Dienstag , August 22 2017

TEST: Space Rift – Eine abenteuerliche Reise in virtuelle Realitäten?

Das kleine Entwickler-Team Vibrant Core will uns für Sony’s VR-Brille in die eisigen Weiten des Weltalls schicken, was wir dort erleben werden und ob das kleine Team dazu ausgereicht hat, klären wir nun für euch in unserem Test!

In Space Rift wurde die Erde nach einem Meteoritenschauer zu einer unbewohnbaren Einöde. Folglich blieb den Menschen nichts Anderes übrig, als auf den nächstgelegenen Planeten, den Mars, auszuwandern.

Die normalen Bürger werden jedoch unterdrückt und dienen nur als Arbeiter, die keine Rechte haben. Spurt einer dieser Drohnen nicht, wird ihm die Luft zum Atmen abgedreht und das Problem ist gelöst. Zwei riesige Konzerne (Weyss & Pandora) herrschen über alles und jeden, sie wohnen abgeschottet vom Rest der Bevölkerung, über dem Mars in dessen Atmosphäre. Erzählt wird die Geschichte um den Mineralienschürfer Casey Black, der seinen Arbeitsplatz im Asteroidenfeld gegen die Teilnahme an einer Rebellion tauscht. Wir erwachen in einer einsamen Kajüte mitten im Weltall und unser Luftvorrat der Raumstation neigt sich dem Ende zu. Unsere Aufgabe ist es anfangs Material von umherfliegenden Meteoriten im Weltraum zu sammeln, was zu Beginn aber als Tutorial dient.

Auf Erkundungstour sitzen wir direkt im Cockpit und um uns herum befinden sich etliche Bildschirme, die wir bedienen können. Direkt vor uns das Radar, auf diesem werden natürlich die Ressourcen und Gegner angezeigt. Zu unserer linken befindet sich der Bildschirm für das Waffensystem, auf dem wir auf Knopfdruck zwischen Laser und Raketen wechseln können. Zu unserer rechten befindet sich der Bildschirm für die Sonden. Diese werden auf Meteoriten abgefeuert.

Dort angekommen startet auf diesem Bildschirm ein kleines Minispiel. Wir bestimmen wo die Sonde anbohren soll, um an die Ressourcen zu kommen. Über unseren Kopf können wir noch die Scheinwerfer des Raumschiffes anschalten sowie die Umgebung scannen.

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Das hat uns gefallen:

Space Rift verfügt über eine komplett deutsche Sprachausgabe, was aktuell sehr selten bei VR-Games ist. Die Vertonung ist okay, natürlich könnt ihr aber auch auf Englisch wechseln, wenn euch das lieber ist. Das Immersions-Gefühl beim fliegen lässt euren Magen nicht flau werden. Nach kurzer Eingewöhnungsphase unseres Achterbahnfliegens, haben wir uns dann auch schnell an die Steuerung gewöhnt und gleiten nun nicht mehr so hektisch rum. Mit den rechten Schultertasten bremst ihr ab oder beschleunigt. Ansonsten wird vieles durch die Bewegung des Kopfes erledigt. Der Rest der Steuerung läuft auf Bestätigen und Abbrechen hinaus.

Das notwendige Schürfen von Mineralien, von denen Casey Verbesserungen seines Schiffes bezahlt, verleiht den ansonsten viel zu kurzen Einsätzen zumindest einen Hauch spielerischer Tiefe. Allerdings kann das Abklappern der Asteroiden mitunter etwas nervig werden, weil ständig neue Gegnerwellen eintreffen. Die sind zwar schnell aus dem Weg geräumt, ihre Anwesenheit zerstört jedoch den besten Teil des Spiels, nämlich das entspannte Fliegen im All.

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Das hat uns nicht gefallen:

In der kurzen Kampagne werdet ihr nur auf zwei Personen treffen, Caseys Chefin und ihre Technikerin. Leider sind die Damen aber alles andere als interaktiv und selbst beim Gespräch mit uns, wenden sie sich nicht einmal uns zu, so entsteht das Gefühl, nicht wirklich anwesend zu sein. Besser wird es aber auch nicht sobald wir auf Mission gehen, bzw. fliegen. Die Einsatzgebiete, der nicht einmal zehn Missionen, sind winzig und anstatt nach Abschluss einer Mission seinen coolen Hyperantrieb langsam hochzufahren, schaltet der klapprigen Asteroiden-Scooter umgehend und ohne grafischen Übergang auf Warp.

Die erwartete Illusion tatsächlich ein Raumschiff zu fliegen entsteht so nur sehr selten. Sämtliche Aktionen, wie das Bohren nach den benötigten Mineralien, das Andocken und sogar das Drehen des Schiffs vor Zielobjekten werden nach Knopfdruck ja automatisch ausgeführt. Auch die auftauchenden Gegner-Drohnen sind nicht gerade eine große Abwechslung. Entweder hängen sie vor Wänden oder Asteroiden und kommen nicht weiter, ziehen vor uns fragwürdige Kreise oder teleportieren sich ständig durch den Raum.

Auch wenn Space Rift für die Virtual Reality entwickelt wurde, lässt gerade die VR-Einbindung in einigen Belangen zu wünschen übrig. Der Blick aus dem Cockpit zeigt zum Teil unschöne und detailarme Oberflächen, die das in VR so wichtige Betrachten aus der Nähe zur Enttäuschung machen. Hier staunt man nicht, sondern nimmt die große einfarbige Flächen zur Kenntnis.

Fazit:

Dem kleinen Team um Vibrant Core fehlt hier wohl noch das nötige „know how“ für ein VR-Game, denn Episode 1 funktioniert in den meisten Ansätzen noch nicht so wie es sollte. Leider macht es auf die Dauer keinen großen Spaß hier Raumschiff zu fliegen! Das Kämpfen gegen die langweiligen Drohnen ist keine allzu spannende Herausforderung für uns, es nervt viel mehr. Alle besonderen Aktionen führt das Schiff automatisch aus und das für die Virtual Reality so wichtige Entdecken kleiner Details wird von hässlichen Texturen nahezu komplett verhindert.

Mit einer zwar nicht unbedingt außergewöhnlichen, aber trotzdem interessanten Handlung spendiert uns Space Rift zum Glück keine weitere, sogenannte VR-Tech-Demo. Die Hoffnung auf eine vielschichtigere Episode bleibt, denn das Team ist bereits mit der Planung für Episode 2 beschäftigt. Der zweite Teil soll umfangreicher werden, aber nicht mehr kosten als Teil eins, der mit 20 Euro zu Buche schlägt.

Das kleine Entwickler-Team Vibrant Core will uns für Sony's VR-Brille in die eisigen Weiten des Weltalls schicken, was wir dort erleben werden und ob das kleine Team dazu ausgereicht hat, klären wir nun für euch in unserem Test! In Space Rift wurde die Erde nach einem Meteoritenschauer zu einer unbewohnbaren Einöde. Folglich blieb den Menschen nichts Anderes übrig, als auf den nächstgelegenen Planeten, den Mars, auszuwandern. Die normalen Bürger werden jedoch unterdrückt und dienen nur als Arbeiter, die keine Rechte haben. Spurt einer dieser Drohnen nicht, wird ihm die Luft zum Atmen abgedreht und das Problem ist gelöst. Zwei riesige…

Wertung

Grafik - 65%
Sound - 65%
Gameplay - 70%
Umfang - 50%
Immersion - 75%

65%

Entwickler Vibrant Core legt einen holprigen Start mit Space Rift hin, doch die Hoffnung auf Verbesserung bleibt bestehen.

User Rating: 2.5 ( 1 votes)

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