Donnerstag , März 30 2017

Test – Saints Row 4 – Die Aliens sind da!

Nachdem Saints Row 3 von vielen Fans der Serie nicht sehr gerade hochgeschätzt wurde, hat Deep Silver nun Saints Row 4 auf den Markt gebracht. Ein Spiel, das so viele Genre vermischt, dass wir gar nicht anders konnten, als es zu testen. Ob Saints Row 4 wirklich besser ist als der dritte Teil der Serie, erfahrt ihr in diesem Review. Was steht denn heute auf den Plan? Oh, legal illegal Musik herunterladen, einem Land den Krieg erklären – schon wieder – und eine Rede vor dem Volk halten. Präsident der USA zu sein, ist schon ein anstrengender Job. Doch mein…

Review Übersicht

Grafik - 79%
Sound - 85%
Gameplay - 80%
Umfang - 86%
Multiplayer - 83%

83%

Besserer Humor, Superkräfte und jede Menge gute Musik

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Nachdem Saints Row 3 von vielen Fans der Serie nicht sehr gerade hochgeschätzt wurde, hat Deep Silver nun Saints Row 4 auf den Markt gebracht. Ein Spiel, das so viele Genre vermischt, dass wir gar nicht anders konnten, als es zu testen. Ob Saints Row 4 wirklich besser ist als der dritte Teil der Serie, erfahrt ihr in diesem Review.

Was steht denn heute auf den Plan? Oh, legal illegal Musik herunterladen, einem Land den Krieg erklären – schon wieder – und eine Rede vor dem Volk halten. Präsident der USA zu sein, ist schon ein anstrengender Job. Doch mein Plan wurde komplett durcheinander gebracht. Nicht durch irgendwelche Politiker, denen ich sowieso direkt zwischen die Beine trete, nein von einem Alien. Das ist wieder einer dieser WTF-Momente.

Wer hat die denn zu meiner Party eingeladen? Nun gut, kümmern wir uns um das „Zin-Imperium“. Allerdings lief das auch nicht so wie geplant ab. Man hat mich in eine Simulation gesteckt, was ist echt und was nicht? Ach, nun muss der Präsident auch noch die Welt retten – erinnert mich jemand daran, dass ich mir selbst mehr Geld zahle. Nun gut, besiegen wir den Oberbösewicht „Zinyak“ – was für ein lausiger Name – und dann kann ich endlich wieder Präsident sein. Vorher muss ich allerdings noch meine Freunde und Angestellten retten, denn mit wem sollte ich sonst eine romantische Beziehung eingehen können? Uh, diesen Eintrag sollte ich eventuell aus dem Tagebuch löschen…

Saints-Row-4.1

Das hat uns gefallen:

Die Saints sind zurück! Und das mit einem Paukenschlag. Volition Inc. hat bei der Entwicklung einfach so ziemlich jedes Genre genommen, das es derzeit gibt und in einem Spiel verpackt, ohne dass es dabei zu unübersichtlich wird. Als Präsident werden wir von Zinyak und seinen Mannen gefangen genommen und in eine Simulation geworfen. Das ganze ist derart gut in Szene gesetzt und unglaublich lustig gestaltet, dass man gar nicht anders kann, als die vielen Anspielungen auf diverse Filme zu erkennen. Matrix, Tron und viele mehr sind in Saints Row 4 zu finden, wenn gleich auch durch den Kakao gezogen.

Wo wir auch schon beim besten Part von Saints Row 4 wären. Der Humor ist unglaublich gut und unterhaltend. Ganz gleich ob die vielen Anspielungen auf Filme oder Retro Games – ich sage nur Streets of Rage – sie alle passen in das Gesamtbild und sorgen für pure Unterhaltung. Direkt nach dem Humor steht bei uns der Soundtrack ganz oben auf der „Habt-ihr-gut-gemacht“-Liste. Bekannte Lieder aus verschiedenen Jahrzehnten der Musik werden in den irrwitzigsten Momenten eingespielt und das Verrückte: sie passen auch noch zusammen.

