Mittwoch , Mai 24 2017

Test – Spinter Cell Blacklist – Sam ist zurück!

Sam Fisher, der wohl bekannteste Geheimagent, ist wieder zurück. Ubisoft verspricht mit Splinter Cell Blacklist nicht nur Action, sondern auch jede Menge Stealth. Wird Splinter Cell Blacklist ein reines Action-Feuerwerk oder kommen auch Fans der ersten Teile auf ihre Kosten? Wir haben es für euch herausgefunden. Die Dunkelheit ist zu einem ständigen Begleiter geworden. Aus den Schatten zu agieren, wo man kaum zu sehen ist, wurde zur Gewohnheit. Nur wenige Meter trennen ihn von seinem Ziel, einem Verbrecher, der von der Bildfläche verschwinden muss, damit Amerika den Frieden wahren kann. Windrichtung, Geräusche und selbst Gerüche werden bei seinen Schritt fast…

Review Übersicht

Grafik - 88%
Sound - 85%
Gameplay - 89%
Umfang - 85%
Multiplayer - 83%

86%

Super!

Das bisher beste Splinter Cell!

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Sam Fisher, der wohl bekannteste Geheimagent, ist wieder zurück. Ubisoft verspricht mit Splinter Cell Blacklist nicht nur Action, sondern auch jede Menge Stealth. Wird Splinter Cell Blacklist ein reines Action-Feuerwerk oder kommen auch Fans der ersten Teile auf ihre Kosten? Wir haben es für euch herausgefunden.

Die Dunkelheit ist zu einem ständigen Begleiter geworden. Aus den Schatten zu agieren, wo man kaum zu sehen ist, wurde zur Gewohnheit. Nur wenige Meter trennen ihn von seinem Ziel, einem Verbrecher, der von der Bildfläche verschwinden muss, damit Amerika den Frieden wahren kann. Windrichtung, Geräusche und selbst Gerüche werden bei seinen Schritt fast schon instinktiv mit einbezogen. Nur noch wenige Schritte trennen ihn vom Ziel. Noch einmal schaut Sam sich um – kein Feind in sicht – Zugriff. Ein schneller Schritt, geübte Handgriffe – das Ziel ist gesichert und lebt, so wie es der Auftrag verlangte.

Es geht zum Militärstützpunkt, schnell noch die Waffen nehmen, bevor Victor es merkt, Sam grinst –Victor wird es ohnehin merken. Auf dem Weg zum Helikopter mustert Victor den großen Waffenkoffer und erklärt Sam noch einmal, dass der nächste Auftrag ohne tödliche Waffen erledigt wird. Beide Soldaten kennen sich zu gut und so weiß Victor auch um die versteckte Waffe. Sam grinst, so war es immer, so soll es immer bleiben. Der Helikopter startet, Sam und Victor reden mit einander, doch etwas erregt Victors Aufmerksamkeit: „ Tower, erbitten Startfreigabe.“ Keine Antwort. Sam witzelt über die Ausrüstung doch irgendetwas stimmt nicht und beide wissen es.

Der Auftrag kann nicht warten, sie starten und das sollte ihnen das Leben retten. Was Sam und Victor nicht wissen konnten: fast alle im Tower und auf dem Stützpunkt sind entweder gefangen genommen worden oder schon tot. Die Schockwelle kommt unvermittelt, der Hubschrauber ist getroffen. Taumelnd rast er dem Boden entgegen – der Aufschlag ist heftig. Sam wird eingeklemmt. Victor steigt aus dem Wrack aus und rettet seinen Freund – hier soll Sams neues Abenteuer beginnen. Nur er kann eine neue Bedrohung aufhalten, die auf Amerika zurollt – die Blacklist.

Splinter cell blacklist 2

Das hat uns gefallen:

Die Geschichte von Splinter Cell Blacklist ist fast wie alle anderen Splinter Cell Teile auch schon. Ernst, nahe an der Realität und doch voller Spannung und Action. Obgleich es wieder einen neuen Bösewicht gibt, wirkt die Story frisch und konnte uns von der ersten Sekunde an fesseln.

Beim Gameplay hat Ubisoft noch einmal eine Schippe draufgelegt. Sam kann im Grunde alles, was er auch in den vorigen Teilen konnte, bis auf den Spagat zwischen zwei Wänden, und noch mehr. Jetzt können wir Sam vor jeder Mission mit neuer Ausrüstung versehen, neue Anzugteile erwerben, die ihn entweder mit den Schatten verschmelzen oder mehr Schaden vertragen lassen. Diese Art der Ausrüstungsauswahl deutet schon an, dass sich beim Gameplay Einiges getan hat.

