Montag , Mai 29 2017

Windows Phone 7: Review – Mit dem Handy geht es auch

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Längst sind Grenzen zwischen Mobiltelefon und Gaming für unterwegs verschmolzen. Apple war eines der ersten Unternehmen, die dies erkannt hat. Handys wie das PSPhone wollen diesen Trend weiterführen aber auch Microsoft hat mit Windows Phone 7 eine viel versprechende Software auf den Markt gebracht.

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Alles eine Frage der Technik!

Wir hatten die Gelegenheit das HTC HD7 auf Herz und Nieren zu prüfen. Doch dieser Test konzentriert sich nicht auf das Handy als solches, sondern auf seine Gamingeigenschaften. Wie spielt es sich wirklich mit einem Windows Phone 7?

Bevor wir durchstarten können wir jedoch nicht ganz ohne technische Daten beginnen. So verfügt das HTC HD7 über ein 10,3 cm großes kapazitives Display (4,3 Zoll) und ist mit 16 Gigabyte internen Speicher ausgerüstet. Im inneren schlummert ein 1 GHz starker Prozessor, der von 512 MB ROM und 576 MB RAM unterstützt wird.

 

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Unterwegs spielen

Kommen wir jetzt zum eigentlichen Teil des Tests – den Games. Bezogen werden diese durch den Xbox LIVE Marktplatz, der standardmäßig bereits vorinstalliert ist. Darauf können sich schon jetzt eine Vielzahl von Spielen ausgewählt werden, von denen wir uns einige zur Brust genommen haben.

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Assassin’s Creed: Altair’s Chronicles

 Begonnen haben wir mit Assassin’s Creed. In der Rolle von Altair beginnen wir unser Abenteuer in einem kleinen Tutorial, welches uns mit der Steuerung des Spiels vertraut machen soll. Zugegeben das Meisterwerk aus dem Hause Ubisoft spielt sich mit dem Kontroller einfach am besten, doch hat man für die Windows 7-Geräte einige Veränderungen vorgenommen. Nicht länger ist die Welt des altertümlichen Meuchelmörders dreidimensional, sondern man entschied sich für 2,5D als Umgebung.

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Gesteuert wird der Held mittels eines programmierten Sticks, der im Grunde jede Bewegung gut auffängt und umsetzt. Einzig allein die Perspektive ist oftmals störend, da kann es schon einmal vorkommen, dass wir einen eigentlich sicheren Sprung zum nächsten Dach gehörig versemmeln.

Grafisch ist das Spiel natürlich nicht auf dem Level seiner großen Brüder, doch muss man sich hier nicht vor dem iPhone verstecken. Soweit es unseren Test betraf, lief das Spiel durchgehend flüssig. Auch die Qualität der Synchronisation kann sich sehen lassen. Musste man doch nicht mehr auf die Lippen des Heldes achten, denn wir sehen Altair meist aus einer seitlichen Vogelperspektive.

Fazit:
Es muss wohl noch etwas Zeit vergehen, bis man den Bogen gänzlich raus hat, einen solchen Titel passgenau für die WM7-Geräte zu veröffentlichen. Würde man das Spiel allein von der Seite der Grafik und des Sounds betrachten, hätte man sicher ein kleines Meisterwerk abgeliefert. Die Fehler in der Steuerung sorgen jedoch für fehlenden Spielfluss, hier muss noch etwas weiter probiert werden.

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Need for Speed: Undercover
Weiter ging es mit Need for Speed: Undercover. Electronic Arts verzichtet weitestgehend auf eine Steuerung, die direkt durch die Finger eingegeben werden muss. Vielmehr machte man sich den Lagesensor des Gerätes zu Nutze. Lenkmanöver werden also nicht durch ein virtuellen Steuerstick ausgeführt, sondern durch die Tatsache, dass man das Handy zur linken bzw. zur rechten Seite neigt. Einen Drift für man dann mit einer ruckartigen Bewegung in die erwünschte Seite aus.

Was bedeutet das jetzt genau? Genau – Need for Speed: Undercover lässt euch nicht bestimmen wie viel Gas ihr gebt. Euer Fahrzeug beschleunigt einfach weiter und weiter. Durch verschiedene Berührungen des Displays kann man nur entscheiden ob man etwas Bremsen oder den Nitro nutzen will.

