Montag , Dezember 18 2017

TEST: WoW Legion – Wie gut ist das sechste Addon?

Mein Name ist Legion und wir sind viele – viele, die die sechste Erweiterung zu World of Warcraft sehnlichst herbeigewünscht haben und nun ist sie endlich da. Legion ist auf dem Markt und sorgt bei vielen für Freude und Aufregung. Wir haben uns das sechste Addon zu World of Warcraft genauer angeschaut und fassen unsere Eindrücke in diesem Test zusammen.

Mit seinem letzten Atemzug schaffte es Archimonde den Ork-Hexenmeister Gul’dan in ein Portal zu schleudern, direkt in den Nether und damit wieder zurück in die wirkliche, die richtige Zeitlinie. Leider war dies nicht das Ende des Bösen und auch nicht das Ende Gul’dans. Einzig seine Pläne veränderten sich und so ist er noch immer dabei sein zerstörerisches Werk fortzusetzen.

Als er unzählige Portale öffnete, in der Gruft von Sargeras Avatar, brachte er die brennende Legion nach Azeroth – der Anfang vom Ende, oder könnt ihr das Böse von Azeroth abwehren?

wow-legion-1

Das hat uns gefallen:

Legion schafft das, was Viele längst nicht mehr geglaubt haben: es bringt die Spieler und auch die Freude wieder zurück nach World of Warcraft. Müsste man die neue Erweiterung aber in zwei kurzen Worten beschreiben, dann wären „Waffen“ und „Dämonenjäger“ wohl die ersten, die einem dazu einfallen dürften. Die neue Klasse fühlt sich im Nahkampf zuhause und kann als reiner Schadenausteiler oder als Tank gespielt werden. Was ihn aber auszeichnet ist seine extrem hohe Agilität: Doppelsprünge und rasant ausgeführte Vorstöße lassen einem den Spaß an WoW wiederfinden. Als wäre das längst nicht genug gibt es noch zwei weitere Features, die den Dämonenjäger ausmachen. Die von Superman ausgeliehenen Laseraugen sind wirklich ein schickes Gimmick, doch sobald man sich in seine Dämonenform verwandelt, dürfte das breite Grinsen schlicht nicht mehr aus dem Gesicht zu wischen sein.

Der zweite Punkt waren die bereits angesprochenen Waffen. Egal in welcher Klasse und mit welcher Rasse man sich in den Kampf stürzen möchte, es gibt für alle 36 Möglichkeiten eine ganz eigene Artefaktwaffe, die uns während des gesamten Legion-Addons begleitet. Natürlich bekommt man nicht einfach so den mächtigen Schicksalshammer oder die Schreckensklingen in die Hand gedrückt, zuvor gilt es eine Quest zu erledigen, die ebenfalls für die jeweilige Spezialisierung angepasst wurde.

Gut die Waffen sind mächtig, und sonst so? Es geht noch weiter. Die Waffen weisen einen eigenen Talentbaum auf, den man mit eingesammelter Artefaktmacht ausbauen kann. So kann man auf bis zu 17 Verbesserungen zugreifen. Die Vielzahl der Talente sind aber passiv, wie erhöhter Schaden oder die verbesserte Wirkungsdauer bestimmter Effekte. Seltener sind die aktiven Talente, da es hier nur einen gibt, direkt am Anfang, die je nach Klasse schnell einen sehr wichtigen Part in der Spielweise einnimmt. Wer sein Artefakt aufwerten möchte, kann dies ebenfalls mit bis zu drei Relikten tun. Die Relikte erhöhen nicht nur eure Gegenstandsstufe, sondern verbessern auch je eine eurer Fähigkeiten im Talentbaum der Artefaktwaffe. Erhältlich sind diese dann, genau wie Rüstungsteile, über verschiedenste Quests, Bossbelohnungen und Instanzen

Ein Feature, dass Viele sicher mit gemischten Gefühlen betrachten werden, ist die Levelanpassung, die mit Legion Einzug hält. Die verheerenden Inseln passen sich eurer Stufe an. Feinde wurden angepasst, genau wie es der Loot ist. Gerade für Gruppen, die alle ein ähnliches Level haben ist dies perfekt, und noch besser ist es, wenn man kurz einfach mit seinen Kumpels das neue Addon erkunden möchte.