Wieder einmal gut gelungen ist der Charaktereditor. Fast kein Wunsch kann nicht erfüllt werden. Selbst wenn eurer Held komplett schwarze Augen haben soll ist das möglich und bedarf nur weniger Klicks. Im Spiel selbst kann man dann noch diverse Updates für seinen Charakter freischalten bzw. kaufen. So könnt ihr schon recht schnell ohne Ausdauerprobleme wie von der Tarantel gestochen durch die Straßen flitzen.

Das Gameplay indes ist ein zweischneidiges Schwert, aber kommen wir zunächst zudem, was uns daran gefallen hat: Die Superkräfte, die man innerhalb der Simulation besitzt, wurden gut implementiert, wenngleich nicht auf einem Niveau wie bei Crackdown oder Prototype. Allerdings ist es schon verdammt lustig, schneller als ein Auto zu sein und mit Feuerbällen, Eis oder Blitzen um sich zu werfen. Die Steuerung ist dabei nicht schwer zu erlernen, da man über das Steuerkreuz eine Schnellauswahl treffen kann, welche Kraft man derzeit nutzen will.

Richtig Lustig wird das Gameplay allerdings dann, wenn man einen Koop-Freund einlädt und dann zusammen mit den Superkräften das Böse besiegen will.

 Saints-Row-4.2

Das hat uns nicht gefallen:

Machen wir direkt beim Gameplay weiter. So gut es ist, macht es viel von Saints Row zu Nichte. Durch die Superkräfte ist es faktisch unnötig, mit einem Auto zu fahren. Wenngleich es wieder einen besseren und sogar überarbeiteten Modus für die Anpassung eurer Vehikel gibt. Man ist oftmals einfach schneller, wenn man als menschliche Kanonenkugel durch die Straßen rennt. Nicht nur Autos sind komplett sinnfrei, sondern auch die Verstärkung, die ihr innerhalb der Simulation rufen könnt. Mit euren Superkräften und dem außerirdischen Waffenarsenal macht ihr jedem Feind relativ schnell den Garaus.

Wo wir schon beim nächsten Kritikpunkt wären. Die Feinde, alle bis auf Zinyak, wiederholen sich ständig. Kleinere Bosskämpfe, um an neue Fähigkeiten zu kommen, sind zwar etwas anspruchsvoller, gerade zu Beginn, doch sobald man den Dreh raus hat, ist auch dies schnell erledigt. Vielmehr hatten wir das Gefühl, während der Kämpfe mit verschiedenen Bossen, das oft Vieles aus Saints Row 2 und 3 übernommen und einfach mit Superkräften versehen wurde. Die Ausnahme bei dem Ganzen ist der Kampf gegen „Paul“, einem riesigen und sehr wütenden Energiedrink.

Grafisch hat sich im direkten Vergleich zu Saints Row 3 nicht viel getan. Einige Effekte wurden aufgehübscht und eventuell die eine oder andere Textur etwas schärfer, aber das war es auch schon. Zu Gute halten muss man Saints Row 4, dass es kaum Ruckler oder Framerate-Einbrüche gibt, selbst wenn man wie ein Wahnsinniger umherrennt.

Fazit:

Saint Row 4 ist in unseren Augen besser als der dritte Teil der Serie. Der Humor ist endlich wieder da, wo er sein sollte – scharf und auf den Punkt gebracht – und die vielen Anspielungen auf Filme oder Videospiele sind einfach grandios. Gleiches gilt für den Sound. Wobei die Hilfe von Allround-Sprecher Nolan North wohl ebenfalls dazu beigetragen hat.

Weniger gefallen hat uns, dass die Superkräfte vieles der Saints Row Welt überflüssig machen, auch wenn sie gut in Szene gesetzt sind. Autos und Unterstützung benötigt man im Grunde nicht mehr. Abgesehen davon, wer will schon Auto fahren, wenn man 200 Meter hoch springen kann?

Alles in allem ist Saints Row 4 gut geworden, aber hat eben auch seine Schwächen. Fans der Serie sollten aber auf jeden Fall zugreifen, denn es macht einfach nur extrem viel Spaß, als Präsident die Matrix – oh sorry – die Simulation zu rocken.

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