Montag , Juli 24 2017

Test – Sniper: Ghost Warrior 2 – Besser als der Vorgänger?

Ab dem 15. März 2013 ist nun der Nachfolger des vor zwei Jahren veröffentlichten Sniper Ghost Warrior erhältlich. Mit der neuen CryENGINE3 ausgestattet möchte City Interactive natürlich die 3,5 Millionen Marke des Vorgängers übertreffen und legt es diesmal ganz auf das Auskundschaften von Gebieten und lautlose Ausschalten von Gegnern an. Als ehemaliger Militär-Scharfschütze macht sich Captain Cole Anderson auf die Jagd nach einem Kriegsverbrecher und Waffenhändler der seinen Lebensunterhalt unter anderem mit dem Verkauf von Biowaffen verdient. Begleitet wird Anderson durch einen sogenannten "Spotter", der im Einsatzgebiet die nötige Hilfestellung leistet und euch über eure Ziele und Einsatzgebiete informiert. Letztlich…

Review Übersicht

Grafik - 70%
Sound - 70%
Gameplay - 70%
Umfang - 46%
Multiplayer - 30%

57%

Schlechter als erwartet.

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Ab dem 15. März 2013 ist nun der Nachfolger des vor zwei Jahren veröffentlichten Sniper Ghost Warrior erhältlich. Mit der neuen CryENGINE3 ausgestattet möchte City Interactive natürlich die 3,5 Millionen Marke des Vorgängers übertreffen und legt es diesmal ganz auf das Auskundschaften von Gebieten und lautlose Ausschalten von Gegnern an.

Als ehemaliger Militär-Scharfschütze macht sich Captain Cole Anderson auf die Jagd nach einem Kriegsverbrecher und Waffenhändler der seinen Lebensunterhalt unter anderem mit dem Verkauf von Biowaffen verdient. Begleitet wird Anderson durch einen sogenannten „Spotter“, der im Einsatzgebiet die nötige Hilfestellung leistet und euch über eure Ziele und Einsatzgebiete informiert. Letztlich geht es aber nicht nur darum den Waffenhändler und andere Feinde zu terminieren, sondern Anderson muss sich auch mit seiner eigenen Vergangenheit auseinandersetzen.

Anderson, ausgebildet als geübter Schütze wird nie Rambo spielen – nein, er hat sich darauf spezialisiert ein Geist zu sein, Feinde genau zu beobachtet, sich Laufwege zu merken und die Blickrichtung des Feindes auszumachen. Anderson muss sich aber nicht nur allein auf sein gutes Auge verlassen. Ihm zur Seite steht die modernste Technik – ein Fernglas und die Nacht- und Thermalsicht, damit er seine Beute nie aus dem Blick verliert. Denn sollte Anderson entdeckt werden würde er ohnehin den Kürzeren ziehen.

Sniper- Ghost Warrior 2 2

Das hat uns gefallen:

Um einen Feind auszuschalten, müssen verschiedene Dinge berücksichtigt werden, wie Flugbahn, Wind, Entfernung zum Ziel und die eigene Herzschlagfrequenz, die im Idealfall um die 60 liegt, um einen Schuss nicht zu verreißen. Auf der mittleren Stufe unterstützt euch das Spiel mit einem roten Punkt auf dem Fadenkreuz, sodass auch ungeübte Spieler ein Gefühl für das realistische Verhalten des Geschosses bekommen. Auf „Schwer“ fällt diese Hilfe jedoch komplett weg und auch die Feinde werden nicht mehr auf der Mini-Karte angezeigt. Dadurch bekommt ihr erst so richtig das Gefühl ein echter Scharfschütze zu sein, denn das Auskundschaften des Feindgebiets wird dadurch extrem wichtig. Fehler darf man sich dann nun allerdings keine mehr erlauben.

Schön anzusehen ist die Grafik – die Lichteffekte und Weitsicht. Dafür sorgt natürlich die CryEngine 3, die schon bei vielen Games, seit Crysis 3, für tolle Grafiken und wunderschöne Lichteffekte sorgt. Ebenfalls gut fällt auch die deutsche Synchronisation aus, auch wenn einige Dialoge ungenau gesetzt wurden und dazu werdet ihr noch von einem passenden Soundtrack begleitet.

Sniper- Ghost Warrior 2 1

Das hat uns nicht gefallen:

Viel wird euch die Story aber nicht bieten und nach dem Briefing läuft es im Endeffekt in jeder Mission gleich ab: man sprintet von Zielort zu Zielort und schießt alle Gegner möglichst ohne Alarm auszulösen nieder, oder gebt zwischendurch mal einem Feuerteam Deckung. Taktisches Vorgehen bleibt dabei viel zu oft auf der Strecke.

Wie schon im Vorgänger hat es die KI des Feindes wieder einmal schwer erwischt. Ihr müsst gelegentlich mit Fehlern und groben Ausfällen rechnen. Manchmal vergisst das Spiel auch die Feinde zu animieren, sodass sie einfach miteinander weiter reden oder auch mal über den Boden gleiten. Sieht zwar komisch aus, verdirbt einem aber deutlich die Stimmung.

Ein sehr sparsamer Multiplayer-Modus mit gerade mal zwei Karten und einem Spielmodus sorgt für weitere Minuspunkte.  Ganz gleich was die KI befallen hat, es scheint auch die Server angesteckt zu haben, denn viel zu oft ist die Verbindung mittelmäßig bis schlecht, wodurch es zu störenden Verzögerungen kommt. Da wurde im ersten Teil deutlich mehr geboten.

Fazit:

Für Scharfschützen-Fans kommt die Kampagne trotz belangloser Story und einigen Fehlern noch recht gut daher, aber beim Mehrspielermodus kann man nur den Kopf schütteln.

Auch mit der CryEngine 3 hätte man etwas mehr rausholen können und müssen! Viel gibt es nicht zu sagen: das Ziel von City Interactive, den Vorgänger zu übertreffen und vieles zu verbessern, wurde selbst mit Hilfe der Community und Kritikern nicht erreicht. Shooter-Freunde, die anspruchsvollere Unterhaltung gewohnt sind, sollten hier lieber den Gang zur Videothek an treten und das Spiel antesten, bevor das hart verdiente Geld zum Fenster hinausgeworfen wird.

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