Das Questsystem erinnert stark an Warlords of Draenor; World of Warcraft nimmt einen etwas mehr an die Hand, da man von einer Quest zur nächsten geführt wird. Abseits der Wege ist es aber deshalb nicht weniger spannend. Neue Monster, seltene Schätze und manchmal auch ebenso seltene Monster warten am Wegesrand darauf entdeckt und bekämpft zu werden. Das Erreichen von Bonuszielen bringt zudem zusätzliche Erfahrung mit sich, was ja nie verkehrt ist.

Dass uns Blizzard in Legion gezielter an die Hand nimmt hat aber auch einen Grund. Die Geschichte, die in den einzelnen Gebieten erzählt wird, wurde durch gescriptete Events sehr gut in Szene gesetzt. Auch eindrucksvolle Zwischensequenzen sind an der Tagesordnung, die dafür sorgen, dass man noch mehr in die Welt des Spiels abtaucht.

Grafisch hat sich Blizzard nicht lumpen lassen. Mehr Weitsicht hält mit der neuen Erweiterung Einzug und jedes Gebiet ist einfach wunderschön und faszinierend auf seine ganz eigene Art und Weise. Die eben bereits angesprochenen Sequenzen sind auch mit einer für Blizzard typischen hochwertigen Sprachausgabe versehen, die keine Zweifel an der Qualität aufkommen lassen. Abseits von den wirklich schnell ins Auge springenden Details hat man auch das User Interface etwas verbessert und angepasst. Auch sehr praktisch und eine extrem sinnvolle Erweiterung ist der Kleiderschrank, der automatisch die Skins von Waffen und Rüstungen aufnimmt.

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Das hat uns nicht gefallen:

Wie bereits erwähnt ist die neue Klasse wieder ein Nahkämpfer, was bei Bosskämpfen für etwas wenig Platz an vorderster Front sorgt. Es wird Zeit, dass Blizzard auch wieder gute Fernkämpfer ins Spiel implementiert.

Zudem sind viele der neuen Dungeons sehr leicht ausgefallen, was nicht zwangsläufig ein Garant für langen Spielspaß sein dürfte. Man kann hier aus den Schwierigkeitsgraden Normal, Heroisch und Mythisch wählen. Jedoch wird demnächst schon, gemeinsam mit dem neue Schlachtzug, auch der neue Schwierigkeitsgrad „Mythisch plus“ eingeführt. Dieser muss dann in einem bestimmten Zeitlimit geschafft werden um Beute zu erhalten und es kann ein immer höher werdender Schwierigkeitsgrad freigespielt werden, um noch bessere Gegenstände zu erhalten.

Spieler älteren Semesters werden unter anderem sofort bemerkt haben, dass die Buffs der meisten Klassen verschwunden sind. Nur der Vergelter-Paladin ist noch in der Lage Buffs zu wirken. Desweiteren ist auch die Massenwiederbelebung verschwunden, welche über den Gildenbonus verfügbar war, hierzu sind jetzt nur noch die heilenden Klassen in der Lage.

Fazit:

Mit Legion bringt Blizzard den Spaß und vor allem eine gute Geschichte zurück nach World of Warcraft. Zwar nimmt uns Blizzard wieder etwas an die Hand, entschädigt aber durch gut inszenierte Quests, die mit eindrucksvollen Sequenzen und einer noch eindrucksvolleren Vertonung aufwarten können. Selbst die Instanzen machen nach dem gefühlt fünften Mal noch immer Spaß und sind kein Grund sich zu beschweren.

Perfekt ist aber auch dieses Addon nicht. Das Verschwinden der Buffs für fast alle Klassen, das hinzufügen einer weiteren Nahkampfklasse und das noch nicht ausgefeilte hinterlassen einen etwas bitteren Nachgeschmack.

Abschließend bleibt aber zu sagen, dass Legion insgesamt betrachtet die wohl beste Erweiterung für World of Warcraft geworden ist. Fans des MMOs, die ihren Charakter stillgelegt haben, sollten wieder für ihre Seite in den Kampf ziehen. Legion ist aber auch für Quereinsteiger sehr gut geeignet und dürfte damit auch wieder viele neue Gamer anlocken.

World of Warcraft: Legion (Add-On) - [PC/Mac]

Price: EUR 24,99

3.3 von 5 Sternen (74 customer reviews)

38 used & new available from EUR 24,99

Wertung

Grafik - 72%
Gameplay - 73%
Sound - 94%
Umfang - 90%

82%

Wertung

Legion ist die zurzeit die beste Erweiterung für World of Warcraft. Es wirkt fast so als wäre das fünfte Addon nur der Vorgeschmack auf Legion gewesen.

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