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Grafisch kann sich das Spiel durchaus sehen lassen. Sequenzen werden, wie schon im Originalspiel, als kleine Filme dargestellt, die qualitativ wirklich gut aussehen. Der Ton macht zumindest auch bei den kleinen Einspielern eine gute Figur geht es dann jedoch auf die Straße, sieht es völlig anders aus. Hier kreischt der Motor geradezu. Es klingt als hätte man einen Ziegelstein in einen großen Mixer getan, der sich daraufhin in Einzelteile zerlegt. Da hilft selbst der beste Soundtrack nichts, denn schon nach wenigen Minuten, wenn man es dann so lange erträgt, berühren zwei Finger den Touchscreen, ziehen mit einer Bewegung nach unten und öffnen das Menü, um dieser Qual ein Ende zu machen.

Fazit:

Grafisch als auch spielerisch kann sich Need for Speed durch aus sehen lassen. Wo wir auch beim Thema wären. Das Spiel sollte sich nur sehen lassen, da der Ton wirklich nichts für schwache Nerven ist. Hätte man hier etwas besser gewerkelt, könnte das Spiel durchaus das Zeug gehabt haben an die Spitze der User-Wertungen zu fahren.

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De Blob : Revolution

Unser nächster und vorerst letzter Kandidat war de Blob – unser Überraschungstitel. De Blob kennt man bekanntlich schon von Nintendos Wii und schon dort zeigte das Konzept wie viel Potential es in sich hat. Auch auf dem HTC HD7 war das Spiel uns sichtlich zu überraschen.

Das Ziel des Spiels ist dabei denkbar simple. Entkomme einem Level und rette dabei so viele Lebewesen wie möglich. Gesteuert wird de Blob komplett durch euren Finger. Zeichnet einfach einen Weg auf und der farbige Schleimklumpen macht sich auf, diesen zu beschreiten. So einfach ist das Ganze dann aber doch nicht. Auf eurem Weg zum Ausgang müsst ihr so viele Lebewesen wie möglich retten – wo wir auch schon beim Problem wären.

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de Blob lässt ist ein Spiel für die Grauenzellen. Welchen Weg steckt man sich selbst ab, um die kleinen farblosen Lebewesen zum Leben zu erwecken und zu retten? Es ist wirklich kniffelig und macht extrem viel Spaß. Die simple Steuerung ist intuitiv und leicht zu meistern aber vor allem das Prinzip des Titels ist wirklich gelungen. Eine scheinbar einfache Aufgabe ist eine harte Nuss.

grafisch ist das Spiel komplett in 2D gehalten, was dem Spaß aber nicht senkt. Die erste triste graue Farbe wird im weiteren Spielverlauf zusehends farbenfroher. Der Sound weißt ebenfalls keine nennenswerten Schwächen auf und fügt sich ins stimmig Gesamtkonzept!

Fazit:
Es muss nicht immer ein aufwendiges Produkt sein, damit Spaß auftritt. Viel mehr der simple Weg ist oftmals der beste. Mit de Blob hätten wir uns wohl noch Tage beschäftigen können, doch solange wollten wir euch nicht warten lassen. Dieses Spiel kann getrost gekauft werden.

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Gesamtfazit:
WM7 bietet aber noch mehr. Auch ihr selbst könnt zum Spieleentwickler werden. Dafür gibt es im Internet so manches Entwicklertool. Schon jetzt können wirklich gute Spiele auf dem Markt erworben bzw. gestestet werden. Es zeigt sich ein deutlicher Trend ab, dass Windows Phone 7 durchaus das Zeug hat mit den großen Betriebssystemen wie das des iPhones oder aber auch Google mithalten zu können. Es müssen nur noch einige Schwächen ausgebügelt werden. Bei den Spielen, als auch beim Betriebssystem selbst. Als Gamingplattform sind die Geräte von HTC, Samsung und LG also zu empfehlen, sofern Microsoft den richtigen Weg beibehält und die Nutzer des ihres neuen Systems nicht zu lange auf Neuerungen warten lässt.

Eine Wertung für die Akkuleistung können wir leider nicht vergeben, da diese bei jedem Gerät natürlich variiert, gleiches gilt für das Display und die Haptik.

Wertung:


 "Medal of Honor ist die Achterbahnfahrt des Jahres"
Gamingeigenschaften: 9,0 von 10
Bedienung: 8,0 von 10
Potential: 9,0 von 10
Touchdisplay: 9,0 von 10
Gesamt: 9,0    „…kann mit der Konkurrenz mithalten“

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