Vor knapp zwei Jahren hat Entwickler High Moon bewiesen, dass ein Transformers-Spiel nicht schlecht sein muss. Mit Transformers: Untergang von Cybertron will die Spieleschmiede nun aus vergangenen Fehlern gelernt haben und euch in die epische Schlacht zwischen Gut und Böse führen. Wir haben uns Transformers: Untergang von Cybertron genauer angeschaut und klären in diesem Review ob es tatsächlich gelingt auf die guten Ansätze aufzubauen.
Vor vielen Jahren, bevor wir Menschen daran dachten Räder zu nutzen oder Ackerbau zu betreiben, sahen die Transformers einem ungewissen Schicksal entgegen. Ihre Energiequelle, das Energon, neigte sich dem Ende zu.
Als wäre das nicht schon schlimm genug lieferten sich zwei Partien, die Autobots und die Decepticons eine erbitterte Schlacht, um die letzten Ressourcen von Cybertron, dem Heimatplaneten der Transformers. Als alle Hoffnung schon verloren schien entdeckten die Transformers einen Planeten, der voller Energon war – der Kampf ums Überleben ging in eine nächste Runde. Auf welcher Seite wirst du stehen, wenn es zum Kampf zwischen Gut und Böse kommt?
Die Abwechslung macht’s
Auch im Kampf um Leben und Tod muss, zumindest in Videospielform, Abwechslung geboten werden. Es kommt viel zu oft vor, dass ein eigentlich gutes Spiel nur deswegen uninteressant wird, weil es an Ideen mangelt. Die High Moon Studios sind dieses Problem recht einfach angegangen. Transformers bieten zwar schon auf Grund ihrer Wandlungsfähigkeit Abwechslung, doch in Transformers: Untergang von Cybertron geht man noch einen Schritt weiter. In 13 Kapiteln wechselt ihr immer wieder die Fronten. So zieht man nicht nur für die Autobots in den Kampf, sondern auch für die Decepticons. Dabei darf man oftmals ein Wiedersehen mit bekannten „Gesichtern“ feiern. Ob Bumblebee, Optimus Prime oder Megatron, sie alle sind im Spiel vorhanden und können früher oder später selbst gespielt werden.
Technisch schickte sich High Moon an den Unterschied zwischen den einzelnen Robotern so deutlich wie möglich zu gestalten. Ob zu Lande oder in der Luft, sie alle haben ein anderes Feeling. So ist Megatron um einiges schwerer als es beispielsweise ein Bumblebee ist, was sich auf die Geschwindigkeit aber auch Kraft auswirkt. Die Steuerung als solches ist schnell verinnerlicht und geht rasch in Fleisch und Blut über. Es dauert nicht lange bis man von Deckung zu Deckung huscht und dabei seine Feinde aufs Korn nimmt. Zusätzlich zu den Schusswechseln bietet Transformers: Untergang von Cybertron noch einiges mehr. So kann man, je nach Art des Transformers, die Luft oder den Boden unsicher machen. Während man in der Luft wirklich viele Freiheiten bekommt, ist auf dem Boden weniger Platz geboten. Zudem wirkt die Steuerung auf dem Boden recht schwammig und zeigt keinen Unterschied zwischen kleinen oder großen Fahrzeugen. Die Transformationen hat die Entwicklerschmiede zudem relativ geschickt eingesetzt. Als fliegender Roboter wird meist auf Geschwindigkeit und Feuergefechte gesetzt, während man auf dem Boden meistenteils versuchen muss einem auseinanderfallenden Gebiet zu entkommen. Bei den Kampffähigkeiten kommt dann wieder mehr Abwechslung auf. Viele der übergroßen Kampfmaschinen verfügen über einzigartige Fähigkeiten, wie das Einsetzen eines Greifhakens oder Unsichtbarkeit.
Was bist du doch schön
Zugegeben wirkliche Schönheiten sind die Transformers nicht. Die High Moon Studios haben sich dennoch mehr als nur bemüht. Der zerfallende Planet Cybertron wirkt nicht wie eine urbane technologische Superwelt, sondern ist dreckig und ungemütlich. Farblich setzte man gute Akzente, die den Untergang Cybertrons passend unterstreichen. Die Texturen als solche sind auf einem guten Niveau, genau wie die Animationen. Vor allem aber die Inszenierung des gigantischen Schlachtfeldes kann sich sehen lassen – düster und doch futuristisch.
Ähnlich gut wird auch der Sound präsentiert. Die musikalische Untermalung trägt zur hitzigen Atmosphäre des Spiels bei. Durch die richtigen Musikstücke ist man nicht nur animiert weiter zu spielen, sondern sie zeichnen auch ein Bild der Verwüstung und dem Kampf der Roboter, vor allem gegen die Zeit. Soundeffekte, wie beispielsweise das transformieren oder die Schüsse lassen kaum Wünsche offen und passen ebenso ins stimmige Gesamtbild des Spiels.
Du bist nicht allein
Erstmals bietet High Moon den Transformers-Fans auch die Möglichkeit im Multiplayer gegeneinander anzutreten. Dabei gibt es ganz klassische Modi wie Capture the Flag oder Team Deathmatch, oder aber einen Horde-Modus, wie man ihn aus anderen Games bereits kennt. Zudem bietet man euch die Wahl zwischen vier verschiedenen Klassen, die ihre ganz eigenen Fertigkeiten aufweisen. Leichte Transformer sind wesentlich wendiger, während schwere Roboter wesentlich mehr einstecken können.
Zudem bietet man euch die Möglichkeit eure Kampfroboter bis zu einem gewissen Grad zu individualisieren. Farben und einige Teile könnt ihr auswählen, ebenso wie die Bewaffnung. Neue Ideen sucht man hier allerdings vergeblich.
Fazit:
Transformers: Untergang von Cybertron hat tatsächlich kaum noch die Schwächen des vor zwei Jahren veröffentlichten „Vorgängers“. Die High Moon Studios haben aus ihren Fehlern gelernt und einen unterhaltenden 3rd-Person Shooter veröffentlicht. Langeweile wird in den 13 Kapiteln kaum vorkommen, allerdings sind einige Missionen etwas eintönig, was für kleine Abzüge in der B-Note sorgt.
Grafik, Sound und Gameplay sind allerdings auf einem Niveau, wie man es bei anderen Transformers-Spielen wohl nie erwarten würde. Mit Transformers: Untergang von Cybertron ist das derzeit beste Spiel der außerirdischen Kampfroboter veröffentlicht worden.
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