Blacklist ermöglicht euch, Punkte in drei Kategorien pro Auftrag zu ergattern. Ghost Sam schleicht um die Feinde herum, von Niemanden gesehen, ohne Tote – eben wie ein Geist. Panther ist die etwas härtere Gangart. Sam kann noch immer an den Feinden vorbeischleichen, doch bekommt er nun auch Punkte für das Ausschalten seiner Gegner – Mister Fisher wird zum tödlichen Raubtier. Assault lässt Sam zum Rambo mutieren und er pfeift im Grunde auf das Versteckspiel. Ist die Waffe nur dick genug, werden die Feinde schon fallen.

Allerdings kann während einer Mission eine Situation entstehen, in der man in allen drei Bereichen Punkte kassieren kann. Wird man entdeckt und schaltet dann die Feinde aus, gibt es Punkte im Bereich Assault. Mit diesen Punkten könnt ihr dann neue Ausrüstungsgegenstände kaufen oder die Paladin aufrüsten. Paladin ist der Name eurer mobilen Festung – einem Flugzeug. Mit den Upgrades für die Paladin könnt ihr diverse Verbesserungen freischalten, die sich entweder im Kampf nützlich machen oder euch dabei helfen neue Waffen freizuschalten. So erhält Blacklist einen kleinen Rollenspiel-Touch, der sich aber sehr gut mit dem Splinter Cell-Universum versteht. Am Gameplay selbst hat sich seit Conviction nicht viel geändert. Die rundlegende Steuerung ist die gleiche geblieben, nur das einige Gadgets hinzugefügt wurden.

Wirklich gut gefallen hat uns die deutsche Synchronisierung von Blacklist. Sam wird dabei von Martin Kessler gesprochen, der schon in vorigen Teilen seine Stimme an Sam verliehen hat. Kessler ist im deutschen Film als Stimme von Nicolas Cage oder Vin Diesel bekannt.

Grafisch holt Ubisoft mit Blacklist noch einmal alles aus den aktuellen Konsolen heraus. Es gilt wieder in Schatten einzutauchen, verdeckt vorzugehen und dem Spiel mit Licht und Schatten zu folgen. Dies wurde wieder einmal wunderschön umgesetzt. Grafisch ist Blacklist das bisher schönste Splinter Cell-Spiel.

Ebenfalls gut gelungen ist dieses Mal auch der Koop-Modus. Es gibt allerdings keine Kampagne mehr wie in Conviction, sondern gesonderte Missionen, die man aus der Paladin aus annehmen kann. Die sogenannten 4E Missionen können wahlweise Online, im Splitt Screen (nicht auf der Wii U) oder zum Teil auch Solo erledigt werden.

Splinter cell blacklist 3

Das hat uns nicht gefallen:

Obwohl der Multiplayer zu Splinter Cell Blacklist besser ist als in vergangenen Teilen kommt doch recht schnell Langeweile auf. Es ist leider immer das Gleiche. Spione vs Mercs. Die einen hacken, die anderen ballern.

Abseits davon gibt es einige Probleme mit dem Sound von Blacklist. Manches Mal, vor allem in Nebenmissionen, sprechen die Feinde plötzlich englisch und dann wieder deutsch. Es scheint da noch die eine oder andere Tonspur zu geben, die noch nicht gänzlich übersetzt wurde.

Fazit:

Splinter Cell Blacklist ist nicht nur das bisher schönste Splinter Cell-Spiel, sondern auch das beste. Von einigen keinen Fehlern beim Sound abgesehen und dem etwas eintönigen Multiplayer, ist Blacklist vor allem eines: die perfekte Mischung aus Action und Stealth.

Es macht unglaublich Spaß, vor allem wenn man Fan der ersten Teile ist, wieder mit den Schatten zu verschmelzen, wenngleich die Gegner nicht mehr ganz so blind sind, wie damals. Schatten verbergen Sam eben nicht völlig. Auch das neue Punktesystem zum Aufrüsten der Anzüge und Co passt perfekt ins Spiel.

Splinter Cell Blacklist erhält von uns eine klare Kaufempfehlung und sollte in keiner Splinter Cell-Sammlung fehlen.

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