Russland einen erneuten Besuch abgestattet und fassen unsere Eindrücke in diesem Review für euch zusammen. Ein atomarer Krieg tobte vor vielen Jahren. Jeder Mensch, der noch in der Lage war zu laufen und nicht an der Strahlung gestorben ist, hat sich in die Metro Russlands zurückgezogen. Dort…

Review Übersicht

Grafik - 92%
Sound - 88%
Gameplay - 85%
Umfang - 85%

88%

Unglaublich schön!

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Mit Metro 2033 hat 4A Games seinerzeit bewiesen, dass auch ein Roman als Vorlage für ein Videospiel herhalten kann und dass man – mit etwas Mühe und viel Arbeit – auch echte Qualitätsarbeit abliefern kann. Mit Metro: Last Light ist im Mai 2013 nun ein weiteres Spiel der Serie erschienen. Wir haben Mütterchen Russland einen erneuten Besuch abgestattet und fassen unsere Eindrücke in diesem Review für euch zusammen.

Ein atomarer Krieg tobte vor vielen Jahren. Jeder Mensch, der noch in der Lage war zu laufen und nicht an der Strahlung gestorben ist, hat sich in die Metro Russlands zurückgezogen. Dort fristet die Menschheit nun ihr Dasein. Angst, dass die Strahlung, die noch nach so vielen Jahren an der Oberfläche herrscht, auch in die schmalen Gänge und Schächte der russischen Metro gelangt, ist allgegenwärtig.

Seit dem Krieg haben viele neue Kreaturen die Erde bevölkert. Kaum eine davon ist friedlich – vielmehr haben sie es auf die Menschen abgesehen. Die „Schwarzen“, größer als jeder Mensch und mit der Fähigkeit ausgestattet, uns Dinge sehen zu lassen, waren die Herrscher an der Oberfläche. Bis wir uns eines Tages dafür entschieden, sie mit einem Raketenangriff allesamt auszulöschen. Die „Schwarzen“ waren eine Gefahr, die wir nicht mehr ignorieren konnten, oder sollten wir uns geirrt haben?

Es war Artjoms Befehl, der die Rakete starten ließ. Hunderte von ihnen sind einfach verdampft – eine Bedrohung weniger, um die wir uns in dieser lieblosen Welt kümmern müssen. Jetzt, nach all der Zeit droht eine neue Gefahr – keine Mutanten, keine Monstren, sondern ein viel älterer Feind ist wieder aktiv geworden: die Menschen. Aufgeteilt in drei Lager: die Faschisten mit Namen „Reich“, die Kommunisten, die Rote Linie, und der Orden – alle mit eigenen Interessen und Idealen. Ein Bürgerkrieg scheint unausweichlich, doch Gerüchte keimen auf… Die Leute erzählen von einem „Schwarzen“, aber wie ist das möglich? Sollten sie überlebt haben? Unsere Hoffnung, unserer Vertrauen liegt wieder auf Artjom. Er scheint der Schlüssel zu allem zu sein.

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Das hat uns gefallen:

Metro Last Light, nicht zu verwechseln mit Metro 2034, ebenfalls ein Roman, erzählt die Geschichte von Artjom weiter, den wir bereits im ersten Teil spielen durften. Die Story benötigt leider etwas Anlaufzeit, doch wird man am Ende mit einer geschlossenen Geschichte belohnt. Sicher gibt es noch Fragen, aber diese werden wohl in einem weiteren Spiel beantwortet werden müssen.

Beim Gameplay wollte Entwickler 4A Games keine Risiken eingehen. Auf den Konsolen spielt sich Metro Last Light, wie man es erwartet. Alles was man schon aus dem ersten Teil kannte, ist auch in Last Light wieder möglich. Artjom ist in der Lage, drei Waffen mit sich zu führen, die alle beim richtigen Händler erworben, verkauft oder aufgewertet werden können. Bezahlt wird wieder mit Militärmunition, die man gegen Wurfmesser, Munition und Aufbesserungen eintauschen kann. Wer Metro Last Light spielt, darf nicht den Fehler begehen und glauben, dass es ein extrem Action lastiger Shooter sei. Es geht um die Geschichte – Kämpfen ist Mittel zum Zweck, um zu überleben. Vor allem merkt man dies im Kampf gegen menschliche Gegner. Sicher kann man in guter alter Rambomanier vorgehen, doch wer im Dunklen bleibt und lautlos seine Gegner, tödlich oder nicht, ausschaltet spart nicht nur wertvolle Munition, sondern dürfte deutlich weniger das Zeitliche segnen.

Wirklich sehr gut gefallen hat uns die Atmosphäre von Last Light. Licht und Schatten in Verbindung mit einer wirklich sehr schönen Grafik, lässt Gamerherzen höher schlagen. Spiele, in denen so effektvoll mit Licht umgegangen wird, gab und gibt es nur wenige. Als Resultat dieser Hingabe erwartet euch eine wirklich packende Atmosphäre. A4 Games hat aber auch in Last Light wieder bewiesen, dass viel Liebe zum Detail – denn davon gibt es reichlich – einen entscheidenden Ausschlag geben kann. Egal, wohin euer Blick wandert, in den staubigen Gängen der Metro oder an die Oberfläche – es ist jedes Mal ein wahrer Augenschmaus.

Nicht ganz so gut, aber immer noch schön anzuhören, ist der Sound des Shooters. Jeder Russe spricht passenderweise Deutsch, aber mit einem Akzent, der sich gewaschen hat. Leider tauchen diverse Stimmen viel zu oft auf, als dass sie die sonst so tolle Atmosphäre unterstreichen können. Der Soundtrack von Metro hält sich dezent im Hintergrund, ohne negativ aufzufallen.

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Das hat uns nicht gefallen:

Metro Last Light ist kein perfektes Spiel – welch Überraschung. Artjom muss sich nicht nur mit Mutanten und schwer bewaffneten Menschen auseinandersetzen, sondern auch mit einigen Bugs. So kann es durchaus vorkommen, dass man nicht mehr in der Lage ist, seine Waffen zu benutzen – hier hilft nur ein Schritt zurück zum letzten Speicherpunkt.

Wo wir schon beim nächsten Problem wären. Diese sind zum Teil so ungünstig gesetzt, dass man mit Frust zu kämpfen hat. Gerade an der Oberfläche, wenn man auf Filter für die Gasmaske angewiesen ist, kann ein Speicherpunkt schon einmal zum Verhängnis werden. Viel zu selten sind Filter an der Oberfläche zu finden, so das man Artjom beim Ersticken zusehen muss.

Fazit:

award4Metro Last Light ist ein wirklich gutes Spiel. Die Story benötigt etwas Anlaufzeit, für viele sicher zu viel, ist dann aber unterhaltend – allerdings keine Offenbarung. Grafik, Sound und Gameplay sorgen aber dafür, dass Metro Last Light wirklich Spaß macht, sieht man von einigen Bugs und komischen Speicherpunkten ab.

Warum aber sticht Metro Last Light letztlich doch heraus? Nun, bedenkt man die Arbeitsumstände von Entwickler A4 Games, die zum Teil auf Klappstühlen gearbeitet haben, ist Metro Last Light wirklich erstaunlich. Grafisch muss sich das Spiel vor keinem aktuellen Shooter verstecken. Jeder, der Metro 2033 geliebt hat, dürfte auch mit Metro Last Light mehr als zufrieden sein und seine helle Freude damit haben. Von uns gibt es eine klare Kaufempfehlung.

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