Donnerstag , Dezember 14 2017

Test – Payday 2 – Zeit für einen Bankraub

Review Übersicht

Grafik - 71%
Sound - 85%
Gameplay - 72%
Umfang - 70%
Multiplayer - 80%

76%

Ein sehr cooler kooperativer Gangster-Ego-Shooter, der aber grafisch und in der KI noch etwas Überarbeitung braucht.

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„Everybody down!!“ heißt es wieder. Nach dem der Arcade-Vorgänger Payday: The Heist vom kleinen Entwicklerteam Overkill schon gute Ansätze zeigte, wollte man jetzt natürlich noch eine große Schippe drauflegen. Wir haben Payday 2 ins Laufwerk unserer Konsole gelegt und wollen dem Spiel nun auf den Zahn fühlen. Kann es halten was schon der Vorgänger versprochen hat? Wir finden es raus.

Beginnen werdet ihr in eurem Versteck, das im Keller eines Waschcenters liegt. Von dort aus könnt ihr via Laptop auf das CrimeNet zugreifen, welches euch immer die verfügbaren Missionen anzeigt, in denen ihr Solo oder doch lieber gleich bis zu viert im Koop starten könnt. Dieses Game wurde aber auch auf’s Spielen mit anderen Leuten ausgelegt, denn die KI der Teamkameraden ist nicht die größte Hilfe und ihr seid dann eher auf euch alleingestellt. Denn im höheren Schwierigkeitsgrad wird euch schnell mal die Luft ausgehen, während man damit beschäftigt ist sich gegen Wellen von Polizisten bis hin zu SWAT-Einheiten zu ballern und gleichzeitig sich durch Banksafes bohrt, Gemälde oder Schmuck stiehlt und Drogen für Drogenbarone transportiert. Doch bevor ihr die Mission startet seid ihr in der Planungsphase, in dieser könnt ihr und eure drei Partner unmaskiert und ohne Waffe durch die Banken, Schmuckläden oder Einkaufszentren laufen ohne das euch etwas passiert. Dort seht ihr nach wo Wachen stehen, wer vielleicht eine Schlüsselkarte hat und wo ein guter Fluchtweg liegt. Aber sobald ihr eure Maske aufsetzt, geht der Auftrag los.

Payday 2-2

Das hat uns gefallen:

30 dynamische Missionen die sich nach Höhe des Schwierigkeitsgrades ändern werden. (z.B. befinden sich die Safes so wie Überwachungskameras an anderen Stellen oder das Wachpersonal ändert seine Laufwege) Die Charakterentwicklung, sowie das Klassensystem wurden überraschend gut umgesetzt. Es gibt vier verschiedene Klassen, auf die man den Charakter spezialisieren kann. Mit der richtigen Ausrüstung kann man sogar Raubüberfälle durchführen, ohne entdeckt zu werden. Und mit dem erbeuteten Geld können neue Waffen oder gruselige Masken erworben werden, die man ebenfalls anpassen kann.

Auf Topniveau befindet sich aber vor allem der Soundtrack, der jeden Beutezug musikalisch in ein fast schon dramatisches Licht rückt. Die englische Vertonung der Charaktere kann diese Messlatte nicht ganz halten, ist aber immer noch schön anzuhören.

 Payday 2-3

Das hat uns nicht gefallen:

Grafisch kann Payday 2 wie der Vorgänger kaum mit anderen Shootern mithalten. Matschige Texturen, steife Animationen und Clippingfehler hinterlassen einen tristen Gesamteindruck. Ein weiteres großes Problem ist die trottelige KI der Teamkameraden im Offline-Modus. Denn durch den hohen Schwierigkeitsgrad sind die drei teils eher nutzlos. Sie können keine Beute bergen, Zivilisten fesseln oder Safes durchbohren. Dadurch werden die meisten Aufträge am Ende kaum zu schaffen sein.

Was Payday 2 aber am meisten Fehlt ist Abwechslung. Obgleich viele Missionen mit dem Schwierigkeitsgrad anspruchsvoller werden, sind die Aufträge oftmals identisch oder sich sehr ähnlich. Überfalle die vier Läden, brich in eine Bank ein oder raube Schmuck.

Anfangs verkommt Payday 2 eher zu einem Schießbudenspiel, da eine Polizistenwelle nach der anderen ein Gebäude stürmt, ohne Rücksicht auf Verluste. So können sich schnell ein paar dutzend Leichen auftürmen. Aber wie heißt es so schön? Wo gehobelt wird, fallen auch Späne.

Fazit:

Die Stärke von Payday 2 liegt in der Atmosphäre. Egal wo euer Raubzug stattfindet und ihr die Maske aufsetzt, kommt eine sehr gute Gangster-Stimmung auf. Nervenkitzel und Spannung lassen vor allem im Koop eine grandiose Panzerknacker-Stimmung aufkommen. Auch der passende Sound kann mit überzeugenden englischen Sprechern und Hintergrundgeräuschen punkten.

Dennoch macht Payday 2 nicht alles besser als sein Vorgänger und noch immer fehlt es an Abwechslung. Gamer, die aber schon den ersten Teil gemocht haben, werden auch mit Payday 2 gut bedient sein. Für Koop -Shooter-Fans können wir also trotzdem eine Kaufempfehlung aussprechen, die vom Preis, in diversen Geschäften, von knapp 40 Euro noch verstärkt wird.

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